Archiv der Ausgabe 3 | 28. Jahrgang | Herbst 2011
Liebe Leserinnen und Leser,

Jürgen H. Blunck und Katrin Herzog
nachdem der Sommer mehr Regen als Sonne brachte, freuen wir uns jetzt auf einen goldenen Herbst, denn auch Autumnus hat sehr liebenswerte Seiten: Endlich finden wir wieder feine Pilz- und Wildgerichte und sensationelle Kürbissuppen auf den Speisekarten unserer Lieblingsrestaurants. Jetzt erst macht das Einkuscheln mit einer Tasse Tee und einem guten Buch (oder unserem Magazin) auf dem Sofa wieder so richtig Spaß. Und wir bekommen Lust darauf, uns mal wieder so richtig verwöhnen zu lassen: Eine Übersicht der schönsten Wellness-Destinationen in und um Hamburg und in Österreich finden Sie ab Seite 46. Diese Jahreszeit ist ideal, um Pläne zu schmieden. Sie möchten âJa-Sagenâ? Noch in diesem Jahr oder 2012? Dieser große Anlass wird überall auf der Welt gefeiert und fast überall ein bisschen anders. Unser Beitrag âHochzeit internationalâ präsentiert Ihnen Spannendes, Kurioses und Romantisches aus aller Herren Länder rund ums Thema (mehr…)
Archiv der Ausgabe 3 | 28. Jahrgang | Herbst 2011

v. l. n. r.: Jutta Blankau, Senatorin für Stadtentwicklung und Umwelt, Markus Schreiber, Bezirksamtsleiter Hamburg Mitte, und Joachim Ruppert, Geschäftsführer âRuppert Immobilienâ, beim symbolischen ersten Spatenstich
Bereits im Frühjahr 2009 diskutierten Grundeigentümer aus dem Passagenviertel die Möglichkeiten einer Umgestaltung des öffentlichen Raumes der Großen Bleichen und der Poststraße. Von Beginn an bestand Einigkeit darüber, dass dem Quartier mit geeinten Kräften und finanziellen Mitteln zu seinem alten Glanz verholfen werden soll, schließlich wurde in der jüngsten Vergangenheit das Straßenbild der unmittelbar benachbarten Straßen (Neuer Wall, Hohe Bleichen) erheblich aufgewertet. Im direkten Vergleich wird das Straßenbild im Quartier seiner exklusiven Lage in der Innenstadt und seinen hochwertigen Läden nicht mehr gerecht. Die Grundeigentümer investieren nun über 5 Millionen Euro in die Gestaltung und Pflege des Viertels. âDie Straße soll einfach wieder schön werdenâ,  â so einer der alteingesessenen Grundeigentümer des Quartiers. Ende August wurde der symbolische Spatenstich von der Hamburger Senatorin für Stadtentwicklung und Umwelt Jutta Blankau mit den Worten eingeleitet: âDas BID Passagenviertel ist ein weiteres Vorbild für die gute Zusammenarbeit zwischen privaten Initiativen und der Verwaltung. Die Eigeninitiative der Grundeigentümer ist bewundernswert.â  Die Fertigstellung der Baumaßnahme im Passagenviertel ist für das zweite Quartal 2012 geplant.
www.bid-passagenviertel.de

