Miteinander und gemeinsam
- Partnervermittlerin Romy R. Wilke zu Liebe, Balance und Intimität
Gute Wünsche gibt es viele zur Hochzeit: Ein langes und glückliches gemeinsames Leben. Wie aber funktioniert das im Alltag? Wie meistert ein Paar Krisen? Wir sprachen mit der Partnervermittlerin Romy R. Wilke über das Geheimnis einer glücklichen Ehe.
Wenn Sie ein Rezept für eine glückliche Ehe zusammenstellen, welche Zutaten dürften nicht fehlen?
Das ist wirklich eine sehr komplexe Frage, weil sehr viele Dinge zusammenspielen. Es treffen Erwartungen, Lebenserfahrungen, Gefühle und Einstellungen zweier Menschen zusammen. Eine Ehe ist keine Einbahnstraße und Liebe ein sehr lebendiger Prozess. Der Schlüssel ist eine respektvolle Gemeinsamkeit. Danach kommt auf die „Zutatenliste“: Eine gute Kommunikation, die es ermöglicht, Probleme zu lösen, eine hohe Übereinstimmung der Werte und Interessen. Dazu gehören Treue, Verständnis und Verlässlichkeit. Die ausgeglichene Balance von Gemeinsamkeit und Individualität, von Nähe und Distanz hilft Krisen zu meistern. Ausschlaggebend für eine glückliche Ehe ist, dass die Partner sich gegenseitig ihre Bedürfnisse erfüllen – auch in der Sexualität.
Natürlich wünschen sich Ehepartner auch eine bleibende prickelnde körperliche Anziehung.
Wenn es die Paare verstehen, das geistig-emotionale Klima der Ehe lebendig zu erhalten, bleibt auch die Lust. Zärtlichkeit braucht Vertrauen und einen kommunikativen Weg, um zueinander zu finden. Oder anders gesagt: Nur wer miteinander spricht, findet Übereinstimmung.
2,5 Jahre kennen sich Partner im Durchschnitt, bevor sie heiraten. Wie lange trägt man eigentlich die rosarote Brille?
Mal abgesehen davon, dass es mit Durchschnittszahlen so eine Sache ist, sollte die herrliche und einzigartige Spontanität des Verliebtseins in eine allmähliche Realitätssicht übergehen. Das macht die Liebe nicht kleiner, stellt aber die Entscheidung, ob ich den Partner so annehme wie er ist, auf ein festes Fundament.
Und wer lange sucht und nicht findet?
Der sollte – wenn der Wunsch groß genug ist – nicht zögern, sich an eine professionelle Partnervermittlung zu wenden und vorher prüfen, ob sie oder er ihr Glück einem Computersuchsystem überlassen wollen oder nicht doch einen erfahrene, einfühlsame und verständnisvolle Partnervermittlung vorziehen – jemanden, der weiß, worauf es an kommt. Denn: Es gibt nichts Schöneres als sich zu verlieben.
- Archivbeiträge der Ausgabe 1/2006
Partnervermittlerin Romy R. Wilke