Satelliten weisen Radlern den Weg
Archiv der Ausgabe 2 | 3. Jahrgang | Sommer 2008
- Zu einer perfekten Tour durch Brandenburg gehören Navigationsgeräte neuerdings einfach dazu
Der anspruchsvolle Radfahrer setzt sich bei schönem Wetter nicht einfach nur auf den Sattel und tritt in die Pedalen. Nein, er hat sich die Strecke am Abend zuvor am heimischen PC angesehen, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten genauso wie Restaurants oder Hotels notiert und die Tour auf sein Hochpreis-Handy oder einen Pocket-PC überspielt. „Radnavigator“ heißt das neue Zauberwort für einen perfekten Ausflug durch Brandenburg.
Zu einer perfekten Tour durch Brandenburg gehören Navigationsgeräte neuerdings einfach dazu; Foto: © Albrecht E. ArnoldSchon seit einigen Jahren gehört der Radtourismus zu den Schwerpunkten der Förderpolitik in Brandenburg. Allein die überregionalen Fernwege haben inzwischen die stattliche Länge von 4.000 Kilometern erreicht. Zu den 13 längeren Routen quer durchs Land kommen 20 regionale Touren, die noch einmal eine Gesamtlänge von mehr als 1.000 Kilometer aufweisen. Die 1.111 Kilometer lange „Tour de Brandenburg“ verbindet in einer großen Schleife die einzelnen Landesteile miteinander.
Am Lenker steckt das Handy oder ein Pocket-PC mit der Streckenkarte
Um bei der Fülle der Angebote die Übersicht zu behalten, leistet die Elektronik inzwischen große Dienste. Unter der Internet-Adresse www.radeln-in-brandenburg.de und auf der von der Tourismus Marketing Brandenburg GmbH (TMB) herausgegebenen CD „Radnavigator“ sind alle wichtigen Informationen zu finden. Auf der Lenkstange des Fahrrades wird dann ein für Navigationsprogramme geeignetes Handy oder ein Pocket-PC montiert, und schon kann das Vergnügen beginnen. Denn die Geräte nehmen per GPS-Signal Verbindung zu Satelliten im Weltall auf, sodass der Radfahrer auf seinen Touren stets seine genaue Position auf dem Weg erkennt. Sorgen über den richtigen Weg oder über verpasste Abstecher zu lohnenswerten Zielen unterwegs gehören der Vergangenheit an. Doch nicht nur die moderne Technik macht einen Radausflug zum Vergnügen. In Brandenburg, so heißt es von erfahrenen Ausflugs-Profis oft augenzwinkernd, rollen die Räder fast von allein. An Argumenten fehlt es in solchen Fällen nicht: glatter Asphalt oder ebene Wald- und Wiesenwege, kein Schwitzen an steilen Bergen, Rastplätze an Seen, Flüssen oder mitten im Wald, Einkehr in Schlössern oder Biergärten, Entdeckungen in historischen Stadtkernen oder in den Revieren des Adlers.
Außerdem würden die Ziele am Ende der gewählten Strecke meist so anziehend wirken, dass die Frage der Motivation keine Rolle spielt. Einmal richtig in Tritt, verschwinde nach fester Überzeugung der Pedalritter jeder Gedanke an schwere Beine oder Müdigkeit.
Favoriten sind die Strecken entlang der Elbe sowie von Oder und Neiße

Die Auswahl der jeweiligen Strecke für einen Tagesausflug oder eine mehrtägige Tour fällt nicht ganz leicht. Denn schließlich führen mit dem Elberadweg und dem Oder-Neiße- Radweg zwei der beliebtesten Strecken in ganz Deutschland auch durch das Land Brandenburg. Gut ausgebaute Bahn verbindungen ermöglichen eine bequeme An- und Abreise.
Von Berlin und Potsdam aus bieten sich vor allem die Fernwege nach Usedom, nach Kopenhagen über Rostock, entlang der Spree und der Dahme sowie der Europaradweg R1 für eine erlebnisreiche Tour an.
An vielen Rastpunkten fallen die Radler mit Navigationsgeräten immer noch auf. Häufig müssen sie viele Fragen beantworten und berichten dann oft nicht ohne Stolz, dass zur perfekten Ausstattung inzwischen auch ein kleiner Kasten mit der Streckenkarte auf dem Display einfach dazugehört.
Radfahren wird zum Wellnessausflug
Bei den neuen E-Bikes von Kalkhoff sorgt ein leistungsstarker Elektromotor dafür, dass bei Geschwindigkeiten von bis zu 25 km/h nur halb so viel Kraft aufgewendet werden muss wie gewöhnlich. Kombiniert mit den speziellen Federungen der Fahrräder, hilft der Unterstützungsmotor auch bei stärkeren Steigungen oder Gegenwind. www.kalkhoff-bikes.com
Wussten Sie schon, dass
… sich ein Viertel aller Urlauber während ihrer Ferienzeit mindestens einmal für eine Radtour entscheidet?
… es mit 247 Häusern nirgendwo so viele „Bett & Bike“ – Betriebe gibt wie in Brandenburg?
… diese Hotels und Pensionen den Radlern auch die Unterbringung für nur eine Nacht, Trocknungs möglichkeiten für Kleidungsstücke, Werkzeug und Material für kleine Reparaturen sowie Radwanderkarten garantieren müssen?
… Fahrradschlösser mindestens zehn Prozent des Radpreises kosten sollten?
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