Archiv der Ausgabe 4 | 23. Jahrgang | Winter 2006Â
- Das Bucerius Kunst Forum zeigt eine spannende Ausstellung über den schönsten Mythos Ägyptens
Herrscherin, Göttin und Femme fatale: Seit über zweitausend Jahren fasziniert die ägyptische Königin Kleopatra VII. Maler, Literaten, Musiker und Regisseure. Doch stimmt unser Bild von der schönen Pharaonin, die den mächtigsten Männern ihrer Zeit den Kopf verdrehte? Wer war Kleopatra wirklich?

Kleopatra, Hans Makart
Foto: Staatsgalerie Stuttgart
Dieser Frage geht die neue Ausstellung im eleganten Bucerius Kunst Forum nach und lenkt so den Blick von der schillernden Kultfigur auf die historische Persönlichkeit. Schöner Stein des Anstoßes ist dabei eine der berühmtesten antiken Statuen, die sogenannte Venus vom Esquilin, die als Leihgabe der (mehr…)
Archiv der Ausgabe 4 | 23. Jahrgang | Winter 2006Â
- Ein unangepasstes Multitalent: Schauspielerin und Sängerin Anna Loos
„Silly ist wie meine Heimat, musikalisch und menschlich“, sagt die Schauspielerin und Sängerin Anna Loos, die seit November als neue Frontfrau der Kult-Band gefeiert wird. Sie singt die Lieder von Tamara Danz, die 1996 an Krebs starb. Die Rocklady der DDR wurde oft als „Tina Turner des Ostens“ bezeichnet und war doch in jedem Augenblick ihres 43-jährigen Lebens Tamara Danz.
Einmal mehr beweist das Multitalent Anna Loos mit einer gehörigen Portion Mut ihre Vielseitigkeit.

Foto: derdehmel.de
Anna Loos wurde 1970 in Brandenburg/Havel geboren, frühzeitig nahm sie Unterricht in klassischem Gesang. 18- jährig floh sie in den Westen, besuchte in Hamburg das Gymnasium und setzte ihre Gesangsausbildung fort. Im Anschluss tourte sie mit verschiedenen Bands bis nach Kanada. 1993 stellte sie ihr komödiantisches Talent im Hamburger Schmidt-Theater unter Beweis und wirbelte ein Jahr später in „Grease“ über die Bühne des Imperialtheaters der Hansestadt. Dem folgte der Sprung ins Fernsehen. Von 1997 bis 2000 begeisterte sie als Kriposekretärin Lissy Pütz im WDR-Tatort ein Millionenpublikum. In zahlreichen Filmen ist Anna Loos nicht nur als Darstellerin zu sehen, sondern auch in den Titel- beziehungsweise Filmsongs zu hören.
Im Jahr 2000 wurde Anna Loos mit dem Darstellerpreis des Fernsehfilmfestivals Baden-Baden für „Halt mich fest“ ausgezeichnet. Im selben Jahr erhielt sie den New Faces Award für ihre Rolle im Kinofilm „Anatomie“.
Als Sally Bowles eroberte sie 2004/2005 in „Cabaret“ die Herzen (mehr…)
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- Die erste „Nacht der Jugend“
Mit der ersten „Nacht der Jugend“ am 9. November ging die Hamburgische Bürgerschaft einen neuen Weg des Gedenkens an die Reichspogromnacht von 1938 und gegen das Vergessen für eine chancengleiche Zukunft aller. Über 2 200 Besucher würdigten das kulturelle Engagement der 350 Akteure aus der Musik-, Tanz- und Schauspielbranche sowie diverser Zeitzeugen. Gemeinsames Ziel war es, eine Brücke zwischen Alltag und Vergangenheit zu bauen und dabei den Stern der Erinnerung für eine bessere Zukunft leuchten lassen.

