Volljährig!
Archiv der Ausgabe 4 | 3. Jahrgang | Winter 2008
- 18. FilmFestival Cottbus – Festival des osteuropäischen Films
Zelluloid lag in der Luft … das 18. FilmFestival Cottbus bot vom 11. bis zum 16. November einen umfassenden Überblick über das aktuelle Filmschaffen aus ganz Osteuropa. Das erwachsen gewordene Festival präsentierte 136 Filme aus 36 Ländern und lockte rund 500 Fachgäste aus der ganzen Welt in die Lausitz. Das Festival unterstrich damit einmal mehr seine Bedeutung als einzigartiges Forum des aktuellen mittel- und osteuropäischen Filmschaffens und „wichtigster Treffpunkt der osteuropäischen Filmszene“, wie Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier in seiner Eröffnungsrede betonte.
Foto: pool production gmbh / Thomas GoetheMit rekordverdächtig vollen Kinosälen feierte das bedeutendste Cottbuser Kulturereignis seine Volljährigkeit. 17 300 Festivalbesucher nahmen das umfangreiche Angebot aus Filmvorstellungen, Konzerten, Lesungen und Ausstellungen wahr.
Neben den internationalen Wettbewerben für Spielfilm und Kurzspielfilm sowie einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm mit Filmtalks, Ausstellungen, Lesungen und Konzerten gab es in diesem Jahr zwei Schwerpunkte: „Neues Kino aus dem Baltikum“ führte Filmschaffende aus den drei baltischen Ländern Estland, Lettland und Litauen sowie allen weiteren Ostseeanrainern zusammen. Einen filmhistorischen Akzent setzte die Retrospektive „1968 – Prager Frühling und die Folgen“, die sich der bis heute fortwirkenden zeitgeschichtlichen Zäsur widmete. Gezeigt wurden Dokumentarkurzfilme, die tschechische Regisseure vom April und August 1968 drehten.
Um dem Erstarken Russlands als eines der bedeutendsten Länder für Filmproduktionen in Osteuropa Rechnung zu tragen, wurde erstmals ein „Russischer Tag“ ins Programm genommen. In programmbegleitenden Branchentreffen wurden Perspektiven der deutsch-russischen Kooperation ausgelotet, womit sich Cottbus als künftige Plattform für den Dialog zwischen beiden Ländern profilierte.
Der Hauptpreis der Internationalen Festivaljury ging in diesem Jahr an die russisch-bulgarische Koproduktion „Gefangen“ von Alexej Utschitel.
Sergej Dwortsewoj aus Russland erhielt für „Tulpan“ den Spezialpreis für die beste Regie. Den Spezialpreis für eine herausragende künstlerische Einzelleistung nahm der polnische Regisseur Michal Rosa für das Drehbuch seines Films „Der Riss“ entgegen.
Vom 10. bis zum 15. November 2009 erwartet Cottbus Filmschaffende und Kinofreunde zum 19. Festival des osteuropäischen Films.






















