In seiner ersten Anstellung als Küchenchef sorgt Marco Giedow (33) vom Restaurant Alte Schule in Reichenwalde seit einiger Zeit für Furore und wurde dafür im November mit dem Titel „Brandenburger Meisterkoch“ geehrt. Mit 33 Jahren ist er der jüngste der drei prämierten Köche, die beim feierlichen „Gala-Diner der Berliner Meisterköche 2011“ im Berliner Hotel InterContinental ihre Ehrung entgegennahmen. Der bodenständige Lausitzer sieht es gelassen, bleibt konsequent und seinem Motto treu: „Jeder, wirklich jeder Gast soll zufrieden sein.“

Fotos: Gregor Anthes, AntheZ – MEDIASERVICE & FOTOGRAFIE
Mit dem Berliner Meisterkoch 2011 teilt Marco Giedow nicht nur den Vornamen und die Heimat Brandenburg. Genau wie Marco Müller und auch Aufsteiger Matthias Gleiß hat Marco Giedow im Restaurant Windspiel im Schloss Hubertushöhe gearbeitet – allerdings nicht zur gleichen Zeit. Seit nunmehr zwei Jahren steht Marco Giedow am Herd der Alten Schule und bereitet dort eine feine Landküche zu. „Giedow interpretiert die moderne, regionale Küche mit Leichtigkeit und Eleganz und integriert gekonnt Traditionen der ländlichen Küche. Die Alte Schule hat sich als kulinarischer Treffpunkt in Brandenburg etabliert, der ein ideales Ambiente für die anspruchsvolle Küche von Marco Giedow bietet“, begründete die Jury ihre Entscheidung. Zwar gibt es in der Alten Schule wie eh und je den Ganzjahresklassiker Brandenburger Ente. Die wird vom Meisterkoch aber saisonal aktuell mit Leberpüree, Kürbisgemüse, Salatherzen und Rotkraut angeboten. Aber es gibt auch Außergewöhnliches wie Wildschweinrücken mit Holundersoße. „Das Wild beziehe ich direkt vom Jäger“, sagt Giedow. Die Fische allerdings, die der Hobbyangler selber fängt, landen nicht in der Restaurantküche: „Die gibt es bei mir zu Hause.“ Nicht nur der Arbeitsplatz befindet sich in Reichenwalde, auch privat hat sich Giedow mit seiner Lebensgefährtin und dem fast zweijährigen Sohn in dem beschaulichen Ort niedergelassen. Gelernt hat er sein (mehr…)
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In einem Punkt sind der Michelin Guide und der Gault Millau deckungsgleich: Ihre Urteile werden von der Fachwelt und den Gourmets mit Spannung erwartet. Oliver Heilmeyer vom Restaurant 17fuffzig in Burg und Alexander Dressel, Restaurant Friedrich Wilhelm im Bayrischen Haus in Potsdam, waren und sind die Brandenburger Sternegekrönten. Daneben gibt es eine Garde von Meistern am Herd, die mit der Verbindung von Kreativität und Bodenständigkeit für regelmäßige und beständige Geschmacks-Euphorien sorgen. Im November wurde Marco Giedow vom Restaurant „Alte Schule“ in Reichenwalde zum Brandenburger Meisterkoch 2011 gekürt.
Wir schauten in gleich mehrere Kochtöpfe und kehrten begeistert von den kulinarischen Wegen übers Land zurück.
Alexander Dressel, Friedrich Wilhelm, Potsdam

Alexander Dressel Foto: © Agentur Frenkelson
Einst galt er als „junger Wilder“, der sich den Wind der großen weiten Welt um die Nase wehen ließ und eine große Portion Erfahrung aus den Küchen der europäischen Spitzengastronomie mit ins Brandenburgische brachte. Er, der stets seine Liebe zur deutschen Küche im Allgemeinen und Mutters im Besonderen betonte, kam 2003 zurück in seine Heimatregion. Als Chef de Cuisine profilierte er sich in der kulinarischen Spitzenposition des Bayrischen Hauses. Schon ein Jahr später stieg Alexander Dressel als erster Sterne-Koch Brandenburgs in die Adelsklasse der Köche auf. Im klassischen Ambiente des Restaurants „Friedrich Wilhelm“ wird seitdem eine innovative, neue deutsche Küche gepflegt und weiterentwickelt.
www.bayrisches-haus.de
Dirk Krause, Landhaus Alte (mehr…)
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Neuer Küchenchef im Resort Mark Brandenburg

„Gerichte ohne Schnickschnack“ gibt es bei Küchenchef Matthias Kleber, Foto: Resort Mark Brandenburg
Das Resort Mark Brandenburg in Neuruppin hat mit Matthias Kleber einen neuen Küchenchef verpflichtet. Er ist verantwortlich für die Leitung des Fine Dining Restaurants Parzival, des Restaurants Seewirtschaft, des kompletten Banketts und des Caterings auf der MS Fontane. Der gebürtige Neuruppiner war zuletzt Executive Chef im Haus am See in Zechlinerhütte und arbeitete unter anderem als Dozent und Ausbilder für Hotelfachschüler und Köche am Zentrum Prignitzer Wirtschaft e. V. Zudem ist Kleber als Teamchef der deutschen Nationalmannschaft der Köche aktiv und nimmt an zahlreichen internationalen Wettbewerben teil. Für den Jahresbeginn 2012 plant der umtriebige Koch die Einführung einer neuen Speisekarte im Parzival. Der Fokus soll dann auf regional und saisonal geprägten Gerichten mit erstklassigen Produkten aus dem Nordosten Deutschlands liegen. Auf Lebensmittel, die einen langen Lieferweg (mehr…)
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Fast unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit holt sich Brandenburg einen fast vergessenen und sehr wohlklingenden Beinamen zurück: Weinland. Begünstigt durch ein verändertes Klima mit höheren Durchschnittstemperaturen ergreifen immer mehr Hobby-Winzer und sogar Profis die Chance zum Anpflanzen von Rebstöcken, zur Ernte von Trauben und zum anschließenden Keltern. In vielen märkischen Regionen wird der Weinbau mit Enthusiasmus, Pioniergeist und erstaunlichen Erfolgen wiederbelebt.

Qualitätswein aus Südbrandenburg: der Müller Thurgau „Langer Berg“, benannt nach dem Schliebener Weinwanderweg, Foto: Dr. Eberhard Brüchner
Inzwischen misst die Weinanbaufläche bereits 22 Hektar. Doch damit ist das Potenzial noch längst nicht ausgeschöpft. Laut EU-Vorgaben könnte Brandenburg Wein auf einer insgesamt 30 Hektar großen Fläche anbauen. Ein Abkommen mit Rheinland-Pfalz macht das möglich. Das Bundesland verzichtete auf einen winzigen Teil seines 64.000 Hektar großen Weinreichtums zugunsten der Mark. Bis zum ursprünglichen Stand ist es aber noch ein ziemlich weiter Weg. Um 1100 hatten Zisterziensermönche den Wein in das heutige Brandenburg gebracht. Noch bis Mitte des 19. Jahrhunderts besaß fast jeder zweite Ort seinen eigenen Weinberg. Daran erinnern bis heute Namen wie „Am Weinberg“ oder „Weinbergstraße“. Doch zurückgehende Temperaturen, die gefräßige Reblaus und vor allem die Konkurrenz aus südlichen Gefilden machten der Branche zu schaffen. Dank des immer perfekter werdenden Eisenbahnnetzes waren Lieferungen aus Baden-Württemberg, Hessen oder Südtirol kein Problem mehr. Dennoch vermerkt die Chronik noch (mehr…)
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