BRANDENBURG NEWS
Archiv der Ausgabe 3 | 3. Jahrgang | Sommer 2007
- Aktuelles aus der Region

Vorstand Uwe Bögershausen (CFO), Heiner Willers (COO) und Jakobus Smit (CEO) von der aleo solar AG, Foto: aleo solar AG Archiv
► Gute Nachrichten aus dem Solar Valley: Der Solarmodulhersteller aleo solar AG ist weiter auf Erfolgskurs. Das Prenzlauer Unternehmen baut wegen der ungebrochen hohen Nachfrage nach Solarmodulen seine Produktionskapazitäten deutlich aus. Dazu wird das derzeitige Lager in Prenzlau geräumt. Außerdem werden vier neue hochmoderne Produktionslinien errichtet. Die Inbetriebnahme ist für den Frühsommer 2008 geplant. Im Herbst soll zudem der Bau eines neuen Logistikzentrums mit automatischem Warenlager beginnen. Insgesamt zeichnet sich für die aleo solar AG ein weiterhin stark wachsendes nationales wie internationales Geschäft ab.
► Starrummel in einem Wald bei Königs “Wusterhausen. Dort wurden im Juli Szenen für den Film „Valkyrie“ mit US-Star Tom Cruise in der Hauptrolle gedreht. Der Film befasst sich mit dem gescheiterten Hitler-Attentat durch Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Für die Dreharbeiten wurde die „Wolfsschanze“, Hitlers ehemaliges Hauptquartier in Ostpreußen, nachgebaut. Babelsberg habe Anfang Mai angefragt, sagte Ulrich Arnts, Amtsdirektor von Schenkenländchen im Kreis Dahme-Spreewald. Die Lage biete viele Vorteile für die Filmcrew: Die Nähe zu Berlin, wo die Schauspieler abgestiegen sind, und zu Potsdam, wo die Kulissen hergestellt werden.
► Betriebsausflug der besonderen Art: Über 400 Brandenburger Firmen luden Mitte Mai zum „Tag des offenen Unternehmens“. Die teilnehmenden Unternehmen warben mit ihren Produkten und Dienstleistungen, informierten über Ausbildungs- und Jobangebote und hielten zugleich Ausschau nach Fachkräften. Sehr zufrieden mit der Resonanz waren Vertreter von Vattenfall Europe, die von rund 6 000 Besuchern berichteten. Einen buchstäblich „großen Bahnhof“ erlebte Eberswalde bei der Zugtaufe eines ICE auf den Namen der Barnimer Kreisstadt. Für die erstmals durchgeführte Aktion im Rahmen der bundesweiten Kampagne „Land der Ideen“ überreichte Harald Eisenach, Deutsche Bank, einen Pokal. Ministerpräsident Matthias Platzeck und Dr.-Ing. Victor Stimming, Präsident der IHK Potsdam, nahmen die Auszeichnung „365 Orte im Land der Ideen“ bei der Auftaktveranstaltung in Brandenburg an der Havel stellvertretend für die Brandenburger “Wirtschaft entgegen.
► Das Land Brandenburg hat jetzt auch seinen Jakobsweg. Anfang Juli wurde der brandenburgische Abschnitt des Pilgerwegs zum Grab des Apostels Jakobus im spanischen Santiago de Compostela eingeweiht. Ausgangspunkt ist das Jakobusrelief an der Frankfurter Marienkirche.
Vorausgegangen waren zweijährige Recherchen von Studenten und Absolventen der Frankfurter Europa-Universität. Die Wissenschaftler erarbeiteten zunächst zwei Routen. Die südliche Tour verläuft über 120 Kilometer von Frankfurt über Fürstenwalde nach Berlin-Köpenick. Die nördliche, rund 130 Kilometer lange Tour, führt von Frankfurt über Müncheberg und Strausberg nach Bernau. Das Viadrina-Projekt, das bisher mit rund 70 000 Euro aus EU-Mitteln gefördert wurde, soll den Tourismus fördern.
► Die Conergy AG hat auf der Intersolar in Freiburg erste Hochleistungs-Solarmo-dule aus der eigenen Produktion in Frankfurt (Oder) vorgestellt. Die Serienfertigung dieses Typs wird unter dem Namen „Conergy PowerPlus“ ab Sommer 2007 vom Band laufen. Die Prototypen bewähren sich bereits in zahlreichen internen wie ersten externen Tests – und zeigen nach Firmenangaben herausragende Leistungskennzahlen. Die Conergy AG gilt als das umsatzstärkste Solarunternehmen Europas und zählt auch in weiteren schnell wachsenden Feldern der Erneuerbaren Energien, wie beispielsweise der Bioenergie, zu den international führenden Anbietern.
