Als vor gut fünf Jahren in Los Angeles der Nachlass von Marilyn Monroe unter den Hammer kam, hob sich der Auktionator das Beste für den Schluss auf: die Unterwäsche der Leinwand-Legende. Schließlich war ihr kaum etwas näher gekommen. Dessous wecken Wünsche, Fantasien und Träume. Als Schmuck und Kleidungsstück kaschieren, verführen, verzaubern sie – und haben auch so manch kleines Geheimnis.

Foto: Susann-Gneckow / PIXELIO
Schon in der griechisch-römischen Antike wussten die Frauen, wie man mit dem Darunter das Darüber verhüllt oder betont. So trugen die Römerinnen in Caesars Zeiten reich verzierte Brustbinden, kleine Busen waren gerade modern. Die modebewusste wohlhabende Frau der Antike trug – vor allem beim Baden und Sport – ein Subligaculum, das Urmodell des heutigen Slips. Ein Tuch, das zwischen den Beinen durchgeführt und seitlich in der Hüfte geknotet oder vernäht wurde. Es fanden sich auch Exemplare mit zierenden Schmuckstücken. Die Frauen des 15. Jahrhunderts waren unter ihren Kleidern nackt, die Miederwaren trugen sie über der Kleidung. Der Spaziergang durch die Geschichte der Dessous erzählt viel von der Stellung der Frau (mehr…)
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Spätestens die Ausrufung des Königin-Luise-Jahres durch die Schlösserstiftung regt zum Nachdenken über die Rolle der Frauen für die Brandenburger Geschicke an. Denn die preußische Königin, deren 200. Todestag Anlass für zahlreiche Ausstellungen, Vorträge, Bücher und Exkursionen ist, hat die Politik und das Alltagsleben doch stark beeinflusst. Sie war Diplomatin, liebende und lebensfrohe Mutter und eine ausgesprochene Schönheit. Die alljährliche Kulturland-Kampagne widmet sich diesmal der holden Weiblichkeit unter dem Motto „Mut & Anmut. Frauen in Brandenburg- Preußen“.

Luise von Preußen nach Vieweg Plakatmotiv-F0016491 unbekannter Künstler (vermutlich nach M. Vieweg), um 1897 © SPSG
Heute fällt die Suche nach Frauen, die die Politik beeinflussen, Größe und Emotionen zeigen, intellektuell den Zeitgeist mitbestimmen oder einfach die Menschen mitreißen, gar nicht so leicht. Natürlich fällt in Umfragen immer wieder der Name der 2001 verstorbenen und unvergessenen Brandenburger Sozialministerin Regine Hildebrandt. Als „Mutter Courage des Ostens“ hat sie wie kaum ein anderer Mensch die Bevölkerung Ostdeutschlands bewegt. Ihr Leitspruch ist bis heute Programm vieler Initiativen: „Der tiefere Sinn des Lebens liegt im Miteinander“. Seit 2002 gibt es den jährlich vergebenen Regine-Hildebrandt- Preis der SPD. Die Preisträger handeln laut Ausschreibung im Sinne Regine Hildebrandts für Ostdeutschland und seine Menschen, wirken für die innere Einheit Deutschlands, gegen Rechtsextremismus und Gewalt und für Frieden, Freiheit und soziale Gerechtigkeit.
Deutschlands erfolgreichste Olympionikin stammt aus Brandenburg
Keine andere Politikerin konnte danach die Lücke nach dem viel zu frühen Tod Regine Hildebrandts auch nur annähernd ausfüllen, auch kein männlicher Akteur. So bleibt nur die Suche nach Frauen, die auf anderen (mehr…)
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