Mittendrin und hinter den Kulissen
Archiv der Ausgabe 2 | 3. Jahrgang | Sommer 2008
- Kultur in Potsdam
Sommerkunst
Zwischen historischem Erbe und zeitgenössischer Kunst bietet Potsdam ein facettenreiches Kulturleben. Wir wollen Neugier wecken, Bekanntes neu zu entdecken und Neues kennenzulernen.
Der Abend vor der Nacht
Beleuchteter Pavillon bei der Potsdamer Schlössernacht (ganz links);Foto: W. PfauderPotsdams schönste Nacht feiert zehnten Geburtstag. Die Feier beginnt am Vorabend Open Air am Neuen Palais mit einem musikalischen Sommernachtstraum. Das Helsinki Philharmonic Orchestra entführt in einen „Nordischen Abend“. Danach steigt ein barockes Feuerwerk in den Nachthimmel. Und bis Mitternacht, wenn die Tore von Sanssouci normalerweise längst geschlossen sind, haben die Konzertbesucher die seltene Gelegenheit, im Mondschein durch den weiten illuminierten Park zu lustwandeln. www.spsg.de
Gebündelte Kreativität
Direkt am Ufer der Havel entstand der modernste Kulturund Gewerbestandort Potsdams: 12 Hektar gebündelte Kreativität. Außer vom Hans Otto Theater wird der Standort vor allem durch die freie Kultur- und Theaterszene geprägt. Der Veranstaltungskalender des Sommers ist prall gefüllt. Vom 24. Mai bis zum 24. August 2008 finden hier THE DENNIS OPPENHEIM WEEKS statt. Gezeigt wird eine Retrospektive des weltbekannten Künstlers. Diese Präsentation der Werke Oppenheims ist einmalig, da viele der gezeigten Arbeiten aus Privatbesitz stammen. Der Künstler ist weltweit in den wichtigsten Museen präsent und bereitet zurzeit einen Skulpturengarten zur Olympiade 2008 in Peking vor. www.schiffbauergasse.de
Lange Filmparknacht
Nächtliches Treiben im Filmpark Babelsberg (links);Foto: © Filmpark BabelsbergIn Babelsberg läuft auch in diesem Sommer die Kino- und TV-Welt auf Hochtouren. Das Live-Programm – mit spektakulären Shows, Mitmachfernsehen, riskanten Stunts, tierischen Stars, Filmtricks und Filmhandwerk – ist geballt und spannend. Über 20 Attraktionen laden zum Blick hinter die Kulissen ein. Am 12. Juli erwartet der Filmpark Nachtschwärmer zur langen Babelsberger Filmparknacht. Angesagt haben sich viele prominente Film-, TV- und Bühnenstars. Bis 0.00 Uhr verwandelt sich der Filmpark in eine glamouröse Lichterwelt. Illuminierte Kulissen, Musik, Shows und Magie begleiten das berauschende Sommernachtsfest, das in einem sensationellen Höhenfeuerwerk über dem Vulkan gipfelt. www.filmpark.de
„Aus dem Bauch und für den Kopf“
Mit seinem großen Runddach aus Glas ist es nicht nur eines der schönsten Kinos, sondern auch eines derjenigen, die mit einem abwechslungsreichen Spielplan den Mainstream gern verlassen. Getreu dem Motto „Aus dem Bauch und für den Kopf“ bietet das Programm des Thalia Arthouse Kinos einen Querschnitt aus Filmkunst, Familienkino und den Highlights des aktuellen Spielplans. Neben der montäglichen Klassikerreihe Play It Again mausert sich das Thalia zum Premierenkino. Auch das Internationale Studentenfilmfestival SEHSÜCHTE findet seit einigen Jahren hier statt. www.thalia-potsdam.de
„Magische Welten“
Foto: Filmmuseum Potsdam / Isolde OhlbaumIm schönsten Barockgebäude im historischen Zentrum Potsdams entführt das Filmmuseum in die Welt der laufenden Bilder. Bis zum 5. Oktober 2008 ist im Knobelsdorff-Bau die Ausstellung „Magische Welten“ zu sehen. Michael Ende, aus dessen Feder „Die Unendliche Geschichte“, „Jim Knopf“ und „Momo“ stammen, wird als Meister vieler Genres vorgestellt.
Täglich weckt das Filmmuseum Wiedersehensfreude mit seinen Vorstellungen aus 100 Jahren Filmgeschichte: Glanzstücke des internationalen Kinos, Dokumentarfilme, erfolgreiche und weniger beachtete Filme. www.filmmuseum-potsdam.de
Mark und Metropole
Bis zum 17. August zeigt das Haus der Brandenburgisch- Preußischen Geschichte in Potsdam die zentrale Ausstellung zum Kulturlandjahr. Sie illustriert die Entwicklung der Beziehungen zwischen Berlin und Brandenburg seit der Reichsgründung, als Berlin begann, sich zur Metropole zu entwickeln. In 12 Kapiteln erlebt der Besucher anhand von etwa 500 originalen Exponaten aus den letzten 150 Jahren einen weit geöffneten Bilderbogen. www.hbpg.de
Villa Quandt
Foto: P. WaltherSeit Oktober 2007 finden sich unter dem Dach der neu sanierten Villa Quandt am Fuße des Pfingstbergs das Brandenburgische Literaturbüro und das Theodor-Fontane-Archiv. Lesungen, Buchpremieren und Foren zu Literatur widmen sich insbesondere der Literaturgeschichte und literarischen Gegenwart in Berlin und Brandenburg.
Am 14. Juni 2008 liest Christian Brückner Passagen aus „Moby Dick“ von Herman Melville auf der Terrasse der Villa Quandt. www.literaturlandschaft.de
- Archivbeiträge der Ausgabe 3/2006
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