Brandenburg News
Archiv der Ausgabe 2 | 3. Jahrgang | Sommer 2008
„Speckers Landhaus“ hat 4 Sterne vom Deutschen Tourismusverband für seine Privatzimmer erhalten. Der bekannte Potsdamer Gastronom Gottfried Specker hatte das Landhaus in der Jägerallee im vergangenen Oktober mit Tochter Tina und Schwiegersohn Steffen Johst eröffnet. Bis zu drei Personen haben in den geräumigen Zimmern, die in Flieder, Cappuccino oder Froschgrün gestrichen sind, Platz. Eine kleine Kochnische, bei Bedarf ein Gitterbettchen für den Nachwuchs und das nur einen Steinwurf entfernte Stadt zen trum machen „Speckers Landhaus“ für Urlauber zum idealen Domizil. Auch den Gourmets kommen die liebevoll gestalteten Suiten zugute. Wer nach dem exquisiten Mahl von Küchenchef Steffen Johst nicht mehr nach Hause fahren möchte oder die Weinkarte ein wenig zu intensiv „studiert“ hat, bleibt einfach gleich dort. www.speckers.de
Steffen Kockott / PIXELIODie „Spreewälder Sagennacht“ ist mit dem Tourismuspreis des Landes Brandenburg 2008 in der Kategorie „Produkt und Dienstleistungen“ ausgezeichnet worden. Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns verlieh die Ehrung Anfang März im Rahmen der ITB. Das Amt Burg (Spreewald) und der Landkreis Spree-Neiße haben das Kulturereignis gemeinsam mit dem Staatstheater Cottbus konzipiert. Die Sagennacht „verbindet auf sinnliche Weise das Landschaftsund Kulturerlebnis im Spreewald“, heißt es in der Begründung der Jury.
„Der Preis ist eine große Anerkennung, da die Auswahl von einer hochkarätig besetzten Jury mit Tourismusexperten aus ganz Deutschland erfolgte“, freut sich Julia Kahl, Sachgebietsleiterin Tourismus des Amtes Burg (Spreewald). Das Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro verwenden Amt und Landkreis für ihre im März neu gestartete Homepage. www.sagennacht.de
Das gehört nicht in den Bereich der Sagen: Der Landkreis Spree-Neiße kann auf ein Tourismus-Rekordjahr zurückblicken. Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilte, konnte 2007 die Zahl der Gästeankünfte in gewerblichen Beherbergungseinrichtungen gegenüber dem Vorjahr um rund 2 Prozent gesteigert werden. Die Zahl der Übernachtungen wuchs sogar um über 3 Prozent. In der durchschnittlichen Auslastung der vorhandenen Bettenkapazitäten nimmt der Landkreis Spree-Neiße mit 39,7 Prozent unter allen brandenburgischen Landkreisen die Spitzenposition ein. Landrat Dieter Friese sieht einen Grund dafür in den Investitionen des Landkreises. Dieser hatte in den zurückliegenden Jahren erhebliche Summen in die touristische Infrastruktur investiert und fast 500 km Radwege neu gebaut. www.lkspn.de
Dr. Winfried HankaEhrung für hervorragende Erdbebenforschung: Dr. Winfried Hanka vom GeoForschungsZentrum Potsdam hat Anfang März die „Ernst von Rebeur- Paschwitz-Medaille“ für außergewöhnliche Leistungen in der Seismologie erhalten. Der Wissenschaftler hat mit dem Aufbau des globalen GEOFONNetzes und dessen internationaler Vernetzung einen wesentlichen Beitrag zur Schaffung eines modernen globalen Erdbeben-Warn- und Forschungs systems geleistet. Professor Reinhard Hüttl, der Vor stands vor sitzen de des GFZ Potsdam: „Unser weltweit arbeitendes GEOFON-Netz hat sich seit Jahren als sehr verlässliches und innovatives seismologisches Netzwerk erwiesen. Das geht maßgeblich auf die Arbeiten von Dr. Hanka zurück.“ www.gfz-potsdam.de
Vielleicht erhalten auch sie eines Tages eine Medaille: Cottbuser Wissenschaftler erforschen die Entstehung eines Ökosystems vom Punkt Null an. In der Nähe von Welzow südlich von Cottbus wurde ein rund sechs Hektar großes, künstliches Einzugsgebiet geschaffen. Im Rahmen eines weltweit einmaligen Grundlagenforschungsprojektes an der BTU Cottbus untersuchen rund 40 Umwelt- und Naturwissenschaftler, wie sich Lebensräume und Lebensgemeinschaften von Tieren und Pflanzen in einer neu entstandenen Landschaft entwickeln. www.hydrologie.tu-cottbus.de
Untersuchung einer neu entstandenen Landschaft in der Nähe von Welzow; Foto: BTU-FZLBDer Solarboom in Brandenburg geht weiter. Mitte März wurde in Fürstenwalde der Grundstein für die Solarfabrik „Sun Two“ gelegt. Die Fabrik der Firma Odersun soll nach Fertigstellung die bereits seit einem Jahr in Frankfurt (Oder) produzierende Schwesterfabrik „Sun One“ ergänzen. Kaum eine andere Branche habe in den vergangenen Jahren für so viel Erfolg im Land Brandenburg gesorgt wie die Photovoltaik, erklärte Staatssekretär Clemens Appel bei der Grundsteinlegung. Insgesamt stamme rund jede sechste produzierte Solarzelle aus Ostdeutschland. www.odersun.de