► Ihr 775-jähriges Jubiläum hat die Stadt Müncheberg gefeiert. Beim Festakt würdigte Ministerpräsident Matthias Platzeck den bürgerlichen Gemeinschaftsgeist, die Entschlossenheit und den Einfallsreichtum der Müncheberger Einwohner. Im Rahmen des Stadtjubiläums erinnerte der Regierungschef auch an den 10. Jahrestag des Wiederaufbaus der Pfarrkirche St. Marien. Sie sei ein weit über die Grenzen Münchebergs hinaus bekanntes Bauwerk, in dem Veranstaltungen aller Art stattfinden, eine Bibliothek zum Verweilen einlädt und „eine Atmosphäre der Begegnung und des geistigen Austauschs gepflegt wird“, so Platzeck.

SPA-Managerin Rebecca Birkner
► Was ist eine Quelve? „Der Begriff setzt sich aus den Worten ‚Quelle’ und ‚Elfe’ zusammen“, erläutert Rebecca Birkner, „Chef-Quelve“ und SPA-Managerin in der Landtherme des Hotels „Zur Bleiche Resort & SPA“ im Spreewald. Die Quelle versorgt Natur und Menschen mit lebenswichtigem Wasser.
Die Naturgeister und ganz besonders die Elfen, die wie die Lutki im Spreewald zu Hause sind, kümmern sich unbemerkt um das Wohlergehen der Menschen. 34 Quelven arbeiten in der 4 000 Quadratmeter großen Landtherme. Die Natur des Spreewalds ist Vorbild für die Arbeit der Quelven und Quelle für viele Anwendungen. Eingesetzt werden ausschließlich natürliche Rohstoffe: frisches Leinöl für Massagen, Leinschrot für Peelings, Quark und Honig für Packungen sowie Naturkosmetik und natürlich Wasser.
► Die Immobiliengruppe Goodman hat als Investor mit dem Bau einer neuen Logistikimmobilie für die BSH Hausgeräte Service Nauen GmbH begonnen. Das Unternehmen, das zur Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH gehört, entschloss sich aufgrund des wachsenden Geschäfts, der fortgeführten Konsolidierung ihrer Lager in Deutschland und der Eröffnung einer neuen Fabrik in Polen zur Anmietung einer Immobilie in Nauen. Das neue Logistikzentrum wird neben über 20 000 Quadratmetern Lagerfläche auch Platz für Büros bieten. Die erste Phase der Bauarbeiten soll im Oktober beendet sein. Weitere 30 000 Quadratmeter Lagerfläche könnten von Goodman maßgeschneidert fertig gestellt und zusätzlich zur Verfügung gestellt werden. „Die Entwicklung des BSH-Logistikzentrums ist für Brandenburg von großer Bedeutung“, so Dr. Marion Grigoleit, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Nauen. „Diese Erweiterung und das Interesse der Zulieferer von BSH, in die Region zu folgen, haben zu dem Projekt ‚Produktionsverbund’ geführt. Damit wollen wir Liefer- und Transportsynergien zwischen den Zulieferern und dem Endproduzenten, in diesem Fall BSH, optimieren.“
► „PerspektivWechsel“ – so lautete der Name eines Projekts, das Ende Mai durch die IHK Potsdam und das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur initiiert wurde. IHK-Präsident Dr.-Ing. Victor Stimming tauschte für einen Tag den Chefsessel mit dem Präsidenten der Fachhochschule Brandenburg, Dr. Hans Georg Helmstädter. Dieser übernahm Stimmings Posten als Geschäftsführer der Hoch- und Ingenieurbaugesellschaft Brandenburg mbH (HIB). „Wer den Blickwinkel wechselt, hat gute Voraussetzungen, sich neue Perspektiven zu erschließen“, so Dr.-Ing. Victor Stimming. „Ein intensiver Arbeitstag in einem ungewohnten Umfeld verändert nicht nur die Sicht auf das eigene Unternehmen oder auf die Hochschule, er bietet gleichzeitig neue Kontakte und stellt ungewohnte Anforderungen.“
► Eine einzigartige Ausbildungsstätte nimmt zum Wintersemester in Potsdam die Arbeit auf. Die „School of Design Thinking“ des Hasso-Plattner-Instituts wird in einem interdisziplinären Studium technisches Design im Sinne von „erfinden“ lehren. „Potsdam kann sich glücklich schätzen, eine solche Einrichtung zu beherbergen, die in Europa ihresgleichen sucht“, sagte Ministerpräsident Matthias Platzeck. „Ich danke Hasso Plattner dafür, dass er sein Engagement für Potsdam erneut so eindrucksvoll unter Beweis stellt.“ Das Hasso-Plattner-Institut an der Universität Potsdam ist seit Jahren ein Paradebeispiel dafür, wie man mit Bildung Zukunft erfolgreich planen und gestalten kann. Studenten werden dort zu IT-Spezialisten ausgebildet und gehen mit den besten Berufsaussichten ins Leben.
