See-Haus und Luxuswohnung
Archiv der Ausgabe 3 | 3. Jahrgang | Herbst 2008
Ob im futuristischen See-Haus auf dem Gräbendorfer See oder im liebevoll sanierten Bahnhof: Brandenburg bietet Individualisten mannigfaltige Möglichkeiten, sich ihren Traum vom Wohnen jenseits des Alltäglichen zu erfüllen. Das ist mehr als ein Trend. Das ist gebaute individuelle Lebensqualität.
Foto: TMB-Fotoarchiv/IhlowDabei entspringt ein ganz besonderer Reiz oft den natürlichen Gegebenheiten Brandenburgs, denn Seen, Flüsse und Kanäle gehören zum Landschaftsbild der Mark. Und manchmal hilft auch der Mensch nach. So werden im Lausitzer Seenland nach und nach die Kohlegruben geflutet, und auf dem Wasser entstehen schwimmende Häuser, die auf tonnenschweren Schwimmpontons stehen.Eine Hommage an die Vorfahren sind Wohnungen in Guts- und Herrenhäusern oder Fachwerkbauten. »Gebäude der Zukunft« überzeugen mit neuen Konzepten, Materialien und Facetten, um schadstofffrei und energieeffizient zu leben.
Ganz oben auf der Wohn-Wunschliste vieler Brandenburger steht die Landeshauptstadt. Auch Neu-Brandenburger favorisieren Potsdam bei der Wohnungsund Haussuche. Warum das so ist? Wir fragten einen, der es wissen muss: Ministerpräsident Matthias Platzeck.
Wir erklären Sie sich den Reiz des Wohnungsmarktes der Landeshauptstadt für Neu-Potsdamer?
Als gebürtiger Potsdamer kann ich dazu nur sagen: Wo es wirklich schön ist, wollen viele Menschen leben. Und die Nachfrage nach Wohnraum in Potsdam wird auch künftig sicherlich groß sein. Dafür gibt es gute Gründe:Nirgendwo in Ostdeutschland sind die Lebensbedingungen günstiger als in unserer Landeshauptstadt. Hier bündelt sich Geschichte, die man dem Stadtbild ansieht, lebendige Tradition und eine intakte Umwelt mit unglaublich vielen Erholungsmöglichkeiten am Wasser. Hier hat sich die bundesweit beste Kinderbetreuung entfaltet und wir haben eine der höchsten Beschäftigungsquoten in den neuen Bundesländern. All das hält hier Geborene und zieht Neubürger an.
Wohin geht der Trend? Zu Luxuswohnungen oder einfachem Wohnen?
So einfach lassen sich Trends nicht definieren, schon gar nicht sollten wir die Immobilienwelt schwarz oder weiß malen, wo Potsdam vor allem durch viel Buntes lebt. Es gibt und es wird immer ein differenziertes Angebot an Wohneigentum und Mietobjekten geben. Gerade in Potsdam.
Welche Rolle spielt künftig das genossenschaftliche Wohnen in Potsdam?
Schwimmende Häuser in der Lausitzer Seenlandschaft als Teil einer Ferienhausanlage.Tatsächlich ist das genossenschaftliche Wohnen eine Alternative zur Mietwohnung oder dem eigenen Häuschen oder Appartement. Wohnen ist für viele mehr, als nur ein Dach über dem Kopf zu haben. Gerade in einer Zeit starker gesellschaftlicher Herausforderungen kann Rückhalt und Zufriedenheit im häuslichen Umfeld Kraft geben, das Leben zu meistern. Auch das Wissen um vertretbare Mieten ist ein nicht zu unterschätzender Wert. Schöne und bezahlbare Wohnungen, ein nachbarschaftliches Miteinander und demokratische Mitwirkungsrechte in Mieterangelegenheiten machen das Wesen von Genossenschaften aus. Gerade Menschen, die als Anteilseigner einer Genossenschaft dort ihre Interessen vertreten und zugleich ihre Wohnkosten langfristig unter Kontrolle halten wollen, finden hier sicherlich das optimale Modell. Das fördert übrigens Verantwortungsgefühl der Mitbewohner in Wohnungsbaugenossenschaften und stärkt die Selbstverwaltung. Für ein gutes Miteinander in Potsdam kann man sich wohl kaum etwas Besseres wünschen!
Wohnen ist Lebensqualität – ganz gleich, ob man sich für den quirligen Stadtkern oder die idyllische Lage am See entscheidet. In Brandenburg trennen diese Lagen oft nur Minuten. bm
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