Grosse Trends und kleine Kollektionen
- von Brigitte Menge
Modemenschen haben’s gut: Während wir in dicken Stiefeln durch den Winter stapfen und uns in warmen Stoffen verkriechen, steht der nächste Frühling schon greifbar vor ihnen: mit tollen Kleidern zwischen girly und ladylike, bunt wie Sommerwiesen und bezaubernd wie ein nostalgischer Jahrmarkt. Dazu all die Accessoires, die Mode erst so richtig spannend machen: entzückende Ballerinas, spitze Highheels, Taschen, Schals, Hüte, Ketten …

Mustermixe, bunt wie Sommerwiesen – die Mode der kommenden Saison wird verspielt, aber durchaus ladylike, Foto: Lena Hoschek
Die Prêt-à-Porter-Schauen zeigten schon, was Frau in der kommenden Saison trägt. Ein Trend bestimmt die Laufstege in Paris, Mailand, Berlin und New York: es gibt keinen. Erlaubt ist alles, was gefällt. Während die einen mit viel Farbe gute Laune machen, verbeugen sich andere Designer vor puristischem Schwarz. Ein ewiges Modeleben ist dem Retro-Charme beschieden, so dass manches Teil – pardon – an Trophäen vom Flohmarkt erinnert. Knallige Mustermixe treffen im nächsten Frühjahr auf matte Muschelfarben, blasse Aquatöne und irisierende Materialien, wie sie Karl Lagerfeld favorisiert.
Marc Jacobs, Vordenker bei Louis Vuitton, zieht die Frauen verträumt, verzaubert, verspielt, aber durchaus ladylike, an. Geht es nach den beiden Designergrößen, erleben wir den Frühling und Sommer ganz sanft, feminin, luftig und elegant.
Die Welt der Prêt-à-Porter-Schauen ist Trendmittelpunkt, der wichtige Impulse gibt, Wünsche wach küsst und Erwartungen weckt.
Die Kleider-Architektin
Der Jahrmarkt der Eitelkeiten ringt der Potsdamer Designerin Jana Meister ein Schulterzucken ab. Sie weiß, dass viele ihrer Kundinnen morgens mit dem Rad zur Kita fahren, anschließend im (mehr…)






















