ZWISCHEN HIMMEL UND ERDE
Archiv der Ausgabe 3 | 3. Jahrgang | Sommer 2007
- Ben Beckers kraftvolle „Bibel-Symphonie“
Er mag das Sanfte und das Wilde, Höhen und Tiefen, Überirdisches und Abgründe. – Ein Mann, dem man vieles zutraut und der sich so intensiv in Gefühle hineinbegeben kann, dass es gleichzeitig fasziniert und schockiert. Es sind die Gegensätze und die tiefgründige Auseinandersetzung mit Widersprüchen, die ihn anziehen und inspirieren, und die kreativen Neuschöpfungen Raum geben. – Raum für eine gewagte und gewaltige Performance.
Jürgen H. Blunck (Herausgeber) und Antje Naumann (Chefredakteurin) im Gespräch mit Ben BeckerFotos: Oliver Wia
Das Multitalent Ben Becker hat sich einen Wunsch erfüllt und geht mit dem „Buch der Bücher“ auf Tournee. „Die Bibel – Eine gesprochene Symphonie“ ist eine Eigenproduktion des Schauspielers und Sängers Becker mit einer Auswahl an wortgewaltigen Geschichten und BibelPassagen, getragen von der ungeheuren Kraft seiner Stimme. Entstanden ist dabei eine beeindruckende Symbiose aus Wo rt und Klang, eine Art persönliche Bibel mit Texten aus dem Alten und dem Neuen Testament, die von neu bearbeiteten Musikstücken machtvoll in Szene gesetzt werden. Begleitet wird Ben Becker von einem 75-köpfigen Team, bestehend aus seiner Zero Tolerance Band, dem Deutschen Filmorchester Babelsberg, einem Gospel Chor und Videoanimateuren. Mehr als 3 000 Zuschauer werden am 12. Oktober im Berliner Tempodrom die Uraufführung in einer opulenten Bühnenshow erleben, mit spirituellen Klassikern von Johnny Cash, Dolly Parton und Elvis Presley und neu komponierten klassischen Werken. Bislang ist ein Folgetermin geplant.
Zwei Jahre lang hat sich der 42-Jährige intensiv mit der Bibel auseinander gesetzt – „… für mich das Vehementeste, dass mir je begegnet ist.“, so Becker. – Anfangs von seinen engsten Freunden skeptisch bis ungläubig infrage gestellt – anschließend mit großer Unterstützung und mit fachkundigem theologischem Beistand. „Dieser Theologe kam mich dann besuchen, immer wieder und wir saßen nächtelang am Küchentisch und sind die Bibel durchgegangen …“, erzählt der Mann mit der markanten Stimme. „Gott ist für mich überall, das gesamte ‚Sein’, das uns umgibt. Die Bibel ist ein existenzielles, reales Buch, das mich bewegt. Denn alles, was wir erleben, steht da schon drin, man erkennt sich als Teil des ‚Großen Ganzen’ wieder. – Aber nein, Sie werden jetzt ganz sicher nicht von mir hören, dass ich bekehrt worden bin!“, schmunzelt Ben Becker. „Doch es gibt da eine Größe, die ich vorher so nicht gekannt habe und diese Größe ist Gott!“ an, jhb
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