Archiv der Ausgabe 4 | 26. Jahrgang | Winter 2009
Liebe Leserinnen und Leser,

Jürgen H. Blunck, Katrin Herzog
Die Natur macht es uns vor: Winter ist die Zeit des Innehaltens und der Ruhe, eine Phase, um neue Kraft für Kommendes zu schöpfen. Deshalb widmen wir uns in dieser Ausgabe ausführlich dem Thema Yoga als Philosophie, Körper, Geist und Seele miteinander in Einklang zu bringen. Wir stellen Varianten, Studios und Lehrer vor. Wussten Sie zum Beispiel, dass die Yoga-Variante „Hot Yoga“ von zwei Hamburginnen nach Deutschland gebracht wurde? Mehr darüber lesen Sie ab Seite 62.
Viel Power hat auch Hamburgs neues Ausnahmetalent Graziella Schazad. Unsere Autorin Misha Leuschen traf den mädchenhaften Wirbelwind und lernte eine junge Frau kennen, die in keine Schublade passt.
Lust auf Museum? Die Ausstellung „Täuschend echt“ im Bucerius Kunst Forum hat Spaß an der Verwirrung und sorgt dafür, dass (mehr…)
Archiv der Ausgabe 4 | 26. Jahrgang | Winter 2009
- Gibt es eine schönere Stadt zum Heiraten als Hamburg? Für Paare, die sich das Ja-Wort geben wollen, bietet die Hansestadt die perfekte Kulisse. Wir verraten Ihnen auf den folgenden Seiten, wo Sie Ihrer Angebeteten die Sterne vom Himmel holen können, wo es von der Elbe schnurstracks in die Südsee geht und wo Sie beim Feiern richtig abheben können! Hamburg hat für jeden Geschmack rund um das Thema Hochzeit etwas zu bieten. /// Anzeige
- von Misha Leuschen
Fürstlich

Foto: Atelier Aimée Hamburg
Das einzige Schloss im Hamburger Stadtgebiet diente bis 1420 den Herzögen von Sachsen-Lauenburg zeitweise als Residenz und ist heute ein Museum. Hier können Brautpaare in der Bibliothek des Renaissance- Wasserschlosses ihre Märchenhochzeit zelebrieren. Gefeiert wird dann anschließend im Kellergewölbe mit bis zu 80 Personen. www.bergedorfmuseum.de Im Herzen Ostholsteins am Selenter See gibt das Jagdschloss des Lehnsgrafen Otto von Blome einen fürstlichen Rahmen für eine Traumhochzeit. Im historischen Blauen Salon im Rundturm können Brautleute sich das Jawort geben und anschließend in der einzigen Höhenburg Schleswig-Holsteins ein rauschendes Fest feiern.
www.blomenburg.com
 Zu Wasser …
In der beschaulichen Landschaft der Vier- und Marschlande, sanft geschaukelt von der Bille, können Brautleute sich ganz romantisch an Bord eines Schiffes trauen lassen – das Bergedorfer Standesamt macht‘s möglich!
www.barkassenfahrt.de
www.alstertouristik.de
Nicht maritim genug? An Deck des historischen Dreimasters „Mare Frisium“ kommt Fernweh auf. Damit hier der Bund der Ehe geschlossen werden kann, muss der Windjammer während der Zeremonie im Hafen verankert sein. Die 52 Meter lange Segelyacht bietet mit zwei Salons jeden Komfort – ebenso wie die Kabinen. (mehr…)
Archiv der Ausgabe 4 | 26. Jahrgang | Winter 2009
- Interview mit Golfprofi Stephan Gandl
- von Alexander Wiesner
Stephan Gandl, Jahrgang 1967, ist einer der bekanntesten deutschen Golfer. Die Leidenschaft für den Sport entwickelte er schon in jungen Jahren, damals war es kein Geringerer als Golflegende Bernhard Langer, der ihn zum Golfen brachte. Von da an nahm Gandl an zahlreichen nationalen und internationalen Turnieren teil. Legendär sind seine Trickshows, bei denen er mit gewagten Abschlägen das Publikum begeistert. Uns verriet er, wie man in solchen Momenten die Ruhe bewahrt, wie man immer in Topform bleibt und wie sich Golfer im Winter betätigen können.
Herr Gandl, Sie sind Trickgolfer, Profi-Coach, Entertainer, Moderator – ein absoluter Allrounder. In welcher Rolle fühlen Sie sich am wohlsten?

