Ein Abend wie Samt und Seide
Archiv der Ausgabe 3 | 3. Jahrgang | Sommer 2007
- Fünfhundert Gäste beim Jahresempfang der IHK Potsdam
Rote Backsteinmauern, turmhohe Säulen im Kirchenschiff, Sonnenlicht bricht durch die Spitzbogen-Fenster, gedämpfte Stille im Kreuzgang, neuekunstfertig gefügte Holzbalken unter dem schützenden Dach – das St. Pauli-Kloster in Brandenburg an der Havel wurde in den vergangenen Jahren in aufwändiger Arbeit wieder zu einem Kleinod der Stadt.
Fotos: IHK PotsdamDies zu zeigen und dazu Gäste von Rang und Namen aus dem ganzen Land in die Stadt an der Havel zu holen – das gelang der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam am 6. Juni glänzend. Die IHK hatte zu ihrem inzwischen traditionellen Jahresempfang eingeladen – diesmal bei schönstem Frühsommerwetter in das wieder aufgebaute und zum Veranstaltungszentrum umfunktionierte Kirchenschiff des St. Pauli-Klosters. Die Stadt Brandenburg als Namensgeberin der nunmehr 850-jährigen Mark war die ideale Gastgeberin – der Empfang läutete quasi die Feierlichkeiten des Jubiläums ein.
Die nicht zuletzt durch aktuelle Konjunkturumfragen der IHK belegte Erfolgsbilanz der Westbrandenburger Wirtschaft, aber auch die immer wieder aufflackernden Irritationen beim Zusammenwachsen der Hauptstadtregion waren Hauptinhalt der Reden von Ministerpräsident Matthias Platzeck und des Präsidenten der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam, Dr.-Ing. Victor Stimming. Rund 500 Gäste waren der Einladung gefolgt – darunter fast das ganze Brandenburger Kabinett: Präsident und Hauptgeschäftsführer der IHK Potsdam begrüßten neben Matthias Platzeck u. a. Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns, Innenminister Jörg Schönbohm, Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka, Arbeitsministerin Dagmar Ziegler, Infrastrukturminister Reinhold Dellmann, Bildungsminister Holger Rupprecht, Justizministerin Beate Blechinger und Landtagspräsident Gunter Fritsch. Zu den internationalen Gästen gehörten der Botschafter Madagaskars in Deutschland, S.E. Alphonse Ralison, mit seiner Gattin. Aus heimischen Gefilden sah man ZAB-Geschäftsführer Dr. Detlef Stronk, den Präsident der Handwerkskammer Potsdam, Bernd Ebert, Hwk-Hauptgeschäftsführer Dr. Wolfgang König, den Hauptgeschäftsführer der IHK Frankfurt (O.), Gundolf Schülke, und den Ehrenpräsidenten der IHK Berlin, Werner Gegenbauer. Brandenburgs Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann sowie Vertreter der Fraktionen des Stadtparlaments.
Unmittelbar vor dem Ende ihrer Amtszeit warb die Havelkönigin Janina Pietschmann für einen guten Zweck: Die charmante und redegewandte Studentin nutzte die Gelegenheit zu einem Spendenaufruf zugunsten Behinderter, eine Aktion, die sie bereits beim Amtsantritt 2006 versprochen hatte. Zu den ersten freigiebigen Spendern gehörten IHK-Präsident Dr.-Ing. Victor Stimming, IHK-Vizepräsident Bert Krsynowski sowie IHK-Hauptgeschäftsführer René Kohl. Immerhin eintausend Euro gingen an diesem Abend in den Spendentopf. Das gesammelte Geld kam dem Verein Lebenshilfe e. V. sowie die Blinden- und Behindertenwerkstatt „Theodor-Fliedner-Heim“ zugute.

Zu den Highlights des Abends gehörten das Märkische Büfett, geschmackvoll arrangiert vom Park Hotel Seehof sowie die musikalischen Klänge des „quartetto tonale“ und der Band „Jazzocrazz“. Hauptsponsor der Veranstaltung war die Telekom. Die EMB Erdgas Mark Brandenburg überraschte mit einem Erdgas betriebenen Kaffee-Mobil – eine ganz besondere Attraktion. Die Unternehmerin des Jahres 2007, Christine Berger aus Werder/Petzow, präsentierte ihre schmackhaften Sanddorn-Produkte.
Zu Beginn des Abends schlug bis sechs Uhr die Glocke des ehemaligen Klosters, was alteingesessenen Brandenburgern ein Lächeln auf die Gesichter zauberte. Der früher vertraute Klang ließ Erinnerungen wach werden – das wiedererstandene Ensemble war im Heute angekommen. So blieben die letzten Gäste bis weit nach Mitternacht und genossen die roten Backsteinmauern, die die Wärme des Tages abstrahlten … sg
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