Till Demtrøder beim âTirol Cross Mountainâ, Foto: Tirol Cross Mountain¸Mediart Entertainment
Lust auf Abenteuer? Bei der dritten Auflage des âTirol Cross Mountainâ lässt der Hamburger Schauspieler Till Demtrøder vom 8. bis zum 11. Dezember 2011 wieder einen âHauch von Alaskaâ durch Kühtai wehen. Zahlreiche prominente Gäste erleben ein ereignisreiches, vorweihnachtliches Wochenende mit einer anspruchsvollen Mischung aus Wintersport, Action, Spaß, Wellness und Tiroler Gastlichkeit. Höhepunkt des Events wird der hautnahe Kontakt mit den Schlittenhunden sein, wenn die Gäste in einem rasanten Rennen die Schlitten persönlich lenken.
www.tirol-cross-mountain.de
Am 2. September war es soweit: Belly Button feierte die Eröfnnung des Flagshipstores in der Hamburger Poststraße. Die prominenten Gründerinnen Dana Schwaiger und Ursula Karven sowie ihre drei befreundeten Mitstreiterinnen (alle in pinkfarbenen Seidenkleidern) freuten sich, in der Gründungsstadt (mehr…)
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Hamburg, das Tor zur Welt: Rund 190 verschiedene Nationen leben in der Hansestadt, mehr als hundert Konsulate haben ihren Sitz an Alster und Elbe. Mit 14,1 Prozent ist Hamburg das deutsche Bundesland mit dem höchsten Ausländeranteil. Viele Zugezogene haben ihre eigenen Sitten und Gebräuche mitgebracht und halten die Traditionen ihrer Herkunftsländer lebendig. Polen und Japaner, Afghanen, Griechen oder Ghanaer haben in Hamburg ein neues Zuhause gefunden. Bei großen Feiern kommt oft die ganze Familie zusammen â das gilt besonders für Hochzeiten, bei denen manche Bräuche aus der Heimat wieder aufleben. Wir stellen Ihnen Spannendes, Kurioses und Romantisches aus aller Herren Länder rund ums Thema Hochzeit vor.

Foto: Martina van Kann
Wenn eine türkischstämmige Familie Hochzeit feiert, dann ist das in der Hansestadt nicht zu überhören. Viele türkische Familien richten das Fest modern und europäisch aus, auch wenn der eine oder andere Brauch aus der Heimat hochgehalten wird. Mit Musik und Hupkonzert wird die bevorstehende Trauung allen lautstark angekündigt, am liebsten im Autokorso. Bei der Hochzeitsfeier ist es üblich, das Hochzeitspaar mit Goldschmuck zu beschenken. Jeder Verwandte und Bekannte beschenkt das Ehepaar, je nach seiner Nähe zu dem Paar, mit Gold. Das neue gemeinsame Schlafzimmer kauft nach alter Tradition immer die Braut. Der Bräutigam bezahlt hingegen das Brautkleid. Für die Einrichtung der neuen Wohnung gibt es traditionelle symbolische Geschenke: Der Koran für den Glauben, ein Spiegel soll Erleichterung bringen, die Kerze bringt Licht, der Reis steht für Fruchtbarkeit und der Zucker für die Süße des Lebens. Wer eine polnische Hochzeit mitfeiert, der braucht Kondition, Trinkfestigkeit und viel Humor. Schon der Weg zur Kirche ist für die Brautleute oft mit Hindernissen gespickt, für deren Organisation ist der Trauzeuge verantwortlich. Nach der Trauung fliegt nicht nur Reis, sondern auch ein Münzsegen durch die Luft. Das Geld wird vom Brautpaar aufgesammelt, und wer von beiden die meisten Münzen vorweisen kann, der soll zu Hause das Sagen haben. Bei der Feier wird das Paar von den Eltern mit Brot und Salz begrüßt; der dazugehörige Wodka wird ausgetrunken, die Gläser werden nach hinten geworfen, denn die Scherben sollen Glück bringen. Um Mitternacht wirft die Braut nicht ihren Strauß, sondern ihren Schleier in die Menge, der Bräutigam trennt sich von seiner Fliege oder Krawatte und wirft sie zwischen die Junggesellen. Wer die Utensilien auffängt, dem gehört der nächste Tanz. Erst dann wird die (mehr…)
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Die meisten von uns können morgens nicht ohne: stark, schwarz, gern süß â oder mit Sahne oder frischer Milch verfeinert, bringt uns Kaffee gut in den Tag. Doch wer ist eigentlich auf die Idee gekommen, den Kern der Kaffeekirsche zu trocknen, zu rösten, zu mahlen und mit heißem Wasser aufzuschütten? Wenn das ein Küchenunfall war, dann war er jedenfalls genial.

