- In der Brandenburger Oldtimer-Szene dominiert die Erinnerung an einheimische Entwicklungen für Straßen, Schienen und die Luft
- von Christa Steuer

Die sowjetischen Luxuslimousine „Tschaika“
Die Objekte der Begierde sind nicht nur schön und wohlgeformt, sondern vor allem trotz ihres hohen Alters sehr gut in Schuss. Da die Begeisterung für sie alle Generationen erfasst, dürfte diese Liebe wohl ewig halten: zu den Oldtimern mit zwei, vier oder noch mehr Rädern. In Brandenburg kümmern sich sowohl einige Vereine als auch enthusiastische Privatsammler um die Schmuckstücke für Straßen und Schienen. Dabei verwundert es nicht, dass unter den hier gepflegten Modellen im Unterschied zu den weiter westlich und südlich gelegenen Landesteilen Fahrzeuge aus DDR-Produktion einen gewichtigen Platz einnehmen.
Als regelrecht „vom Oldtimer-Bazillus infiziert“ bezeichnen sich die fast 50 Mitglieder der Brandenburger Landesgruppe des Deutschen Automobil-Veteranen Clubs (DAVC). Vor nunmehr sechs Jahren hatten sich (mehr…)
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Archivbeitrag der Ausgabe 1 | 6. Jahrgang | Frühjahr 2010
Was Wunder, es ist das Land, in dem das Auto erfunden wurde. Auf diese Geschichte jedenfalls dürfen die Deutschen stolz sein. Und was Wunder, sie sind traditionell ein Volk von Jägern und Sammlern, das kaum noch einen Grund findet, zu irgendeinem Thema keinen Verein zu gründen. In einem solchen Land ist es einfach undenkbar, alte Autos und Motorräder nicht zu konservieren, verkörpern sie doch ein Stück „lebendige“ Geschichte einer Industrie-Nation. Durch den blechernen Schlag einer Tür, den vertrauten Geruch alten Leders oder einen tuckernden Einzylinder fühlen sich viele schnell in die Vergangenheit versetzt. Gelobet sei die nächste Scheune, in der noch ein Schrotthaufen von einer besseren Zukunft träumt – hierzulande wird ihm geholfen werden!

Foto: Robert Blanken / PIXELIO
Die Hauptstadt, in der sich auch viele gern ansiedeln, die etwas auf sich halten, ist auch in dieser Beziehung ein Zentrum der Gründlichkeit geworden. So hat der hier ansässige „Oldtimer-Garage Berlin-Brandenburg e. V.“, einer der größten Clubs, eine Liste mit nicht weniger als 85 regionalen Oldtimer-Clubs veröffentlicht. Da hat andernorts eine Oldtimer- Rallye kaum mehr – dann noch zugereiste – Starter. In der „Oldtimer-Garage“ hüten gegenwärtig 80 Mitglieder 274 Fahrzeuge wie ihren Augapfel. „Sie kommen aus allen Schichten und Altersgruppen“, freut sich der Vorstands-Vorsitzende Stefan Pipo. „Einige wenige haben noch keinen Oldtimer, genießen aber bereits das Dabeisein. Andere nennen ganze Sammlungen ihr Eigen. Es geht bei uns aber nicht darum, wer am meisten oder wer den schönsten Oldtimer hat. Denn auch an einfachen Fahrzeugen entdecken wir interessante Lösungskonzepte der jeweiligen Epoche, deren Erhalt wir natürlich auch fördern.“ Abgesehen davon legt er Wert auf die Feststellung, dass in seinem Club, insbesondere auch wegen der großen Bandbreite historischer Fahrzeuge, keine „Vereinsmeierei“ betrieben werde. „Als größter markenübergreifender Club im Raum Berlin-Brandenburg akzeptieren wir im Grunde alle historischen Fahrzeuge, die mindestens 20 Jahre alt sind, wie beispielsweise die sogenannten Youngtimer, wobei sie in seltenen Einzelfällen auch nicht motorisiert sind. So ist ein Mitglied gar mit einem alten NSUPost- Fahrrad vertreten. Bei unseren Ausfahrten kann also stets ein großer Querschnitt durch die Fahrzeug-Geschichte erlebt werden, von der Mercedes-Heckflosse über einen Wartburg bis hin zu solchen Exoten wie einer Chevrolet-Drehleiter- Feuerwehr von 1959. Für 2010 können wir darüber hinaus auch den Start eines Jugendförderungs-Projektes ankündigen.“ (mehr…)
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Archivbeitrag der Ausgabe 1 | 6. Jahrgang | Frühjahr 2010
- Es klingt wie eine Binsenweisheit: In Brandenburg lässt es sich vortrefflich in die Pedale treten. Bei einem 7 000 Kilometer langen Radwegenetz ist das auch nicht verwunderlich. Doch neuerdings gibt es auch für die Qualität ein untrügliches Siegel.
- von Christa Steuer

Der idyllische Elberadweg in der Prignitz
Im vergangenen Jahr feierte der Allgemeine Deutsche Fahrradclub ADFC sein 30-jähriges Bestehen. Mittlerweile zählt der Club über 125 000 Mitglieder und gilt somit als stärkste Fahrradorganisation Europas.
Nacheinander bewertet er alle Fernradwege in Deutschland nach einem Sterne-System wie in der Gaststättenund Hotelbranche. Auf Anhieb erhielten 14 Touren die Auszeichnung mit mehr als drei Sternen. Davon liegen gleich neun in Brandenburg. Deutschlandweiter Spitzenreiter ist zwar der entlang vieler Weinberge führende Main-Radweg, aber dicht folgen die Oder-Spree- Tour, der Oderbruchbahnradweg und der Fürst-Pückler-Weg durch die Lausitz. Wir stellen Ihnen drei Brandenburger Touren vor, die Lust auf den nächsten Ausflug machen sollen.
Für Genießer: Schönster Weg zur Ostsee
Ihre „Ostsee-Badewanne“ steuern die Berliner längst nicht mehr nur per Auto, Zug oder Schiff an. Nach Usedom geht es neuerdings immer öfter auch mit dem Fahrrad. Die Fernroute Berlin- Usedom macht die Anreise zum (mehr…)
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