Nachhaltig und zukunfstfähig
Archivbeitrag der Ausgabe 1 | 6. Jahrgang | Frühjahr 2010
Nein, lange überlegt habe er nicht, ob er Mitglied der Jury des Zukunftspreises Brandenburg werden wollte, sagt Dr. Thomas Schneider: „Wir kümmern uns um Unternehmen in der Region und haben einen ziemlich guten Einblick in die Wirtschaft Ostbrandenburgs. Das wollte ich gern einfließen lassen in die Juryarbeit.“

Dr. Thomas Schneider, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkass Oder-Spree
Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Oder-Spree ist Vize-Präsident der IHK Ostbrandenburg, die gemeinsam mit der Märkischen Oderzeitung den Zukunftspreis vor sieben Jahren ins Leben rief. Mit dem Zukunftspreis werden jährlich zehn Unternehmen ausgezeichnet, die in ihrer alltäglichen Arbeit mit Qualität, Ideenreichtum und Weitblick Mutmacher für das Land Brandenburg sind.
Preisträger sollen auch zukünftig Brandenburger Wirtschaft prägen
Doch nicht nur Arbeit bringt dem Banker die Mitwirkung in der Jury: „Da treffen sich Menschen mit völlig verschiedenen Sichtweisen auf die Wirtschaft. Das finde ich interessant.“ Die Bewertungen der anderen, was diese als preiswürdig für ein Unternehmen herausstellen, ist für Dr. Thomas Schneider bereichernd. Dabei hält er den Arbeitsaufwand in der Jury für akzeptabel: „Das Verfahren ist sehr schlank. Es wird viel online erledigt.“ Die Zahl der persönlichen Zusammenkünfte ist überschaubar, aber die konkrete Diskussion ist auch notwendig.
„Da gibt es harte Auseinandersetzungen und es wird gestritten.“ Dr. Thomas Schneider hat vor allem die Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit der potenziellen Preisträger im Blick. „Wir wollen schließlich, dass sie auch noch Jahre nach Erhalt des Preises am Markt sind“. Für diese Bewertung bemüht der Mann von der Sparkasse dann auch schon ein paar mehr „hard facts“, als die Bewerbung eigentlich verlangt. Gewinnerwirtschaftung und Eigenkapitaldecke will er einschätzen können. Fasziniert ist der Juror von der Bandbreite der Bewerber und der Preisträger. Da taucht eine Ein-Mann-Firma mit weltweitem Vertrieb, ein Kindergarten mit speziellen Angeboten für berufstätige Eltern genauso auf wie bodenständige, innovative Metaller oder ein Gesundheitsbetrieb, der dem Gesetzgeber immer ein Stück voraus ist. Das schlanke Bewerbungsverfahren, das stets online beginnt, hält Schneider auch für sehr hilfreich, um möglichst viele verschiedene Firmen anzusprechen.
Der Klub der Gewinner entwickelt den Preis weiter
Den mit der jüngsten Preisverleihung ins Leben gerufenen Klub der Gewinner bezeichnet Dr. Thomas Schneider als sehr gute Sache: „Wenn der ein- oder zweimal im Jahr stattfindet, können die Preisträger weiter netzwerken. Das wäre eine wesentliche Fortentwicklung des Preises.“ Schneider, der nun zum dritten Mal die zukunftsträchtigsten Unternehmen Brandenburgs mit auswählen wird, hat seine eigene Statistik: In den vergangenen sechs Jahren kamen 16 Preisträger aus dem Geschäftsgebiet der Sparkasse Oder- Spree. „Zwölf davon sind Kunden der Sparkasse“, hat der Banker festgestellt. „Das zeigt doch, dass wir ziemlich nah an der Wirtschaft dran sind.“
www.zukunftspreis-brandenburg.de
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