Archivbeitrag der Ausgabe 1 | 6. Jahrgang | Frühjahr 2010
Tanzen und flanieren, sehen und gesehen werden, sich amüsieren und flirten, Kontakte knüpfen und Freunde treffen: Knapp 800 Gäste aus Wirtschaft, Politik, Kultur, Wissenschaft, Sport, Medien und Gesellschaft trafen sich am 20. Februar 2010 zum 10. Ball der Wirtschaft des Landes Brandenburg unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Matthias Platzeck im Kongresshotel Potsdam am Templiner See.

Eine der besten Gala-Bands Deutschlands: Das Orchester Dirk Jecht, Foto: Orchester Dirk Jecht
Längst hat sich der Ball der Wirtschaft zu einem der bedeutendsten gesellschaftlichen Ereignisse in der Landeshauptstadt entwickelt. Die Karten sind begehrt, der Promi-Faktor steigt und die Vorfreude der Ballbesucher auf diese rauschende Nacht ist hoch. In die vielen heiteren Klänge der Ballnacht mischten sich aber auch ernsthafte Töne. Für die sorgte die Schauspielerin Iris Berben. Auch auf dem Jubiläumsball wurden die Erlöse für einen anerkannten gemeinnützigen Zweck übergeben. „Wir werden den Iris Berben Fonds für Gehirnforschung unterstützen“, so IHK-Präsident Victor Stimming im Namen der Ball-Veranstalter Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam, Handwerkskammer Potsdam sowie WirtschaftsForum Brandenburg e. V. im Vorfeld des Balls. (mehr…)
Archivbeitrag der Ausgabe 1 | 6. Jahrgang | Frühjahr 2010
Nein, lange überlegt habe er nicht, ob er Mitglied der Jury des Zukunftspreises Brandenburg werden wollte, sagt Dr. Thomas Schneider: „Wir kümmern uns um Unternehmen in der Region und haben einen ziemlich guten Einblick in die Wirtschaft Ostbrandenburgs. Das wollte ich gern einfließen lassen in die Juryarbeit.“

Dr. Thomas Schneider, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkass Oder-Spree
Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Oder-Spree ist Vize-Präsident der IHK Ostbrandenburg, die gemeinsam mit der Märkischen Oderzeitung den Zukunftspreis vor sieben Jahren ins Leben rief. Mit dem Zukunftspreis werden jährlich zehn Unternehmen ausgezeichnet, die in ihrer alltäglichen Arbeit mit Qualität, Ideenreichtum und Weitblick Mutmacher für das Land Brandenburg sind.
Preisträger sollen auch zukünftig Brandenburger Wirtschaft prägen
Doch nicht nur Arbeit bringt dem Banker die Mitwirkung in der Jury: „Da treffen sich Menschen mit völlig verschiedenen Sichtweisen auf die Wirtschaft. Das finde ich interessant.“ Die Bewertungen der anderen, was diese als preiswürdig für ein Unternehmen herausstellen, ist für Dr. Thomas Schneider bereichernd. Dabei hält er den Arbeitsaufwand in der Jury für akzeptabel: „Das Verfahren ist sehr schlank. Es wird viel online erledigt.“ Die Zahl der persönlichen Zusammenkünfte ist überschaubar, aber die konkrete Diskussion ist auch notwendig. (mehr…)
Archivbeitrag der Ausgabe 1 | 6. Jahrgang | Frühjahr 2010
Während die Grüne Woche das Publikum für höchstens zehn Tage im Januar in die Messehallen unter dem Berliner Funkturm und damit in ihren Bann zieht, sieht es für die meisten Brandenburger Aussteller ganz anders aus. Sie beschäftigen sich viele Wochen oder sogar Monate mit der Agrarschau. Dann probieren sie neuartige Mischungen aus, tüfteln an Erfindungen, entwerfen Prospekte und Flyer, feilen an Konzepten für die Vermarktung ihrer Ferienwohnungen oder stimmen sich mit Tourismusverbänden und Berufsorganisationen ab. Nur diese lange Vorbereitung erklärt den alljährlichen Erfolg.

