Das winterliche Brandenburg steckt voller Erlebnisse
Reisen-Archiv der Ausgabe 4 | 3. Jahrgang | Winter 2007
Eine Einladung zu einem Tagesausflug oder zu einem Kurzurlaub ins winterliche Brandenburg mag auf den ersten Blick wenig verheißungsvoll klingen. Schließlich kann die Mark nicht mit hohen Bergen und verschneiten Pisten punkten. Doch gerade im Winter lohnt sich die Entdeckung des Landstrichs zwischen Mecklenburgischer Seenplatte und Sächsischer Lausitz.
Fotos: TMB (Tourismus Marketing Brandenburg)Zahlreiche Hotels machen zwischen November und April mit Sonderangeboten auf sich aufmerksam. Damit die Auswahl leicht fällt, haben sie sich nun bereits zum zehnten Mal auf einen einheitlichen Preis für eine Übernachtung von zwei Personen im Doppelzimmer mit Frühstück geeinigt. In diesem Winter liegt der Preis genau wie im letzten Jahr bei 59 Euro. Unter der Regie der Tourismus Marketing Brandenburg GmbH (TMB) haben 68 Häuser ihre Übernachtungsofferte in einer Broschüre „Winterliches Brandenburg“ veröffentlicht. Sie kann kostenlos im Informations- und Buchungsservice unter der Telefonnummer 0331/200 47 47 bestellt oder im Internet unter www.reiseland-brandenburg.de heruntergeladen werden. Außerdem findet der Ausflügler hier winterliche Arrangements mit Zusatzleistungen.
Wollsockenarrangement verspricht gute Laune im Spreewald
Einige Einladungen machen sofort Lust aufs Kofferpacken. Vielversprechend hört sich beispielsweise das „Woll-sockenarrangement“ eines Hotels im Spreewald an. Die Gäste erhalten im Landhaus „Klaps Liebling“ in Neuendorf nicht nur ein Schmusedinner auf dem Zimmer serviert, sondern auch die Garantie für warme Füße. Andere Angebote schließen den Besuch im Sauna-und Badeparadies Lübbenau ein.
Überhaupt sind die vielen Thermal-und Freizeitbäder ein gewichtiger Grund für einen Ausflug im Winter. Sie reihen sich rund um Berlin auf wie eine Perlenkette und bieten die unterschiedlichsten Möglichkeiten zum Entspannen und Auftanken. Zu den beliebtesten Adressen gehören die Thermen in Bad Saarow, Templin, Burg (Spreewald), Bad Wilsnack und in Belzig. Als deutschlandweit einmalig gilt die Thermen- und Sauna-
landschaft in Ludwigsfelde, herrscht hier doch an allen Tagen „Textilfreiheit“. Nur mittwochs und sonntags sind auch bekleidete Badegäste willkommen. Erfahrungsgemäß dauert es aber oft nicht lange, bis auch sie die beim Wechsel zwischen den Saunen und den großen Becken störenden Badehosen oder -anzüge ganz ablegen.
Wasser ist auch das Stichwort für ein ungewöhnliches Erlebnis in Kolberg am Wolziger See im südöstlichen Berliner Umland. Jeden Sonntag legt hier ab 14 Uhr eine Hochseeyacht zum Glühweinsegeln an. Kalt wird es nicht, packen die Teilnehmer doch an Bord kräftig zu. Außerdem wärmen Glühwein und die Aussicht auf einen schönen Tagesausklang am Kamin.
Zur Einstimmung auf die Alpen geht es in die Skihalle

An einem Ort herrscht in Brandenburg sogar das ganze Jahr über Schneesicherheit. Die große Skihalle in Senftenberg bietet auf einem künstlichen Abfahrtshang tolle Trainingsmöglichkeiten für Anfänger und Fortgeschrittene. Viele Winterurlauber frischen vor dem Start in die Alpen oder in die deutschen Mittelgebirge unterm Hallendach ihre Kenntnisse und Fertigkeiten noch einmal auf und können so ihre Freude auf den Pisten gleich von Anfang an auskosten.
Mit steilen Abfahrten von natürlichen Bergen kann Brandenburg zwar nicht aufwarten, aber dafür gibt es anderswo auch keinen „liegenden Eiffelturm“. So wird die ehemalige Förderbrücke aus einem Braunkohletagebau in Lichterfeld bei Finsterwalde bezeichnet. Sie kann heute als Besucherattraktion bestiegen werden. Zur Adventszeit erstrahlt das stählerne Monstrum in einem ganz besonderen Licht. Dazu gibt es Lagerfeuer, Glühwein und Tee, den Duft von gebrannten Mandeln und Lebkuchen und es gibt sogar Trompetenkonzerte in luftiger Höhe.
Mit der Fahrraddraisine in den Weihnachtsbaumwald
Auch im Winter macht die junge Firma Erlebnisbahn in Mellensee im südlichen Berliner Umland ihrem Namen alle Ehre. Denn Ausflügler gelangen in der Adventszeit mit einer Fahrraddraisine auf der stillgelegten Eisenbahnstrecke vom Bahnhof Zossen in Richtung Sperenberg fast direkt in einen Wald voller Weihnachtsbäume. Dort können sie sich dann nach dem Übersetzen auf einem Floß über den Nottekanal ihren Baum für das Fest aussuchen, selbst schlagen und verpacken lassen. Glühwein garantiert die richtige Stimmung. Die Fahrraddraisinen bieten Platz für zwei bis vier Personen.
Brandenburgs schönstes Museumsdorf Glashütte bei Baruth, südlich Berlins gelegen, verbreitet gerade im Winter eine besondere Stimmung. Handwerker und Künstler lassen sich durch die erleuchteten Fenster der 1716 gegründeten Werkssiedlung und Fabrikgebäude beobachten. Mit ihren geschickten Händen fertigen sie große und kleine Kunstwerke aus Glas, Stoff, Keramik und anderen Materialien. Wer Interesse daran findet, kann die meisten Artikel gleich käuflich erwerben. Der Ausflug in das kleine Dorf mit seinen Fachwerkhäusern, Güterschuppen und früheren Produktionsstätten kann mit einem Besuch im Glasmuseum verbunden werden. Auf anschauliche Weise erfährt der Besucher hier die Geheimnisse der Glasproduktion und ihre Methoden.






















