Archiv der Ausgabe 4 | 24. Jahrgang | Winter 2007  Â
- Hotelspaziergang in Hamburg
Was kann eine Hamburgerin dazu animieren, einen Hotelspaziergang durch die Nobelunterkünfte der eigenen Stadt zu unternehmen? Um dort selbst zu wohnen? Eher nicht, es sei denn, die Wohnung brennt – bitte nicht! Im Winter fällt die Heizung aus – bloß nicht! Aber wie wäre ein Kuschel-Verwöhn-Wochenende mit der oder dem Liebsten mit Rundum-Verwöhnprogramm in einem der folgenden Hotels? Herrlich! Grund genug, mich eine Woche lang in einigen Nobelherbergen umzusehen.

Das euro-asiatische Gourmet-restaurant „Calla“ im Steigenberger Hotel Hamburg
Zuerst führte mich mein Spaziergang in das „Mövenpick Hotel Hamburg“, das erst im Sommer eröffnet worden ist. Ein Wasserturm aus dem 19. Jahrhundert, umgebaut zu einem Vier-Sterne-Plus-Design-Hotel. Es liegt im grünen Schanzenpark, mitten im pulsierenden Szeneviertel der „Schanze“. Ungewöhnlich das EntrĂ©e des Hotels: Über ein 25 Meter langes Rollband gelangt man von der Straße in einem Tunnel zur Rezeption und Lobby. Wassergeräusche, ein fernes Nebelhorn und Lichtreflexionen schaffen eine faszinierende Atmosphäre. Alle 226 Zimmer im achteckigen Turm begeistern mit herrlichen Ausblicken auf die Stadt. Atemberaubend ist auch die Aussicht aus den Turmsuiten. (mehr…)
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- Hamburgs Weltklasse-Pianist Sebastian Knauer
Was haben Hannelore Elsner, Martina Gedeck und Gudrun Landgrebe außer der Schau spielerei gemeinsam? Alle drei vereint, dass sie mit dem Hamburger Ausnahme-Pianisten Sebastian Knauer auftreten. „Mir ist es sehr wichtig, Klassische Musik auch einem jüngeren Publikum näherzubringen“, sagt der 36-Jährige. Er möchte etwas gegen das Image des unnahbaren Klassik-Musikers tun. Um selbst gar nicht erst in diese Schublade gesteckt zu werden, macht er Musik-Projekte unter dem Motto „Wort trifft Musik“ mit den drei Schauspielerinnen. Mit der Mischung aus Musik und Sprachkunst möchte er ein größeres Publikum für Klassische Musik begeistern, „ohne vom hohen Niveau abzuweichen.“

Foto: Stefan Knauer
Sebastian Knauers jüngste CD mit Werken von Franz Schubert ist ein internationaler Erfolg. Darauf ist die weltweit erste Einspielung der „Sonate OubliĂ©e“ D 916 B zu hören, eine Kombination unveröffentlichter Sätze aus dem Jahr 1827. Als die CD bei Berlin Classics erschien, überschlugen sich die Kritiker mit Lob. „Anschlagsnobel und hochmusikalisch“ hieß es im Kölner Stadtanzeiger, „Schubert in gereifter Form“ vermeldete n-tv, und von einem „glänzenden Rohdiamanten“ sprach das Rondo Magazin.
Die erst 1978 entdeckten Klavierstücke wurden von Jörg Demus und Roland Sölder zu einer kompletten Sonate zusammengefügt und damit zu einem weiteren großen Schubertwerk aus dem letzten Lebensjahr des Komponisten wiederbelebt. Außerdem sind das Adagio und Rondo Concertante D 487 auf der CD zu hören – in der Originalbesetzung ein Klavierquartett, hier aber in einer von Sebastian Knauer selbst erstellten Fassung für Klavier und Streichorchester.
Seine Großmutter war Wienerin, ansonsten ist Sebastian Knauer aber durch und durch Hamburger. Was seine Musikalität angeht, fiel der Apfel nicht weit vom Stamm: Der Pianist stammt aus einer musikalischen (mehr…)
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- An der Elbe geht’s englisch, an der Spree französisch zu
Savoir vivre und die feine englische Art
Wenn’s in London regnet, dann spannt der Hamburger seinen Regenschirm auf, sagt man an der Elbe. Und in Berlin soll jeder nach seiner Fasson selig werden – am besten auf französische Art!
Die Gentlemen bitten zur Kasse

