Wenn die Theater in Berlin in die Sommerpause gehen und die Hitze in der Metropole Lust auf eine Landpartie macht, gibt es in Brandenburg nicht nur in der freien Natur, sondern auch in Scheunen, Schlössern und Dorfkirchen viel zu erleben. Dabei reicht die Palette von Alter Musik bis zum modernen Tanztheater, von der Operettengala bis zum Filmfestival.

Szenisches Konzert im Schafstall / Foto: Johannes Rudolf
An Theatern und Konzertsälen ist Brandenburg arm. Aus der Not wird eine Tugend, wenn in Bernau Blues im Kaiserlichen Postamt erklingt, wenn experimentierfreudige Bewegungskunst in einem ehemaligen Potsdamer Fabrikgebäude erlebt oder Vokalmusik in den Klosterkirchen in Heiligengrabe gelauscht werden kann.
Neben populären Sinfoniekonzerten wird im Kloster Chorin volkstümliches Theater geboten. Traditionsbewusst gibt sich die „Schöne Nonne von Lindow“. Fackeln und Sterne bringen auf der Insel Marienwerder Lieder zum Leuchten. Kunstinteressierten öffnen sich Ateliers in Caputh. Und nicht nur die Orte rund um den Schwielowsee laden dazu ein, Radwanderungen mit Atelier- und Konzertbesuchen zu verbinden.
Die Musikfestspiele Potsdam Sanssouci spüren (mehr…)
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Archivbeitrag der Ausgabe 1 | 6. Jahrgang | Frühjahr 2010
Die Fans gaben nie Ruhe: Sie forderten, schrieben, ermutigten und ermunterten. Jetzt ist Silly wieder da! Kraftvoll, ehrlich, glaubwürdig, echt. „Alles Rot“ ist der Titel ihres neuen Albums mit Frontfrau Anna Loos. 14 Jahre nach dem Tod von Tamara Danz gibt es 14 neue Songs. Wir trafen die gut aufgelegten Musiker Ritchie Barton, Uwe Hassbecker, Jäcki Reznicek und Anna Loos zum Gespräch.
14 Jahre keine CD – musste so viel Zeit vergehen?
Ritchie: Im Prinzip ja. Gerade bei den Live-Auftritten spürten wir, dass in uns und im Publikum die Leidenschaft für Silly lebt. So haben wir nach der Pause Silly wieder auf die Schienen gesetzt.

Silly / Foto: Oliver Wia
Ist „Alles Rot“ für euch eine Art Debüt- Album?
Uwe: Ja und nein. Es ist ein Comeback für Silly und unser Debüt mit Anna. Jeder von uns bewegte sich zwischen beiden Polen.
Eigentlich müsste das neue Album doch „Alles Neu“ heißen, oder? – Neue Plattenfirma, neues Management … – und von wem ist dieses tolle neue Bühnen-Outfit?
Anna: … von Guido Maria Kretschmer, einem Freund von mir.
Jäcki: … inzwischen von der ganzen Band.
Anna: Ich wollte unbedingt für die Bühne eine Jacke im Uniformstil haben. Als Guido mir dann seine Entwürfe zeigte, dachte ich: So etwas müsste eigentlich die ganze Band haben. Mode erzählt ja auch etwas über uns. Guido hat sich sehr auf uns eingestellt. Das Ergebnis ist glaubhaft, es sind Klamotten, die für uns stehen.
Uwe: Im Vorfeld für ein neues Album – und für dieses ganz besonders – sind viele Dinge zu regeln. Ein Rad muss ins andere greifen und alle müssen passen.
Jäcki: Wir haben gesucht und dann auch wirklich tolle Leute getroffen: mit der Plattenfirma Universal, dem Management „undercover“, den Produzenten. Das war kein gerader Weg, der hatte auch Einbahnstraßen und Umwege.
Anna: Es gehört eben mehr als Glück dazu, erfolgreich zu sein.
Wie lange habt ihr an diesem Album gearbeitet? (mehr…)
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