Landwirtschaftsministerin Jutta Lieske, Eckhard Roß und Ministerpräsident Matthias Platzeck/ Foto: Mineralquellen Bad Liebenwerda GmbH / Frank Donati
Stets erhält die Brandenburg-Halle bei den Besucherbefragungen höchste Noten. Sie gilt als die beliebteste Präsentation, was nicht zuletzt am Austragungsort der Grünen Woche liegt. Sowohl die Berliner als auch die Brandenburger selbst zieht es zu den Nachbarn. Hans-Rüdiger Schubert, Abteilungsleiter Landwirtschaft im Agrarministerium, sieht ein Erfolgsgeheimnis aber auch in „kleinen Veränderungen in der Halle“. Es gebe zwar regelrechte Dauerbrenner unter den Ausstellern, die schon seit 20 Jahren dabei sind. Aber genauso wichtig sei ein gewisser Wechsel bei den Ausstellern. „Anderswo sieht es immer gleich aus und es stehen immer die gleichen Leute da“, meinte Schubert. Immerhin standen auf der diesjährigen Ausstellerliste 220 Brandenburger Unternehmen.
Spreewaldgurke mit Honig und Käse mit Bier
Darunter befanden sich wieder zahlreiche kleine und mittelständische Betriebe, die nur hier ihre verschiedenen Produkte präsentieren können. „Für sie ist die Grüne Woche als Forum unverzichtbar“, schätzte die neue (mehr…)
Archivbeitrag der Ausgabe 1 | 6. Jahrgang | Frühjahr 2010
Was Wunder, es ist das Land, in dem das Auto erfunden wurde. Auf diese Geschichte jedenfalls dürfen die Deutschen stolz sein. Und was Wunder, sie sind traditionell ein Volk von Jägern und Sammlern, das kaum noch einen Grund findet, zu irgendeinem Thema keinen Verein zu gründen. In einem solchen Land ist es einfach undenkbar, alte Autos und Motorräder nicht zu konservieren, verkörpern sie doch ein Stück „lebendige“ Geschichte einer Industrie-Nation. Durch den blechernen Schlag einer Tür, den vertrauten Geruch alten Leders oder einen tuckernden Einzylinder fühlen sich viele schnell in die Vergangenheit versetzt. Gelobet sei die nächste Scheune, in der noch ein Schrotthaufen von einer besseren Zukunft träumt – hierzulande wird ihm geholfen werden!

Foto: Robert Blanken / PIXELIO
Die Hauptstadt, in der sich auch viele gern ansiedeln, die etwas auf sich halten, ist auch in dieser Beziehung ein Zentrum der Gründlichkeit geworden. So hat der hier ansässige „Oldtimer-Garage Berlin-Brandenburg e. V.“, einer der größten Clubs, eine Liste mit nicht weniger als 85 regionalen Oldtimer-Clubs veröffentlicht. Da hat andernorts eine Oldtimer- Rallye kaum mehr – dann noch zugereiste – Starter. In der „Oldtimer-Garage“ hüten gegenwärtig 80 Mitglieder 274 Fahrzeuge wie ihren Augapfel. „Sie kommen aus allen Schichten und Altersgruppen“, freut sich der Vorstands-Vorsitzende Stefan Pipo. „Einige wenige haben noch keinen Oldtimer, genießen aber bereits das Dabeisein. Andere nennen ganze Sammlungen ihr Eigen. Es geht bei uns aber nicht darum, wer am meisten oder wer den schönsten Oldtimer hat. Denn auch an einfachen Fahrzeugen entdecken wir interessante Lösungskonzepte der jeweiligen Epoche, deren Erhalt wir natürlich auch fördern.“ Abgesehen davon legt er Wert auf die Feststellung, dass in seinem Club, insbesondere auch wegen der großen Bandbreite historischer Fahrzeuge, keine „Vereinsmeierei“ betrieben werde. „Als größter markenübergreifender Club im Raum Berlin-Brandenburg akzeptieren wir im Grunde alle historischen Fahrzeuge, die mindestens 20 Jahre alt sind, wie beispielsweise die sogenannten Youngtimer, wobei sie in seltenen Einzelfällen auch nicht motorisiert sind. So ist ein Mitglied gar mit einem alten NSUPost- Fahrrad vertreten. Bei unseren Ausfahrten kann also stets ein großer Querschnitt durch die Fahrzeug-Geschichte erlebt werden, von der Mercedes-Heckflosse über einen Wartburg bis hin zu solchen Exoten wie einer Chevrolet-Drehleiter- Feuerwehr von 1959. Für 2010 können wir darüber hinaus auch den Start eines Jugendförderungs-Projektes ankündigen.“ (mehr…)
Archivbeitrag der Ausgabe 1 | 6. Jahrgang | Frühjahr 2010
- Es klingt wie eine Binsenweisheit: In Brandenburg lässt es sich vortrefflich in die Pedale treten. Bei einem 7 000 Kilometer langen Radwegenetz ist das auch nicht verwunderlich. Doch neuerdings gibt es auch für die Qualität ein untrügliches Siegel.
- von Christa Steuer

Der idyllische Elberadweg in der Prignitz
Im vergangenen Jahr feierte der Allgemeine Deutsche Fahrradclub ADFC sein 30-jähriges Bestehen. Mittlerweile zählt der Club über 125 000 Mitglieder und gilt somit als stärkste Fahrradorganisation Europas.
Nacheinander bewertet er alle Fernradwege in Deutschland nach einem Sterne-System wie in der Gaststättenund Hotelbranche. Auf Anhieb erhielten 14 Touren die Auszeichnung mit mehr als drei Sternen. Davon liegen gleich neun in Brandenburg. Deutschlandweiter Spitzenreiter ist zwar der entlang vieler Weinberge führende Main-Radweg, aber dicht folgen die Oder-Spree- Tour, der Oderbruchbahnradweg und der Fürst-Pückler-Weg durch die Lausitz. Wir stellen Ihnen drei Brandenburger Touren vor, die Lust auf den nächsten Ausflug machen sollen.
Für Genießer: Schönster Weg zur Ostsee
Ihre „Ostsee-Badewanne“ steuern die Berliner längst nicht mehr nur per Auto, Zug oder Schiff an. Nach Usedom geht es neuerdings immer öfter auch mit dem Fahrrad. Die Fernroute Berlin- Usedom macht die Anreise zum (mehr…)