Archiv der Ausgabe 1 | 24. Jahrgang | Frühjahr 2007Â Â
- Weltklasse-Pianist Joja Wendt in Hamburg
Joja Wendt hält nichts von gekünstelter Zurückhaltung und affektierter Vornehmheit. Wer bei seinen Klavierkonzerten einen verknöcherten, langweiligen Musiker erwartet, wird überrascht: Joja möchte seinem Publikum nahe sein, es mitreißen und begeistern. Journalisten und auch das Publikum begrüßt er gern mit „Hallo, ich bin der Joja“ und erobert die Herzen seiner Zuhörer charmant und mit feinem Witz.
Dabei hätte er allen Grund zur Eitelkeit: Mit vier Jahren beginnt der Sohn einer Opernsängerin mit dem „Lautmalen am Klavier“, mit 18 ist der gebürtige Hamburger schon so gut, dass er im berühmten Hamburger Blues-Club „Sperl“ neben den alten Hasen auftreten darf – und diese Reifeprüfung besteht. Ob Klassik, Jazz, Boogie-Woogie oder Ragtime – er liebt und beherrscht alle Stile und er liebt vor allem das Klavier, denn: „Von außen sieht so ein Piano harmlos aus – aber innen, da steckt eine große Kraft.“
Nach einem Klavierstudium am Konservatorium Hilversum und an der Manhattan School of Music in New York erobert er zuerst die hiesigen Bühnen im Sturm und wird bald auch international bekannt.
Seine erste CD „The Art Of Boogie-Woogie“ (1991) wird in London produziert und aufgenommen. Bald folgen Auftritte mit Jerry Lee Lewis und Chuck Berry. Seine zweite CD „Cooking“ und die dritte CD „Live“ werden in seiner Heimatstadt Hamburg produziert. Joe Cocker lernt den jungen Künstler im „Sperl“ kennen und engagiert ihn vom Fleck weg für sein Vorprogramm. 1996 gibt Joja sein erstes Konzert in der Musikhalle in Hamburg – nach kurzer Zeit ist es ausverkauft. CD-Aufnahmen in Los Angeles, Auftritte beim Montreux Jazz Festival und beim Jazz Festival in Paris folgen. Im Jahr 2000 erhält er den renommierten Louis-Armstrong-Preis, zwei Jahre später nimmt ihn das Traditionshaus Steinway & Sons in die Liste der „Steinway Artists“ auf, eine Auszeichnung, die nur wenigen Künstlern zuteil wird.
Die Aufzählung seiner Erfolge könnte noch lange weitergehen, aber das ist Joja nicht wichtig. Er lebt und spielt nach der Maxime „Klavierspielen muss Spaß machen“, er flirtet mit seinem Publikum, bezieht es mit ein, unterhält mit amüsanten Anekdoten (mehr…)
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- Nach T.R.U.D.E. und PLAZA punktet nun das neue Restaurant im Rathaus
Mit leichter, innovativer und bezahlbarer deutscher Küche sorgen die Hamburger Gastronomen Klaus Hübsch, seine Frau Gudrun und Partner Peter Köpke für frischen Wind in der Restaurantszene an der Elbe. Nun ist ihnen mit dem „Parlament“ – dem Nachfolger des traditionsreichen Ratsweinkellers – ein neuer Coup geglückt.

„Parlament“
Im Keller des Rathauses ist in drei Monaten Umbauzeit ein echtes Juwel entstanden. Ein einzigartiges Lichtkonzept, helle Möbel und ein langer Bar-Tresen gehen mit den alten Fresken, der ungewöhnlichen Gewölbedecke und den imposanten Säulen eine gelungene Symbiose aus Tradition und Moderne ein. 650 Gäste finden hier Platz, im Innenhof des Rathauses und auf dem Rathausplatz sollen im Sommer noch jeweils 200 Außenplätze dazukommen.
In der wohl modernsten Küche Hamburgs sorgt eine 25-köpfige Crew um die beiden Chefs Jörg Ludwig („Frankfurter Haus“, „Sansibar“) und Holger Lerch („T.R.U.D.E.“, „Curio-Haus“) dafür, dass die Gäste auch kulinarisch auf ihre Kosten kommen. Der Schwerpunkt liegt dabei (mehr…)
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- Schönes, Spannendes und Spektakuläres: Kreuzfahrer unterwegs
Der freie Blick über die offene See, erlesener Komfort, interessante Landgänge, Romantik, Stil und das Gefühl von Luxus – der Kreuzfahrtmarkt ist seit Jahren weltweit eine der am stärksten wachsenden Touristiksparten. Im vergangenen Jahr seien erstmals mehr als eine Million Passagiere begrüßt worden, sagte Michael Thamm vom Deutschen Reiseverband (DRV) auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) im März in Berlin.