Foto: Martin Müller / pixelio.de
Viele Legenden ranken sich um die Entdeckung der Kaffeepflanze und ihre Nutzung. Möglicherweise waren heilkundige Afrikaner die ersten, die die Wirkung der Kaffeekirsche bei Tieren beobachteten und dann am Menschen probierten. Aus Äthiopien stammt die Legende, dass Hirten bei ihren Tieren eine beängstigende Munterkeit feststellten und dies auf das Naschen an Kaffeekirschen zurückführten. Mönche brauten daraus einen Aufguss, und die Hirten blieben so munter wie ihr Vieh. Eine andere Legende berichtet vom Derwisch Omar, der in die Wüste verbannt wurde und dort aus Hunger und Verzweiflung vom Kaffeestrauch probierte. Der brachte ihn prompt auf die Beine, Omar kehrte aus der Verbannung zurück, berichtete von seiner wundersamen Genesung und wurde für seine Entdeckung mit einem Palast belohnt.
Der Siegeszug in Europa
Die Wahrheit scheint weniger aufregend; 1592 entstanden die ersten Zeichnungen und Beschreibungen der Kaffeepflanze. 1753 ordnete Carl von LinnĂŠ die Kaffeepflanze botanisch ein. Da tranken die Araber schon seit rund dreihundert Jahren Kaffee. Ihr Kaffeemonopol endete erst im 17. Jahrhundert. Denn erst klauten die Inder, dann die Niederländer die Bohnen und das Rezept. Doch hinterm Deich wächst kein Kaffee, also wurde in den Kolonien Java und Sri Lanka angebaut. Die Franzosen und Briten zogen nach, der Kaffee begann seinen Siegeszug in Europa. Ganz wie die Araber schätzten die Europäer die Kaffeehauskultur. Das erste entstand 1554 in Konstantinopel, 1647 folgte das CafĂŠ Florian in Venedig. Die Briten zogen mit Oxford und London nach, die Franzosen mit Marseille und Paris. 1673 folgte Bremen, drei Jahre später öffnete in Hamburg das erste Kaffeehaus â immerhin noch sechs Jahre vor Wien, dem Mekka der Kaffeehausgeher. Ein Engländer hatte in Hamburg die Nase vorn mit seinem Kaffee- und Teehaus nach Londoner Vorbild. Bald folgte ein niederländischer Konkurrent, 1694 gab es in Hamburg bereits vier Kaffeehäuser.
Kaffee macht reich
Dass mit Kaffee Geld zu machen war, sprach sich schnell herum. 1660 führten die Engländer eine Kaffeesteuer ein, Friedrich der Große verbot 1766 die private Einfuhr und den Handel mit Kaffee. Lediglich der preußische Staat durfte mit Kaffee handeln. 1781 wurde in Preußen auch das private Rösten verboten. So genannte (mehr…)
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Erkältungen und Grippe gehören zur kalten Jahreszeit. Kein Wunder, dass viele Patienten damit derzeit die Arztpraxen stürmen. Wie man vorbeugt, was man macht, wenn es einen erwischt hat, und woran man eine echte Virusgrippe erkennt, haben wir für Sie recherchiert.

Foto: Kellermeister / pixelio.de
Worin sich Erkältung und Influenza unterscheiden, ist für Dr. Andreas Stein klar: Die Grippe startet akut. Menschen, die morgens frisch ins Büro gehen, ereilt nachmittags hohes Fieber begleitet von massivem Krankheitsgefühl, Gliederschmerzen sowie Husten und Schnupfen. âSolche Patienten können meist erst am übernächsten Tag in die Praxis kommen, weil sie zu geschafft sind, um aus dem Haus zu gehen. Die ganze Heerschar der vielen grippalen Infekte ist dagegen meist nicht so massiv. Krankheitsgefühl und Fieber sind oft nicht so stark, und der Beginn ist auch nicht so brutalâ, so der Arzt.
Grippeschutzimpfung â Pro und Kontra (mehr…)