Archiv der Ausgabe 2 | 25. Jahrgang | Sommer 2008Â
- Die Frau mit dem verrückten Beruf
„Musik war immer meine erste Liebe“, sagt Stardirigentin Simone Young. Bei ihrer Großmutter hatte sie schon mit fünf Jahren auf dem Klavier spielen dürfen – und war verloren: „Ich wollte diesen Klang schaffen!“ Doch die Eltern konnten sich kein eigenes Klavier leisten, und so übte Simone monatelang stumme Tonleitern auf einer Tastatur aus Pappe. Schließlich gaben die Eltern nach und kauften ein uraltes Klavier – eine Investition, die sich auszahlte …

“Wenn wir jetzt nicht reagieren, sind in zwanzig Jahren die Theater leer.” Foto: Reto Klar
Nach einer beispiellosen Weltkarriere ist die 46-jährige Australierin Intendantin und Geschäftsführerin der Hamburgischen Staatsoper sowie Generalmusikdirektorin des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg. Sie arbeitete in Bayreuth und – als erste Dirigentin – mit den Wiener Philharmonikern, war Künstlerische Leiterin der australischen Oper in ihrer Heimatstadt Sydney und hat an allen großen Opern- und Konzertbühnen der Welt Gastspiele gegeben. Und sie hat noch viel vor: „Ich bin vom Alter her jetzt am Beginn der Kernzeit meiner Karriere. Die nächsten zwanzig Jahre sind die, in denen ich von mir selbst erwarte, etwas zu schaffen. Ab jetzt müssen meine Ansprüche immer höher sein als die Ansprüche von draußen.“
Simone Young verlangt viel von sich und von anderen. Natürlich ist sie tough, und sie sagt anderen ihre Meinung, auch wenn es manchmal weh tut: „Die schlimmste Verlogenheit ist für mich, in anderen falsche Hoffnungen zu wecken.“ Sie schätzt das Privileg, Freunde zu haben, deren Rat sie traut, „weil sie nichts als mein Wohl im Sinn haben. Wer sagt mir denn in diesem Haus, dass meine Aufführung nicht gut war? Niemand! Wer beleidigt schon den Boss?“ (mehr…)
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„In Hamburg ist gutes Essen und Trinken hanseatischer Lebensstil“, sagt Sternekoch Christian Rach („Tafelhaus“). „Hamburger sind sehr genussfreudig.“ Das gilt auch für den Wein – denn der hat in Hamburg eine lange Tradition.

Badisches Weinhaus Michael – im Keller lagert von der Sonne verwöhnter Rebensaft
Schon im 13. Jahrhundert segelten Hansekoggen an die französische Atlantikküste, um einen Schatz zu laden: Junge Bordeauxweine in Eichenfässern. Im Volksmund hieß dieser Rotwein bald Rotspon – wahrscheinlich, weil der Wein durch die lange Lagerung den „Span“ des Holzfasses rot gefärbt hatte.
Der Rotspon wird noch immer gern getrunken und gilt als typisch hanseatisches Präsent. Aber durch das „Tor zur Welt“ kamen auch andere edle Tropfen in die Stadt. Heute hat der Weinkenner die Qual der Wahl, so groß ist die Auswahl exzellenter Weinhäuser. Ob einheimische Produkte, Weine aus Übersee, Öko-Weine oder Raritäten – wählen Sie selbst!
Bei Weinlokalen denken Sie an Heurigenseligkeit, Stehgeiger und die „Lustige Reblaus“? Dann lassen Sie sich in den trendigen Weinbars von „Punto Final“ angenehm überraschen. Seit (mehr…)
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- Rügen – Stilvolle Bäderarchitektur, feinsandiger Strand, stille Buchten und viel Insel-Kultur
Wer nach Rügen kommt, erlebt die schönste Abwechslung: weiße Sandstrände, idyllische Buchten, Bodden, Binnenseen, malerische Alleen, schroffe Steilküsten, üppige Buchenwälder. Eingebettet in die Landschaften der Insel sind die glanzvollen, lebendigen Ostseebäder und beschaulichen Dörfchen. Wir waren auf Entdeckungstour zwischen Rügendamm und Kap Arkona, zwischen klingenden Scheunen und dem erfolgreichsten Open-Air-Spektakel Deutschlands.

