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Archiv der Ausgabe 3 | 2. Jahrgang | Herbst 2006
Schwimmende Häuser locken in die Lausitz
Foto: Detlef HechtSchwimmende Häuser auf künstlichen Seen – diese kühne Vision der Internationalen Bauausstellung (IBA) Fürst-Pückler-Land wird derzeit im Lausitzer Seenland Realität. Auf dem Gräbendorfer See, einem Bergbaufolgesee bei Laasow (Stadt Vetschau), hat ein Investor aus Cottbus eine schwimmende Tauchschule errichtet – das erste schwimmende Haus in Brandenburg. Bereits Anfang Juli eröffnete 15 Kilometer südlich auf dem Partwitzer See im sächsischen Teil des Lausitzer Seenlandes ein schwimmendes Ferienhaus. Weitere Projekte in der entstehenden Seenlandschaft sollen folgen. In den nächsten Jahren sind bis zu zehn schwimmende, vorwiegend touristisch genutzte Häuser geplant. In dem früheren Tagebau Gräbendorf wurde bis 1992 Braunkohle gefördert. Als einer der ersten künstlichen Seen im entstehenden Lausitzer Seenland wird er voraussichtlich 2007 vollständig geflutet sein.
Start für elektronische Baugenehmigung
Neues Angebot auf Potsdams Internetplattform: Die Landeshauptstadt Potsdam stellt in einem ersten Teilschritt Informationen über Bauantragsverfahren online zur Verfügung. Bauherren, Architekten und andere Verfahrensbeteiligte können sich bequem über den Stand ihres Antrags informieren. „Wir versprechen uns davon erhebliche Zeiteinsparungen und bürgerfreundlichereVerfahren“, so Dr. Elke von Kuick-Frenz, Beigeordnete für Stadtentwicklung und Bauen. Bis 2009 sollen Baugenehmigungsverfahren vollständig auf elektronischem Weg durchgeführt werden können. Zu finden ist das neue Angebot auf der Internetseite der Landeshauptstadt Potsdam unter der Rubrik „Rathaus online/Dienstleistungen/ Bauen“.
Marienkirche in Frankfurt (Oder) nun Ort der Begegnung

Foto: Stadt Frankfurt (Oder) / Klaus Baldauf
Der Wiederaufbau der Marienkirche von Frankfurt (Oder) ist abgeschlossen. Nach jahrzehntelangen Bauarbeiten ist Ende Juni das soziokulturelle Zentrum St. Marien eingeweiht worden. In die Wiederherstellung des Bauwerks sind mehr als 14 Millionen Euro von EU, Bund, Land und Stadt geflossen. Hinzu kamen eine Million Euro an Spenden für die Restaurierung der mittelalterlichen Bleiglasfenster. Das um 1250 errichtete Gotteshaus gilt als größte Kirche der norddeutschen Backsteingotik und war im Zweiten Weltkrieg ausgebrannt. In den 80er Jahren wurde der Abriss der Ruine verhindert und mit dem Wiederaufbau begonnen. Bekannt wurde das Frankfurter Wahrzeichen durch die Rückgabe der drei Marienkirchfenster durch Russland vor vier Jahren. Während das Mittelfenster nach Restaurierung und Wiedereinbau bereits im Mai 2005 eingeweiht worden war, sollen die beiden äußeren Fenster im Sommer nächsten Jahres übergeben werden.
Historischer Bahnhof von Bad Saarow saniert
Unterstützt durch private Spenden beeindruckt der historische Bahnhof von Bad Saarow im Landkreis Oder-Spree nach erfolgter Außensanierung wieder mit neuem Glanz. Der Förderverein Kurort Bad Saarow e. V. und zahlreiche private Geldgeber hatten organisatorische und finanzielle Unterstützung bei der Sanierung des 95-jährigen Bahnhofes geleistet. Die jetzt abgeschlossene Spendenaktion hatte in den vergangenen viereinhalb Jahren rund 100 000 Euro erbracht. Das Geld wurde unter anderem für die Erneuerung der 84 Holzsäulen des Bahnhofes sowie für die Dach- und Kuppelsanierung verwendet. An den Holzsäulen informieren jetzt kleine Namensschilder über die jeweiligen Spender. Als nächste Etappe wartet der Innenausbau auf Finanzierungslösungen, der durch einen verbleibenden Teil der Spendengelder ebenfalls unterstützt werden soll. Zu dem vollständig sanierten Bahnhof sollen künftig u. a. eine Touristeninformation, ein Raum für Vereine und ein Standesamt gehören.
Förderung für Schloss Ribbeck
Foto: Kulturverein Ribbeck e.V.Einen Zuwendungsbescheid für eine Fördersumme von rund 462 000 Euro übergab Ende Juli 2006 Brandenburgs Agrar- und Umweltminister Dietmar Woidke in Ribbeck an Landrat Dr. Burkhard Schröder. Das alte Herrenhaus, das sich im Besitz des Landkreises Havelland befindet, wird bis 2008 rekonstruiert. Mit der Sanierung der Hülle wurde bereits begonnen. Im Gebäude sollen ein Standesamt, ein Restaurant sowie Ausstellungsräume entstehen. „Mit dem Bauvorhaben wird ein weiteres Ausflugsziel für Touristen im Havelland geschaffen“, sagte Woidke. „Es wird Tradition und Gegenwart verbinden und somit ein Gewinn für den Tourismus wie auch für das Leben in der Gemeinde sein.“ In dem dank Fontane über die Landesgrenzen hinaus bekannten Ort Ribbeck wurden bisher 25 Bauvorhaben mit einer Gesamtfördersumme von rund 1,7 Millionen Euro unterstützt.






