An der Elbe geht’s englisch, an der Spree französisch zu; Foto: haiefan / pixelio.de
Understatement wird in Hamburg groß geschrieben. Hier zeigt man nicht, was man hat: Man weiß es. So wirkt mancher alteingesessene Banker oder Kaufmann in abgewetzten Cordhosen, Tweedjackett und Burberry-Jacke, als käme er gerade von der Jagd im schottischen Hochmoor und nicht von der Elbchaussee. Und auch die Ladies mit ihren Perlenketten, Twinsets und vernünftigen Schuhen, die bei Crabtree & Evelyn shoppen und sich zur Teatime in Lühmann’s Teestube treffen, würden beim britischen Hochadel eine gute Figur machen.
Die guten politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Hamburg und Großbritannien reichen bis ins Jahr 1266, als König Heinrich III. den Hansestädten das Recht gewährte, mit (mehr…)
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- Ausstellung „24 h Jonathan Meese fotografiert von Peter Hönnemann” Â
Es kommt selten vor, dass sich zwei Künstler aus unterschiedlichen Metiers treffen, sich auf Anhieb verstehen, miteinander arbeiten wollen, sich ergänzen und eine Symbiose bilden, aus der etwas Einzigartiges entsteht. Jonathan Meese und Peter Hönnemann ist das passiert. Gemeinsam haben sie in drei 24-stündigen Fotosessions einen Fotozyklus geschaffen, der Ende Dezember im Museum für Kunst und Gewerbe zu sehen sein wird.
Wahrhaftige Momente, festgehalten in Fotografien

Foto: Peter Hönnemann, Jonathan Meese
Der 47-jährige Peter Hönnemann, der seit 1985 professionell fotografiert, hat sich in der Auftragsfotografie einen großen Namen gemacht. Nachdem er zu Beginn seiner Karriere im Ausland viel für Designer und Modezeitschriften gearbeitet hat, kehrte er in den neunziger Jahren nach Hamburg zurück, um sich hier vermehrt der Porträtfotografie zu widmen. Weder versteckt er sich hinter seiner Kamera, noch versucht er, seine eigenen Vorstellungen oder die des Porträtierten von sich selbst abzubilden. Er möchte „wahrhaftige Momente“ festhalten und strebt nach Bildern, in denen Inszenierung und Authentizität zu einer Einheit verschmelzen, so geschehen bei dem aktuellen Projekt mit Jonathan Meese.
Zur Person
Peter Hönnemann, geboren 1960 in Hamburg, absolvierte eine Ausbildung zum Hotelkaufmann und ein BWl-Studium. Als profifotograf arbeitet er seit Mitte der achtziger Jahre. Er lebte in Mailand und startete seine karriere mit Aufträgen für Zeitschriften wie „Vanity Fair“ und „Männer-Vogue“. Danach ging er für mehrere Jahre nach Paris und New York, wo er u. a. für Modedesigner wie Nicole Farhi, Valentino und Dior sowie für das Modemagazin „Marie Claire“ und die italienische Ausgabe der „Vogue“ fotografierte. 1999 hat er sein (mehr…)
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- Für manchen Gast bleibt der Sylt-Urlaub ein Leben lang unvergesslich
Jedes Jahr laufen mehr als 500 Brautpaare
auf der Insel in den Hafen der Ehe ein – Tendenz steigend.
Neben dem besonderen Flair des Eilands verzaubern dabei attraktive Trauungsorte den schönsten Tag des Lebens: Im vergangenen Jahr stiegen 168 Paare zur Heirat auf den Hörnumer Leuchtturm, 61 gaben sich in einem der Keitumer Museen das Ja-Wort, 18 auf den Planken eines Kutters vor List.

Foto: Jochen Czech / PIXELIO
Die Brautpaare kommen aus dem gesamten Bundesgebiet und bisweilen sogar aus dem Ausland, etwa aus Österreich, der Schweiz und England. Gabriele Bastians, Leiterin des Standesamtes Sylt, und ihre Kolleginnen haben da alle Hände voll zu tun: „August, September und Oktober, das sind bei uns die stärksten Monate”, berichtet sie. Viele Brautpaare verbindet eine langjährige Beziehung zu Sylt, für einige Wenige ist das Eiland jedoch nur Mittel zum Zweck: „Wir hatten auch schon Paare, die auf der Durchreise zum Urlaub in Skandinavien waren und hier nur einen kurzen Zwischenstopp für die Heirat eingelegt haben.” (mehr…)