Foto: © eventfotografen.com
Als Papa.
Mit waghalsigen Aktionen sorgen Sie bei Ihren Trickgolfshows regelmäßig für erstaunte Gesichter. Was ist in solchen Situationen am wichtigsten, damit nichts schief geht?
Wenn man einen Bewegungsablauf 10 000 Mal wiederholt hat, ist der Prozentsatz extrem hoch, dass es auch beim 10 001. Mal klappt. Außerdem versuche ich, mein Selbstbewusstsein sehr hoch zu halten und negative Gedanken komplett auszublenden.
Seit Sie im Alter von 13 Jahren zum ersten Mal einen Golfschläger in der Hand hielten, lässt Sie der Sport nicht mehr los. Was würden Sie heute tun, wenn Sie Bernhard Langer damals nicht zum Golfen gebracht hätte?
Sport war in meiner Prioritätenliste immer ganz oben. Ich wäre aber auch sehr gerne Tennis- oder Fußballprofi geworden, (mehr…)
Archiv der Ausgabe 4 | 26. Jahrgang | Winter 2009
- Yoga – Ganzheitliches Training für Körper und Seele
- von Gerald Backhaus
Viele haben keine Vorstellung davon, was Yoga eigentlich ist, denken dabei an schwierig aussehende, anstrengende „Verrenkungen“. Dabei ist Yoga eine Philosophie, die helfen soll, Körper, Geist und Seele auszubalancieren und miteinander in Einklang zu bringen.

Yoga-Lehrer Abdul Helal / Foto: nadjahallstrom.com, Abdul Helal
Abdul Helal ist ein „mobiler“ Yoga-Lehrer, er unterhält kein eigenes Studio, sondern unterrichtet an verschiedenen Orten in Deutschland und auch auf Mallorca – und kämpft immer wieder gegen Vorurteile. Zu seinen Kursen in Sportstudios kommen vorwiegend Frauen. Wenn Abdul sich vorher umzieht, werden in der Männerumkleide schon mal Witze über Yoga gerissen. Neulich spotteten zwei darüber, dass man da nur herumsitzen und „Ooohmmmm“ summen würde. Abdul schloss frech eine Wette mit ihnen ab: „Ich komme mit in euren Bauch-Kurs, wenn ihr meinen Yoga-Kurs mitmacht.“ Die Männer gingen darauf ein, kamen und waren nach einer halben Stunde total entsetzt darüber, wie sehr sie schwitzten und an ihre körperlichen Grenzen gerieten. Für viele Menschen, die – oftmals einseitiges – Krafttraining machen, ist Yoga ein perfekter Ausgleich, um ihre Beweglichkeit zu behalten. Gestresste können durch Yoga auch lernen, richtig zu entspannen. Abdul gibt ihnen in seinen Stunden Werkzeuge mit, damit sie auch im Alltag üben können, gelassener zu werden. „Das ist viel wichtiger als die Anzahl der Sonnengruß-Wiederholungen, die man schafft.“
„Wie verarbeitest du Niederschmetterndes?“, lautet die
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Archiv der Ausgabe 4 | 26. Jahrgang | Winter 2009
- Jahr 2010 – Porzellan-Jubiläum in Deutschland                /// ANZEIGE
Kaolin, Feldspat und Quarz – aus dieser Mischung entsteht ein begehrtes Material, das wie kaum ein zweites ein Spiegel europäischer Kultur und Gesellschaft ist: Porzellan. 2010 feiert das „Weiße Gold“ made in Germany sein 300-jähriges Jubiläum.

Wagner & Apel, Elefant; Tafelstern, Essentials; Villeroy & Boch, ViVivo „Lucky U“; Kahla, Five Senses „touch!“, Update „touch!“; Könitz, „Polka Dots“; Tafelstern, Showpieces; Rösler, Alpenglühen / Fotos: Kanjo Také, Verband der Keramischen Industrie e. V.
Anfang des 18. Jahrhunderts gelang dem deutschen Alchemisten Johann Friedrich Böttger am Hof Augusts des Starken erstmals in Europa die Herstellung von weißem Hartporzellan. Bis dahin kannten Europäer nur chinesische Importware, das Geheimnis von deren Herstellung hütete China jedoch streng. 1710 gründete August der Starke in Meissen die erste europäische Porzellan-Manufaktur – der Grundstein für den Siegeszug des Kulturguts in Europa, der maßgeblich von Deutschland ausging (denn bald entstanden auch Manufakturen in Thüringen und Nordbayern), war gelegt.
Jahrzehntelang waren kostbare Service und Zierartikel adeligen Kreisen vorbehalten und dienten vor allem der Sammelleidenschaft von Regenten. Mit dem Aufstieg des Bürgertums wurde Porzellan jedoch auch in nicht-aristokratischen Wohnstuben zum Statussymbol, das man in eigens angefertigten Vitrinen stolz ausstellte und an Kinder und Kindeskinder vererbte. Das Zeitalter der Industrialisierung machte es zum massentauglichen Produkt, Porzellan-Manufakturen bekamen Konkurrenz
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