Ressourcen-Reich
Archiv der Ausgabe 2 | 5. Jahrgang | Sommer 2009
- Erste Ausgabe mit dem Regionalschwerpunkt Brandenburg West
Vor gut vier Jahren erschien die erste Ausgabe des TOP Magazin Brandenburg. Die 16 vorliegenden Ausgaben zeigen ein beeindruckendes Bild von der Vielfalt des Flächenlandes Brandenburg. Natürlich arbeitete unser ganzes Team in all den Jahren mit hohen Ansprüchen und viel Herzblut. Wir fühlten uns an das aufregende und spannende Leben zwischen 16 und 17 erinnert, als wir über Veränderungen des Magazins diskutierten. Richten wir das Heft stets an den Interessen der Leserinnen und Leser aus? Wie zeigen wir noch besser die regionale Vielfalt? Gibt es nicht doch „Ecken“ des Landes, die wir zu wenig beachten? Die Antwort auf diese Fragen war verblüffend einfach: Regionalisierung! Aber wie das so oft ist, provoziert eine gefundene Lösung die nächste Frage: Welche Strukturen sind die sinnvollsten? Bei dieser Entscheidung bauen wir auf Bewährtes, denn die Strukturen der Industrie- und Handelskammer Brandenburgs entsprechen unseren Vorstellungen. Und so gibt es innerhalb des TOP Magazin Brandenburg zukünftig regionale Seiten. Dies ist die Ausgabe Brandenburg West.
Wir hoffen, so sind Sie, liebe Leserinnen und Leser, dem Besonderen und Außergewöhnlichen der Region zwischen Ruppiner Land und Fläming noch näher. Ihr TOP-Brandenburg-Team
Zwischen Ruppiner Land und Fläming
Wer die „märkische Streusandbüchse“ auf den Spuren Theodor Fontanes durchstreift, landet immer wieder am Wasser: an Flüssen, Kanälen, Seen. Doch scheinbar unberührte Natur, einsame Wälder, stille Ufer, Schlösser, Kirchen und Klöster sind nicht alles, womit der Westen Brandenburgs punkten kann. Wir schauten uns im IHK-Bezirk Potsdam um, zu dem neben der Landeshauptstadt die Stadt Brandenburg sowie die Landkreise Potsdam-Mittelmark, Teltow-Fläming, Havelland, Prignitz, Ostprignitz-Ruppin und Oberhavel gehören. Die landschaftlichen Reize dieser Region sind mehr als eine Zierde. Gerade in den letzten Jahren ist der Tourismus zum Wirtschaftsfaktor gewachsen, von dessen Zuwachsraten Hotellerie, Gastronomie, Einzelhandel und Dienstleistungsunternehmen profitieren. Dabei finden die Brandenburger und ihre Gäste ein reiches Angebot an Rad-, Reit-, Wasser- und Sportmöglichkeiten, die kulturellen Schätze laden genauso ein wie der vielgestaltige Gesundheits- und Wellnesstourismus. Vor allem aber: Der Tourismus schafft und sichert Arbeits- und Ausbildungsplätze. Dabei ist es nicht nur der Klassiker Potsdam, der Touristen lockt. Auch im Ruppiner Land hat der Tourismus eine überdurchschnittliche positive Entwicklung genommen und ist zu einem dominierenden Wirtschaftszweig geworden. In den nächsten Jahren ist hier – laut Expertenmeinung auf dem Tourismustag Ruppiner Land im Mai 2009 – sogar noch ein Zuwachs von rund 1.100 Vollarbeitsplätzen möglich. Dies setze jedoch eine weiterhin ungestörte Entwicklung voraus, da eine Vielzahl von touristischen Unternehmen nach den Aufbaujahren jetzt erst an der Gewinnschwelle stehe.
Der Anfang Mai eröffnete HavelRadweg ist mit seinen 388 km einer der schönsten Flussradwege Deutschlands. Entlang der Havel mit ihren Seenketten durchstreift man fast unberührte Natur und erlebt dabei auch die schönsten Seiten Westbrandenburgs, so das Fürstenberger Seenland, das Havelland, das Schloss Oranienburg, die UNESCO Kulturerbe-Stadt Potsdam und die Domstadt Brandenburg.
Regional und International
Schon durch die unmittelbare Nachbarschaft zur Hauptstadt ist die Region ein europäischer Top-Wirtschaftsstandort. Längst sind die ökonomischen Strukturen den politischen voraus, denn international wird die Region Berlin / Brandenburg als eine Einheit wahrgenommen. Ob Zulieferungen für die Global-Player oder Dienstleistung – über 66.000 Firmen zählt die IHK zu ihren Mitgliedern. So gibt es über 600 Unternehmen der Informations- und Nachrichtentechnik. Unternehmen wie Fielmann und Essilor haben Brandenburg und Rathenow als Standort gewählt. Die Ergebnisse von Biotechnologie sowie Luft- und Raumfahrt belegen nachhaltig die dynamischen Entwicklungen ihrer Branche in Forschung und Produktion. Wissen ist hier Rohstoff, der quasi vor der Haustür wächst. Brandenburg ist mit seinen zahlreichen Lehr- und Forschungseinrichtungen als erstklassiger Hochschul- und Wissenschaftsstandort etabliert und international ausgerichtet.
In der Region bieten die Universität Potsdam, die Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf in Potsdam-Babelsberg sowie die Fachhochschulen in Brandenburg an der Havel und Potsdam moderne Studiengänge, in denen Praxisnähe Alltag ist. Und ein weiteres Plus: An brandenburgischen Hochschulen ist man auch auf junge Familien eingestellt. Kinderbetreuungsmöglichkeiten sind hier eine Selbstverständlichkeit – Zukunftsorientierung ganz praktisch.
Zahlen und Fakten:
Fläche: 13.226 km² (knapp 45 Prozent des Landes Brandenburg), Einwohner: etwa 1,12 Millionen (43% der Gesamtbevölkerung des Landes Brandenburg) IHK-Mitgliedsbetriebe: über 66.000
Geographische Gliederung:
- Landeshauptstadt Potsdam
- Brandenburg an der Havel
- Potsdam-Mittelmark (Belzig)
- Teltow-Fläming (Luckenwalde)
- Havelland (Rathenow)
- Prignitz (Perleberg)
- Ostprignitz-Ruppin (Neuruppin)
- Oberhavel (Oranienburg)
Wichtigste Wirtschaftsbranchen:
- Außenwirtschaft
- Biotechnologie
- Dienstleistungen
- Handel
- Holzverarbeitung / Möbel
- IT- und Medienbranche
- Luft- und Raumfahrt
- Optik
- Tourismus
- Archivbeiträge der Ausgabe 1/2007
- Archivbeiträge der Ausgabe 2/2007
- Archivbeiträge der Ausgabe 3/2007
- Archivbeiträge der Ausgabe 4/2007
- Archivbeiträge der Ausgabe 1/2008
- Archivbeiträge der Ausgabe 2/2008
- Archivbeiträge der Ausgabe 3/2008
- Archivbeiträge der Ausgabe 4/2008
- Archivbeiträge der Ausgabe 1/2009
- Archivbeiträge der Ausgabe 2/2009

