Foto: Hapag-Lloyd
Im Jahr 2006 reisten 705.000 Urlauber auf Hochseekurs, bei Flusskreuzfahrten etwa 310.000. Das geht aus der DRV-Branchenanalyse „Der Kreuzfahrtenmarkt Deutschland 2006“ hervor. Für die Studie wurden 14 nationale und 23 internationale Anbieter von Hochsee- sowie 22 Anbieter von Flusskreuzfahrten befragt. Hauptreiseziele waren das Mittelmeer, die nordischen Länder und die Karibik. Voller Optimismus blickt die Branche auf das Urlaubsjahr 2007. „Wir erwarten ein zehnprozentiges Wachstum“, sagte Michael Thamm, Vorsitzender des DRV-Ausschusses Schifffahrt und Präsident von AIDA Cruises.
Während die Marke Aida Kreuzfahrten auch für Durchschnittsverdiener erschwinglich macht, gibt es im Segment der Luxus-Kreuzfahrten Angebote, die längst Klassiker sind, sowie spezielle Reisen für Zielgruppen mit besonderen Interessen. Das Attribut „abenteuerlich“ tragen Kreuzfahrten, bei denen der Landgang im Schlauchboot stattfindet und der Guide eine wissenschaftliche Ausbildung hat. Expeditionskreuzfahrten führen über die Flussläufe in Asien und Südamerika, zu den Gletschern in Alaska, den Vulkaninseln in Neuguinea oder zu den fantastischen Landschaften der Pole. Zwei deutsche Schiffe setzen hier Maßstäbe: die MS HANSEATIC und die MS BREMEN der Hapag-Lloyd. (mehr…)
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- Sylt – die Schönheit in der Nordsee
Die Insel und die Prominenz – die gehören zusammen wie der Strand und das Meer. Und das nicht erst seit gestern: Schon seit hundert Jahren kommt hierher, was Rang und Namen hat. Es waren vor allem bekannte Maler und Literaten, die einst den legendären Ruf der Insel begründeten. Zum Beispiel der Schriftsteller und Nobelpreisträger Thomas Mann, der 1927 im Kampener Haus „Kliffende“ logierte und ins Gästebuch schrieb: „An diesem erschütternden Meere habe ich tief gelebt.“
Literat Gerhart Hauptmann trank auf Sylt mit dem ehemaligen deutschen Außenminister Walter Rathenau Brüderschaft und berichtete daheim beeindruckt von den Lister Wanderdünen: „Es ist hier wie auf den Gletschern eines Hochgebirges! Diese Einheit von Schneebergen und weitem Meer schafft einen Anblick von solch erhabenem Geiste, dass mir ist, als habe ich in der Natur nie Ähnliches gesehen.“ Auch Thomas Mann zeigte sich von „diesem merkwürdigen Naturphänomen“ beeindruckt: „Man muss sich die Lister Wanderdünen verfünffacht denken, dann glaubt man in der Sahara zu sein.“ (mehr…)
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- Der große Ball der Hamburger Medien begeisterte durch wiedergewonnenen Glanz
In seiner 58. Auflage knüpfte der Hamburger Presseball an den Glanz früherer Zeiten an. Am 20. Januar feierten rund 700 Ballgäste im„Hotel Atlantic“ diesen Medien-Event mit viel Prominenz aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Showbiz.

Rund 700 Besucher feierten im Ballsaal des „Hotel Atlantic“ bis in die frühen Morgenstunden
Die Gastgeber, seit 2004 Jürgen Heuer vom NDR, Vorsitzender der Landespressekonferenz (LPK) und Karsten Lüchow, Vorsitzender der Stiftung der Hamburger Presse, setzen auf das bewährte Rezept eines klassischen Balles in den Sälen des Kempinski Hotels Atlantic. „Der Abend war ein voller Erfolg, und Spaß gemacht hat es auch“, bedankte sich Lüchow bei dem Veranstalter der Event-Agentur „Delphis Dialog“, der bereits zum vierten Mal mit der Ballorganisation betraut war.
Die zahlreichen Prominenten, darunter die Politiker Ole von Beust, Henning Voscherau, Krista Sager, Christa Götsch, die Fernsehschaffenden Tom Buhrow, Caroline Hamann, (mehr…)