► 3. Potsdamer Kanalsprint: Mitten in Potsdam auf dem fast 300 Jahre alten Kanal zwischen Stadtschloss und Garnisonskirche fand am 8. Juli unter der Schirmherrschaft Matthias Platzecks der 3. Potsdamer Kanalsprint statt und begeisterte über 5 000 Zuschauer. Inzwischen zur ungewöhnlichsten Wassersportveranstaltung Deutschlands etabliert, ging im Potsdamer Themenjahr „Wasser“ die gesamte deutsche Nationalmannschaft an den Start. Sieger wurden die Kajakfahrer Fanny Fischer und Jonas Ems (Essen) sowie der Canadierfahrer Stefan Holtz aus Karlsruhe. Nach den Wettkämpfen zeigten die Sportler des WasserSkiClub Caputh waghalsige Sprünge über die Skischanze.
Organisiert wird die Kanuregatta vom Förderverein des KC Potsdam. Die Stadt Potsdam und verschiedene Unternehmen wie O 2 als Hauptsponsor, die Bahn AG, Heilit & Wörner – die das Wasser für die Flutung des Kanals bereitstellen –, die MEAB und Securitas, die Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg, Techem Energy Service und pro Potsdam unterstützen den KC Potsdam dabei tatkräftig.
Vernetztes Handeln: Die BERLIN infostores im Hauptbahnhof, im Neuen Kranzler Eck, im Brandenburger Tor und im BERLIN Pavillon am Reichstag haben seit Anfang Juli 2007 die Funktion der offiziellen Brandenburg-Information in Berlin übernommen. Informationen rund um das Reiseland Brandenburg, aber auch Kataloge und Angebotsbroschüren der TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH (TMB) wie zum Beispiel das Reisejournal, die Wassersportbroschüre „Das blaue Paradies” sowie Angebotsflyer von „Brandenburg romantisch” bis zu „Brandenburg entspannt” sind beim Besuch der BERLIN infostores erhältlich.
Beliebt wie eh und je: der Cottbuser Keks, Foto: Spreeback GmbH► Der Cottbuser Keks ist wieder da: Die Spreeback GmbH aus dem Raum Cottbus erweckte die Kultkeksmarke der DDR, den Cottbuser Keks, zu neuem Leben. Das Unternehmen, im Hauptgeschäft Spezialist für salzige Snacks, begeisterte Marktkauf, Kaufland und viele EDEKA-Niederlassungen im Osten für die traditionelle Marke in einer neuen, leicht modernisierten Verpackung. Der Keks schmeckte schon den Teilnehmern der Weltfestspiele 1951 in Berlin, der Turn- und Sportfeste in Leipzig und des Deutschlandtreffens der Jugend 1964. Der „Cottbuser“ galt wegen seines nicht bröselnden Mürbteigs als Favorit für die Herstellung des Kaffeegebäcks „Kalter Hund“.
Wasserfester Architekt: Am Freitag, dem 13. Juli, 13.13 Uhr, lud der Brandenburger Architekt Detlev Delfs ein, sein 25-jähriges Berufsjubiläum sowie das fünfjährige Bestehen der Firma Loft-Bau zu feiern. Neben Brandenburgs Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns waren viele Freunde, Kollegen und Geschäftspartner gekommen, schließlich macht der Architekt nicht nur mit Bauwerken von sich reden. Seit Mai liegen an der Steganlage der Heidrichsmühle Friedrich I., Friedrich Wilhelm I. und Friedrich II. – drei Sloepen (vor Jahrzehnten in den Niederlanden als Weiterentwicklung von Rettungsbooten entstandene Boote) von Delfs-Firma „Boots-Kontor”. Der wassersportbegeisterte Architekt suchte diesen Bootstyp aus, betreute den Ausbau und vermietet die hervorragend ausgestatteten Sloepen. In der Stadt Brandenburg sorgte Detlev Delfs für die Sanierung der Heidrichsmühle. Die Loft Bau GmbH erwarb 2002 das Kleinod, um dieses Zeugnis der Industriearchitektur des vergangenen Jahrhunderts wieder zu einem lebendigen Bestandteil der Stadt werden zu lassen. Das trifft auch für weitere Projekte von Firmenchef Detlev Delfs zu, der in Brandenburg mehrere Eigentumswohnungen und Reihenhäuser in bester Lage baut.
► An der Spitze der Geschäftsstelle von „pro agro – Verband zur Förderung des ländlichen Raumes im Land Brandenburg e. V.“ erfolgte Anfang Juli ein Wechsel. Der langjährige Geschäftsführer Hans-Jürgen Kube geht in den wohlverdienten Ruhestand und übergibt die Geschäfte seinem Nachfolger Dr. Gerd Lehmann.
- Archivbeiträge der Ausgabe 3/2006
- Archivbeiträge der Ausgabe 1/2007
- Archivbeiträge der Ausgabe 2/2007






















Marmorpalais, Foto: TMB
Foto: Schwarz/TMB-Fotoarchiv
Vater und Sohn Stimming mit „Brennabor“ an der Havel, Foto: Salge
Foto: Architecktenbüro Becker
