MESSEPLATZ FRANKFURT
Archiv der Ausgabe 1 | 3. Jahrgang | Winter 2006/07
- Beste Bedingungen für Messen, Kongresse und Veranstaltungen
Modern und großzügig erstreckt sich das fast 17.000 Quadratmeter große Gelände der Messe Frankfurt (Oder) im Nordwesten der Stadt. Die vier Messehallen und das große Freigelände bieten Ausstellern wie Besuchern beste Bedingungen. Das multifunktionale Gelände wird vielfältig für Veranstaltungen, Konferenzen, Sportevents und Konzerte genutzt. Seit Januar 2005 leitet Markus Wieners das Unternehmen. Nach beruflichen Stationen bei der Deutschen Bahn und der Messe Berlin fühlt sich der diplomierte Verwaltungsbetriebswirt nun in Frankfurt (Oder) zu Hause. Das TOP Magazin Brandenburg traf ihn zum Gespräch.
Was war Ihr erster Eindruck von Frankfurt (Oder)?
Markus Wieners; Foto: Ute SchirmackAls ich mit dem Zug in Frankfurt (Oder) ankam, ist mir zuerst der Bahnhof aufgefallen und zwar sehr positiv, denn er macht seinem Ruf als „Tor zur Stadt“ alle Ehre. Auch die Innenstadt mit dem schönen Rathaus und dem Marktplatz hat mich auf Anhieb sehr angenehm überrascht.
Seit zwei Jahren sind Sie Geschäftsführer der Messe Frankfurt (Oder). Wie wichtig ist die Messe für die Stadt?
Einen belebten Messeplatz zu besitzen ist für jede Stadt ein Gewinn. Das spüren nicht nur die Messebesucher, sondern auch die Einwohner. Die Stimmung ist zu Messezeiten eine andere und das steckt an. Das Wichtigste ist aber, dass die heimische Wirtschaft ihre Leistungsstärke unter Beweis stellen kann. Bei kleineren Messestandorten wie Frankfurt (Oder) ist das Unterhalten eines Messegeländes ein wesentlicher Beitrag zur Wirtschaftsförderung.
Welche Messe zeigt besonders den Charakter der Region und macht Hoffnung auf wirtschaftliche Stabilität?
Die Messe BAUEN, die 2007 um den Bereich ENERGIE erweitert wird, ist seit vielen Jahren eine sehr starke Messe. Die Aussteller fragen die Standplätze konstant nach, und auch die Besucher halten dieser Messe im Frühjahr kontinuierlich die Treue. Das Thema „erneuerbare Energien“ ist im Moment wegen der Kostenentwicklung im privaten Bereich für die Besucher und auch für die sich hier neu ansiedelnden Firmen aktueller denn je.
Welche Dienstleistungen bietet das Team der Messe?
Wir betreuen als kleiner Messestandort unsere Aussteller sehr persönlich und daher sind die Zufriedenheitswerte immer sehr hoch. Wir veranstalten bei jeder Messe einen Ausstellerabend und laden alle Aussteller mit ihrem Standpersonal zu einem gemeinsamen Abendessen ein.
Frankfurt (Oder) ist der wichtigste deutsche Grenzübergang nach Polen. Hat das Auswirkungen auf die Messe? Wenn ja, welche?
Wir sind der deutsch-polnische Messestandort. Genau das ist unser Vorteil. Denn für eine Vielzahl kleinerer Aussteller ist die Messe in Frankfurt (Oder) ein wichtiger Testmarkt oder dient einem Markteintrittsversuch nach Deutschland bzw. Westeuropa. Und unsere Besucher schätzen es gerade bei den Publikumsmessen sehr, dass sie neue Produkte kennenlernen, die es in Deutschland noch gar nicht gibt.
Welche Projekte plant die Messe Frankfurt (Oder) für 2007 und längerfristig?
Aktuell besetzt die Messe Frankfurt (Oder) zehn unterschiedliche Branchenthemen, fünf davon sind in den letzten zwei Jahren neu dazugekommen. Nun gilt es, diese Veranstaltungen zu etablieren und auszubauen. Zu unserem Portfolio gehören im Jahr 2007 die CARAVAN & TOURISTIK, die BAUEN+ENERGIE, die Frühjahrsmesse MÄRKISCHE OSTERN, unsere große Herbstmesse ODERLAND, die aktiv+gesund, die WEIHNACHTEN 2007, die internationale Lebensmittelfachmesse FOOD&TASTE 2007 sowie der Marketingtag Dialog ohne Grenzen.
Wer sind Ihre wichtigsten Verbündeten, wenn Sie neue Projekte planen und anpacken?
Das kommt immer darauf an, ob es sich um eine Publikums- oder eine Fachmesse handelt. Bei Fachmessen sind das immer hiesige Kammern und Verbände, Vereine oder Institutionen, die eine Vielzahl von Ausstellern vereinen. Häufig sind auch das Investorcenter Ostbrandenburg und die Zukunftsagentur Brandenburg involviert. Immer dabei sind Gast- und Partnerländer, allen voran natürlich unsere polnischen Nachbarn, so zum Beispiel die westpolnische Handelskammer in Gorzow.
Die Messe bietet auch Konferenz- und Veranstaltungsmöglichkeiten. Sind Sie mit der Auslastung zufrieden?
Ja, für das Jahr 2006 sind wir zufrieden. Wir haben den Vorteil, dass wir neben dem Messegelände auch über das Kleist Forum als innerstädtischen Kongress- und Veranstaltungsort sowie über die Konzerthalle verfügen. In allen drei Einrichtungen können wir unseren Kunden maßgeschneiderte Veranstaltungen in jeder Qualität und Größe anbieten.
Frankfurt (Oder) hat eine sehr moderne Messe. Welche technischen Raffinessen bietet sie?
In der deutschen Messelandschaft gibt es heute gewisse Standards, die jeder Messestandort bieten muss. Das tun auch wir.
Um auf die besonderen Bedürfnisse der Besucher und Aussteller noch konkreter eingehen zu können, wird derzeit eine neue Halle gebaut, die Ende 2007 die alte Halle 1 ersetzen wird. Das ist übrigens für alle Veranstaltungen wichtig, die über die reinen Messen hinaus gehen, z. B. Bälle, große Kongresse und Konzerte.
Was ist Ihr Lieblingsplatz in Frankfurt (Oder)?
Das sind mehrere: Das Museum Junge Kunst und das Museum Viadrina, aber auch die Konzerthalle und vor allem die Marienkirche.
bm
- Archivbeiträge der Ausgabe 3/2006






















