Außergewöhnliche Trauorte
- Zwischen Gralsburg, Leuchtturm und Klostermauer
Im vergangenen Jahr stellten wir Brautpaaren und solchen, die es werden wollten, außergewöhnliche Trauorte vor: an Bord des historischen „Zille-Busses“ der BVG, auf der Burg Eisenhardt in Belzig, im gläsernen „AquaDom“ des Sea Life Berlin, in einem Heißluftballon oder im Flusspferdhaus des Zoos in der Hauptstadt. Mehrere Brautpaare haben sich bei uns dafür bedankt. Grund genug, weitere außergewöhnliche Trauorte zu suchen und zu finden.
Märchendom der Saalfelder Feengrotten
Feen entfalteten in den Tiefen des verlassenen Bergwerkes ihre magischen Kräfte und verzauberten es mit Farbenreichtum und Atmosphäre. Die Saal felder Feengrotten gehören heute zu den bekanntesten touristischen Attraktionen in Thüringen. Bei romantischer Musik und Kerzenschein wird die Trauung vor der malerischen Kulisse der berühmten Gralsburg zu einem unvergesslichen Erlebnis. Bis zu 25 Personen tauchen ab und ein in die farbenprächtige unterirdische Welt. Die Eheschließung wird rechtskräftig durch einen Standesbeamten vollzogen und ist in Abstimmung mit dem Standesamt Saalfeld von Montag bis Sonnabend möglich.
Heiraten auf dem Leuchtturm
Schwindelfrei sollte man schon sein, wenn man sich auf der 13 m hohen „Dicken Berta“ in Cuxhaven das Ja-Wort geben möchte. Aber dann bietet der Leuchtturm mit Blick auf Elbe und Meer einen außergewöhnlichen Rahmen für einen besonderen Tag. Auch das Feuerschiff „Elbe 1“, das Trauzimmer „Alte Liebe“, der „Rote Salon“ in der Villa Gehben oder der gotische Saal auf Schloss Ritzebüttel stehen für Paare bereit, die es zum Heiraten an die Nordsee zieht. Seit 2002 kann der stillgelegte Leuchtturm zwischen März und Oktober für Hochzeiten beim Standesamt Cuxhaven gebucht werden. Einen außergewöhnlichen Rahmen für das Ja-Wort bietet auch die Offiziersmesse auf dem Feuerschiff „Elbe 1“. Hier können von April bis September Hochzeitstermine im kleinen Kreis vereinbart werden. 80 Personen dagegen finden Platz im gotischen Saal von Schloss Ritzebüttel, das auch für kleinere Gesellschaften über ein passendes Landherrenzimmer verfügt.
Ein Standesamt aus Sand und Meer
„Ja, ich will!“ – die Trauung direkt am Strand. Diesen Wunsch erfüllt Mecklenburg-Vorpommern nun allen Verliebten, denn Heiratswillige können sich im Ostseebad Göhren auf der Insel Rügen direkt am weißen Strand das Ja-Wort geben. Was bisher aufgrund der Gesetzeslage nur auf Maui oder Hawaii möglich war, lässt sich nun auch in Mecklenburg-Vorpommern verwirklichen: die Traumhochzeit direkt am Meer. Das zuständige Standesamt Mönchgut-Granitz kommt der großen Nachfrage nun auch auf Deutschlands größter Insel nach. Heiratswillige Paare können sich hier im weißen Sand trauen lassen, ohne den zusätzlichen Weg ins Standesamt gehen zu müssen. Das Göhrener Hotel Hanseatic Rügen & Villen hat gemeinsam mit dem Standesamt ein Modellprojekt auf die Beine gestellt, das deutschlandweit bisher einmalig ist.
Auf dem „söten Länneken“
Im Westen der Insel Rügen liegt ihre kleine Schwesterinsel Hiddensee, die nur 18 Kilometer lang und selten breiter als einen Kilometer ist. Von den Einheimischen und ihren Liebhabern wird sie auch „dat söte Länneken“ genannt. Die schöne Insel hat ihre eigenen Reize, wozu die wohltuende Ruhe gehört, denn die Autos bleiben auf der Insel Rügen. Die Inselkirche aus dem Jahr 1332 hat eine ganz besondere Farbgebung – eine blaue Decke, mit Rosenmotiven bemalt. Die Wände sind in leuchtendem Weiß gehalten. Außergewöhnlich ist der von der Decke hängende Taufengel. Diese Kirche ist für Menschen, die Hiddensee lieben, eine wunderschöne Hochzeitskirche.
Hinter Klostermauern
Eingebettet in eine Endmoränenlandschaft präsentiert sich die backsteinrote Klosteranlage von Kloster Chorin vor dem kräftigen Grün des märkischen Waldes. Chorin ist ein Ort brandenburgischer Geschichte und ein Beispiel für meisterhafte Baukunst. Schon im 13. Jahrhundert lebten hier Mönche, die übrigens auch sehr gastfreundlich waren. Heute können sich Paare im ehemaligen Zisterzienserkloster trauen lassen.
Zur Feier lädt die nur fünf Minuten entfernte Neue Klosterschänke ein.
Zwischen Rebhängen
An der romantischen Mittelmosel, nahe der Jugendstilstadt Traben-Trarbach und dem historischen Bernkastel-Kues, eingebettet zwischen Eifel und Hunsrück, liegt Kloster Machern, ein bedeutendes kulturelles Aushängeschild der Region. Schon die Fahrt hierher ist eine vorweggenommene Hochzeitsreise. Mit dem Trauzimmer des Standesamtes Bernkastel, der Barockkapelle, dem glanz vollen Barocksaal mit rotem Marmor, Spiegelglaswänden, Stuck und dem schönen Innenhof bietet das ehemalige Kloster einen angemessenen Rahmen für Hochzeiten.
Umgeben von Weinbergen und den Höhen von Mont Royal starten hier an jedem Wochenende unzählige Drachenflieger und Paraglider. Eine Herausforderung für ein sportliches Brautpaar ist der Start auf den Weinbergen und die Landung im Klostergarten.
Gefeiert wird nach der Trauung im Barocksaal mit Blick auf den Barockaltar in der Kapelle oder im Restaurant Brauhaus, in dem die Zisterzienserstube den Blick zur Mosel eröffnet.
Romantisches Traumschloss
Tiefe Wälder mit uralten knorrigen Bäumen, sanfte Hügel, klare fischreiche Seen, saubere Luft, verschlafene Ortschaften – das ist die Uckermark im Brandenburger Land. Wie in einem Märchenbuch erwartet das Schloss Boitzenburg Brautpaare. Mit der blumengeschmückten „Victoria“ geht es vom romantischen Schloss zur Kapelle nach Mellenau, oder zur Kirche „St. Marien auf dem Berge“. Nach der Trauung kann das Paar in der Kutsche die wunderschöne Uckermark genießen und standesgemäß vor dem Schloss Boitzenburg vorfahren. Schloss- oder Turmführung, historische Räumlichkeiten, Kaffeetafel auf der Schlossterrasse, der Lenné-Park oder eine Kremserfahrt sorgen für unvergessliche Momente.
www.feengrotten.de | www.kloster-chorin.de | www.klostermachern.de | www.schloss-boitzenburg.de
- Archivbeiträge der Ausgabe 1/2006
Saalfelder Feengrotten
Kloster Chorin
Schloss Boitzenburg