STADT MIT GROSSEN SÖHNEN
Archiv der Ausgabe 3 | 3. Jahrgang | Sommer 2007
- Viel Geschichte, Natur, Kultur und Überraschungen: Die Fontanestadt Neuruppin
Friedrich der Große war in Neuruppin als Kronprinz Regimentskommandeur, Karl Friedrich Schinkel wurde hier geboren, und den Namen ihres Sohnes Theodor Fontane trägt die Stadt seit 1998 als Beifügung. Es scheint so, als begrüße der Dichter und nimmermüde Wanderer die Gäste der Stadt persönlich. Gleich vor der Altstadt sitzt Fontane auf seinem Sockel, beobachtet, was alles passiert, ganz so, als wäre auch er hier nur zu Besuch. Er weiß, was ein freundlicher Empfang wert ist, schließlich war er ja selbst viel unterwegs.
Foto: pixelio.deIm Mittelalter zählte Neuruppin zu den größten Städten der Mark, eine Blüte, die mit dem Dreißigjährigen Krieg allerdings schnell verwelkte. Im 18. Jahrhundert wurde Neuruppin zur Garnisonsstadt. Kronprinz Friedrich, später der ‚Alte Fritz‘, war Regimentskommandeur. Die Stadt wurde jahrelang durch die Garnison geprägt. 1787 brannte die Stadt zu zwei Dritteln ab, über vierhundert Häuser lagen in Schutt und Asche. Aus dem Desaster wurde ein Neubeginn, denn Neuruppin entstand größer und großzügiger als je zuvor. Seitdem zeigt sich die Stadt regelmäßig und weiträumig, mit drei großen Plätzen. Ein einheitliches Gesamtbild entstand, neben Potsdam ein großes Beispiel des frühklassizistischen Städtebaus. Die historische Altstadt Neuruppins besitzt eine gut erhaltene Bausubstanz klassizistischer Bürgerhäuser. Zur Attraktivität der Stadt gehört ihre Lage direkt am See: Unmittelbar (mehr…)






















Brandenburgs Seelodge inmitten unberührter Natur
Jürgen H. Blunck (Herausgeber) und Antje Naumann (Chefredakteurin) im Gespräch mit Ben Becker
Fotos: IHK Potsdam