Foto: skaisbon / PHOTOCASE
Rügens Alleen durchziehen wie farbenprächtige Tunnel große Teile der Landschaft. Das strahlende Weiß der Strände und der Kreide, das leuchtende Gelb und Rot von Raps und Mohn lassen Rügen so einmalig erstrahlen. Die Insulaner und ihre Gäste sind mittendrin in einer Natur, die auf kleinstem Raum die unterschiedlichsten Facetten zeigt. Wie eine andere Welt erscheint das „Steinerne Meer“, die Feuersteinfelder zwischen Mukran und Prora. Und auf der kleinen Insel Vilm, gelegen vor Lauterbach im Greifswalder Bodden, ist die Natur seit Jahrhunderten fast völlig unberührt.
Die Küste ist durch zahlreiche Meeresbuchten (Bodden oder Wieken), vorspringende Halbinseln und Landzungen stark zergliedert. Um die einzigartige Natur auf der Insel zu erhalten, wird sie besonders geschützt. In den zwei Nationalparks, Jasmund und Vorpommersche Boddenlandschaft, sowie dem Biosphärenreservat Südost-Rügen lässt man Natur einfach Natur sein.
Die neue Brücke über den zwei Kilometer breiten Strelasund hat den Weg auf die fast 1.000 Quadratkilometer große Insel schneller und (mehr…)
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Nicht nur für die Erwachsenen hat Sylt allerhand zu bieten: Auch Kinder kommen hier voll auf ihre Kosten. Sylt besitzt mit seinem feinkörnigen, fast 40 Kilometer langen Strand nicht nur „die größte Sandkiste der Welt“, sondern lockt auch mit vielen Ausflugszielen und Aktivitäten. Hier einige Tipps für alle kleinen Urlauber…

Auf große Fahrt können kleine Piraten am Lister Hafen gehen. Text und Fotos: Frank Deppe
Familien, die einmal die Welt unter Wasser kennen lernen möchten, sind im Sylt Aquarium in Westerland genau richtig. Hier schwimmen etwa 150 verschiedene Fischarten aus der Nordsee und aus tropischen Meeren. Über 2.000 Fische tummeln sich zwischen Korallen und Felsen, darunter Haie, Rochen und Clownfische. Der Clou: Zwei gläserne Tunnel laden zu einem „Spaziergang unter Wasser“ ein, bei dem man die Fische einmal von unten betrachten kann.
Ein Paradies für alle Wasserratten ist das Westerländer Freizeitbad „Sylter Welle“. Dort kann man rund ums Jahr fast wie im Meer baden – in einem großen, mit Nordseewasser gefüllten Becken sorgt eine Wellenmaschine für Ebbe und Flut. Außerdem gibt es (mehr…)
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Den 819. Geburtstag des Hamburger Hafens …

 Axel Maßmann (links) von Hauck & Aufhäuser Privatbankiers im Gespräch auf der „Mercedes“
… hat das Privatbankhaus Hauck & Aufhäuser zum Anlass genommen, Kunden und Freunde des Hauses aus ganz Deutschland zu einer stimmungsvollen Elbfahrt einzuladen. Michael Schramm, persönlich haftender Gesellschafter, und Volker Schwarz, Leiter der Niederlassung Hamburg, empfingen ihre Gäste auf der „Mercedes“, einer luxuriösen Brigg mit einer maximalen Segelfläche von 900 Quadratmetern auf 18 Segeln. In ihren Grußworten wiesen die beiden Privatbankiers auf die tiefe Verbindung zwischen Hamburgs traditioneller Stärke als Bankenplatz und der Geschichte des Hamburger Hafens hin. Die gemeinsame Schifffahrt führte zunächst vorbei an Elbphilharmonie und Hafencity, weiter auf die Elbe und (mehr…)