„Es ist gut zu mir“
Archivbeitrag der Ausgabe 4 | 7. Jahrgang | Winter 2011
- von Brigitte Menge
Mobilität gehört für sie zum Alltag wie Morgenkaffee und das Öffnen der Ladentür. Ohne Auto würde Karin Genrich, Präsidentin des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg und Inhaberin von zwei Modefachgeschäften in Potsdam, nur die Hälfte ihres täglich prall gefüllten Terminplanes schaffen. Welche Anforderungen stellt sie an ein Auto? „Es muss gut zu mir sein“, lautet die schlichte, zugegeben sehr weibliche Antwort. Ende November testete die Mode-Fachfrau den Opel Ampera, das Rüsselsheimer Elektro-Flaggschiff. „Ein Power-Fahrzeug für eine Power-Frau“, begründet Heike Herzog, Regionalleiterin Ost der Adam Opel AG, die Entscheidung, dass der schmucke weiße Flitzer einen Tag lang der Begleiter von Karin Genrich ist.

Aufbruch ins Elektrozeitalter: Karin Genrich startet zur Testfahrt mit dem Opel Ampera
Da unterscheidet sich Mode nicht von Autos: Der erste Eindruck zählt! „Oh, ein sportlicher Gutausseher“, urteilt Karin Genrich lachend. Sogleich inspiziert sie das Innenleben und den geräumigen Kofferraum. Vor dem Losfahren gibt es noch ein kurzes Briefing durch den Ampera-Praktiker Björn Wierskalla. Präzise erklärt er die technischen Details des geräumigen Viersitzers. „Sie fahren mit diesem Auto elektrisch ohne Reichweitenbegrenzung. Wenn dem Fahrzeug der Strom ausgeht, schaltet sich das ‚Kraftwerk‘ ein und lädt die Batterie nach“, erklärt er. Die Lithium-Ionen-Batterie liegt gut getarnt im Mitteltunnel zwischen Fahrer und Beifahrer. Mit dem Start schaltet sich das Bordkino auf der Mittelkonsole ein, das Navigation und Infotainment vereint. Hier wählt der Fahrer auch zwischen Normal-, Sport-, Berg- und Holdmodus. Zugleich wird über den Touchscreen die Klimaanlage gesteuert und die Funktion der Batterie kontrolliert. Björn Wierskalla gibt Normalmodus ein und ab geht’s.

Ästhetisches Bord-Kino in der Mittelkonsole des Ampera, Fotos: Sabeth Stickforth
„Ist der wirklich an?“, fragt Karin Genrich ungläubig, denn zu hören ist – nichts. Björn Wierskalla nickt wissend, der Parkpilot liefert die Live- Bilder auf den Monitor und schon rollt der weiße Flitzer los. „Später werden Sie merken, dass dieses Auto sehr schnell beschleunigt, denn bei Elektromotoren gelingt das Beschleunigen viel zügiger als bei einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor“, verspricht der Opel-Fachmann, der das, was jetzt kommt, gewohnt ist, während Karin Genrich staunt, wie viel Aufmerksamkeit dieses Auto mit der sichtbaren „Ampera“- Aufschrift bekommt. Ein Straßen-Star unterwegs. Beim Ampel- Stopp auf der Langen Brücke rollt der Fahrer des Nachbar-Fahrzeugs die Scheibe runter: „Toll, wie fährt er sich denn?“, will er wissen. „Hervorragend“, antwortet Karin Genrich mit einem Lächeln. „Und wie viel macht er?“ Björn Wierskalla muss einspringen: „161 km/h ist die Spitzengeschwindigkeit.“
Er kennt viele Geschichten mit dem innovativen Stromer in der Hauptrolle: Von Brautpaaren, die unbedingt das Auto aufs Foto haben wollen, oder Touristen, die statt der Sehenswürdigkeiten lieber das Auto ablichteten. Schon nach ein paar Kilometern haben sich Karin Genrich und der Ampera angefreundet. Auch bei der zügigen Fahrt auf der Landstraße gleitet der weiße Flitzer geräusch- und geruchlos dahin. „Autos haben mich schon immer fasziniert“, erzählt sie. „Weil sie genau wie Mode ein gutes Lebensgefühl in den Alltag bringen.“ Den Führerschein erwarb die studierte Betriebswirtin 1971, seitdem fährt sie täglich, bei jedem Wetter. So findet sie es sehr praktisch, dass man mittels Fernbedienung den Ampera vortemperieren kann, so dass lästiges Kratzen bei Schnee und Eis entfällt. „Wie bei einem Kleidungsstück: Die Details entscheiden“, urteilt Karin Genrich.
Auch eine leisere zweite Hupe für Fußgänger findet sie angenehm. Die Drucktaste ist direkt am Blinkerhebel: „Möp Möp“, tönt es – „warnen statt erschrecken, das ist sehr sympathisch“, freut sich die Potsdamer Modefachfrau, die umsichtig das Fahrzeug lenkt. „Ja, ich bin sicher eine rücksichtsvolle Fahrerin, denn Fußgänger und Radfahrer haben es schwerer als ein Autofahrer“, erläutert sie. „Und ich bleibe mit diesem Auto wirklich nicht liegen, wenn die Batterie leer ist?“, fragt Karin Genrich. Björn Wierskalla schüttelt den Kopf. „Wenn der Ladezustand der Batterie sein Minimum erreicht hat, muss der Ampera nicht unbedingt an die Steckdose, sondern wirft sein mobiles Kraftwerk an.
Das geschieht ganz harmonisch, ohne Ruckeln und Zuckeln. Das gerade macht ja die innovative alltagstaugliche Technik aus, denn das Aggregat produziert während der Fahrt Strom für den Elektroantrieb“, erklärt der Opel-Fachmann. Drei bis vier Stunden muss der Stromer an die Steckdose. Im Sinne des Erfinders ist natürlich Öko-Strom. Inzwischen hat Karin Genrich auch das Bord-Kino im Blick. Das erklärt das energiebewusste Fahren wie ein Lehr-Computerspiel: Färbt sich der Trackball in der Mitte der Anzeige grün ein, ist ökonomisch und ökologisch alles im grünen Bereich. „Natürlich ist es ein wunderbares Gefühl, schadstofffrei zu fahren“, urteilt Karin Genrich. „Das ist kein Prestigefahrzeug, sondern ein alltagstaugliches Auto für Menschen, die ein grünes Gewissen haben – und es ist gut zu mir.“
Archiv:
- Archivbeiträge der Ausgabe 1/2011
- Archivbeiträge der Ausgabe 2/2011
- Archivbeiträge der Ausgabe 3/2011






















TOP Magazin Potsdam
TOP Magazin Havelregion