Die erste Nacht der Jugend in Hamburg – ein voller Erfolg.
Die „Nacht der Jugend“ ist der Versuch, etwas völlig anderes zu machen. Wir wollten Jugendliche in einer neuen, frischen Form an das Thema heranführen und sie gleichzeitig ermuntern, sich gegen Fremdenfeindlichkeit, Intoleranz und Gewalt zu engagieren. Das ist gelungen“, sagte Bürgerschaftspräsident Berndt Röder nach dem Abend und kündigte an, das Konzept weiter zu verfolgen. Nicht zuletzt deswegen ruft er gemeinsam mit der Ströer AG die Jugendlichen auf, sich an einem Plakatwettbewerb zu beteiligen und der ersten „Nacht der Jugend“ ein Gesicht zu geben. Unter dem Motto „Andersartig – mir doch nicht egal – eine Initiative für uns“ sollen Jugendliche dazu motiviert werden, ihr persönliches Statement für ein besseres Miteinander in Form eines Plakatentwurfs (Collage, Graffiti, Bild oder Text) zu entwerfen und einzureichen. Noch bis zum 19. Januar 2007 können die Plakatentwürfe, denen wenig später das Rathaus eine Ausstellung widmet, bei der Hamburgischen Bürgerschaft eingereicht werden. Im Anschluss an die Aktion wird das „Siegerplakat“ durch den Kooperationspartner Ströer AG auf Litfaßsäulen und Plakatwänden der Stadt präsentiert. (mehr…)
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- Gerda Rose-Guddusch – Zeugenbetreuerin am Hamburger Landgericht
Wer vor Gericht als Zeuge aussagen muss, der hat oft Angst – davor, dass ihm das Gericht nicht glaubt, Angst vor einer Begegnung mit dem Täter, Angst vor Rache. Die Gründe sind vielfältig, doch es gibt Hilfe.
Als Zeuge vor Gericht erscheinen zu müssen, ist für niemanden angenehm. Endloses Warten in grauen Korridoren – und dann die Angst: Stehe ich das durch? Was viele nicht wissen: Jeder Zeuge, egal ob „nur“ Tatzeuge oder Opfer einer Straftat, hat das Recht auf einen Zeugenbeistand, der ihn auch in den Gerichtssaal begleiten darf. Professionelle Hilfe bietet in Hamburg seit 1994 die Zeugenbetreuung am Landgericht an. Wer den Weg in das gemütliche Zimmer 270 des Strafjustizgebäudes am Sievekingplatz findet, der ist bei Gerda Rose-Guddusch in besten Händen. Die energische 55-Jährige, die von sich selbst sagt, dass sie immer das Unmögliche will, ist eine streitbare Kämpferin für die Rechte ihrer Klienten, deren Ängste in einer männlich dominierten Gerichtswelt oft nicht ernst genommen werden. (mehr…)
Archiv der Ausgabe 4 | 23. Jahrgang | Winter 2006Â
- Anreize für Aktivurlauber
Abschalten, auftanken, neue Kräfte sammeln: Sylt macht fit. Gerade auch im Winter. Kenner schwören auf jene Zeit, in der sich der herbe Charme der Nordseeinsel erst richtig entfaltet. Und damit liegen sie richtig. Denn in der kalten Jahreszeit wirkt das gesunde Reizklima – die Verbindung von Temperatur, Wind und UV-Strahlung – besonders intensiv. Atmen Sie auf: Der Seewind ist mit Spurenstoffen wie Jod durchsetzt, die Luft sauberer als auf dem industriegeplagten Festland. Nicht von ungefähr wurde auf der Insel daher schon vor Jahren der touristische Slogan geprägt: “Sylter Luft ist wie Champagner.” Denn während ein Kubikzentimeter Luft am Sylter Strand nur vereinzelte Staubpartikel enthält, sind es auf dem nahen Festland bereits einige Hundert und in Ballungszentren gar mehrere Tausend. Das rührt zum einen daher, dass es auf Sylt an Industrie fehlt, zum anderen daher, dass der Wind vom offenen Meer reine Luftmassen mit sich bringt.

Sylt bietet ideale Voraussetzungen für den Gesundheitsurlaub“, konstatiert denn auch das Institut für medizinische Klimatologie in Kiel. Für Urlauber empfehlen sich ausgiebige Spaziergänge am Flutsaum, die bei Bronchitis, Akne, Ekzemen und Schuppenflechte lindernd wirken. Denn an der Brandungszone wird die Luft mit zerstäubtem Meerwasser durchtränkt, das eingeatmet wird und sich zudem als zarter Film auf die Haut legt. Zur körperlichen Abhärtung und Steigerung der Leistungsfähigkeit tragen Wanderungen bei – das Spektrum reicht vom ruhigen Spaziergang an der Wattseite bis zum anstrengenden Marsch an der Westküste. (mehr…)