Die Johanna Solar Technology GmbH hat einen Auftrag aus China erhalten. Gemeinsam mit dem Oldenburger Unternehmen IFE baut die in der Stadt Brandenburg ansässige Gesellschaft in der Provinz Shandong eine hochmoderne Dünnschicht-Solarmodulfabrik. „Wir sehen Asien als hochinteressanten Produktionsstandort an, aber auch als den Absatzmarkt von übermorgen“, so Geschäftsführer Jeroen Haberland. Grundlage der Modulfabrik ist die in Südafrika entwickelte CIGSSe-Technologie, die in der hochmodernen Produktionsstätte in Brandenburg von Johanna Solar Technology zur Industriereife gebracht wurde. www.johanna-solar.com
Interfloat Gelände; Foto: InterfloatDas ehemalige Fernsehglaswerk im südbrandenburgischen Tschernitz wird zu einer der modernsten Produktionsstätten für Solarglas umgebaut. Anfang April stellte Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns den Investor im Potsdamer Industrieclub der Öffentlichkeit vor. Das Liechtensteiner Unternehmen Interfloat Corporation will 50 Millionen Euro in das Werk investieren. Die Serienproduktion von Flachglas für Solarmodule soll mit 140 Beschäftigten im September aufgenommen werden. www.interfloat.com
Das internationale Unternehmertreffen für Energie- und Umwelttechnik „Green Ventures“ wird in diesem Jahr vom 4. bis zum 6. Juni und damit bereits zum elften Mal in Potsdam veranstaltet. In den vergangenen Jahren nahmen an der Brandenburger Veranstaltung insgesamt über 3.000 Firmen teil. Die diesjährige Kooperationsbörse in Potsdam, die sich besonders an die Bereiche Boden, Wasser, Luft, Energie, Bauen, Recycling und regenerative Materialien richtet, wird neben den Einzelgesprächen der Teilnehmer auch Exkursionen im rogramm haben. Zu den „Green Ventures 2008“ werden Unternehmen und Institutionen aus China, Skandinavien, Italien, Polen, dem Baltikum, Belgien, Großbritannien, Tunesien, Tschechien, Deutschland und vielen weiteren Ländern erwartet. www.green-ventures.com
Green Ventures – das Unternehmertreffen für Energie- und Umwelttechnik; Foto: Torsten StehrÜber die Chancen des internationalen Gesundheitsmarktes für Anbieter aus Brandenburg diskutierten Teilnehmer auf einem Workshop, zu dem das SSI-Institut für Tourismus und Marketing Ende April nach Berlin eingeladen hatte. Rund 30 Mitarbeiter aus Kur- und Bäderorten des Landes, Kliniken, Medical-Wellness-Einrichtungen und regionalen Tourismusverbänden erörterten die Bedingungen und Möglichkeiten, den Gesundheitsstandort Brandenburg attraktiv zu vermarkten. „Dabei ist die Verbindung von medizinischer Kompetenz, einer funktionierenden Therapie-Infrastruktur, intakter Natur und vielfältigen Kultur- und Tourismusangeboten eine Stärke Brandenburgs“, so Joachim Lieber, Generalsekretär des Europäischen Heilbäderverbandes, auf dem Workshop. Der Verband vergibt das Qualitätssiegel „EUROPESPA med“, ein internationales Gütesiegel, das bislang 30 Gesundheitseinrichtungen in zehn Ländern Europas tragen. Der Workshop war Bestandteil des Projektes „Innovationsradar Gesundheitswirtschaft“, mit dem das SSI seit Herbst 2006 marktfähige Angebote für die Brandenburger
Gesundheitswirtschaft entwickelt. www.ssi-berlin.de
In Meseberg entsteht ein Luxushotel. Die Münchner Messerschmitt-Stiftung, die auch das Barockschloss sanierte, baut für rund 2,5 Millionen Euro ein Vier-Sterne-Hotel. Das zweigeschossige Gebäude befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Schlossgelände. Alle Zimmer des Hauses haben „Promi-Blick“ – man schaut direkt auf das Gästehaus der Bundesregierung und wird vielleicht den einen oder anderen Blick auf die anwesende Politprominenz erhaschen können. Im Spätherbst soll die neue Herberge eröffnen, betreiben wird sie Bert Groche, der bereits das Restaurant „Schlosswirt Meseberg“ in der alten Stellmacherei und Brennerei am Schloss führt. www.schlosswirt-meseberg.de
Thomas Altenberger, Barkeeper des Jahres 2008Gault Millau Auszeichnung für Thomas Altenberger von der „Bristol Bar“ des Kempinski Hotel Bristol Berlin: Der passionierte Barkeeper erhielt seine Auszeichnung als „Barkeeper des Jahres 2008“ am 12. November 2007 bei einer Präsentation in Saarbrücken. Thomas Altenberger kann auf umfangreiche Erfahrungen in den besten Bars Deutschlands zurückblicken und auch bei diversen TV Auftritten stellte er seine köstlichen Fähigkeiten unter Beweis. Seine Eigenkomposition mit dem Namen Cellerie Booster ist nur eine von vielen leckeren Cuisine Style Cocktails. Barkeeper ist für ihn kein Beruf, sondern eine Lebenseinstellung. www.kempinski-berlin.de
Anfang April sind in Berlin die „Synchron-Oscars“ in neun Kategorien verliehen worden. Ausgezeichnet wurden unter anderen Jasmin Tabatabai für ihre ynchronarbeit in „La Vie en Rose“ als die Stimme von Edith Piaf und Tobias Meister für seine Arbeit in „Der letzte König von Schottland“ als Stimme von Forest Whitaker. Schirmherrin der Veranstaltung war abermals Brandenburgs Kulturministerin Frau Prof. Dr. Johanna Wanka. Für die anschließende 1. Synchronparty Deutschlands wurde im ehemaligen Filmtheater KOSMOS in Berlin Mitte der rote Teppich für 300 geladene Gäste aus Hamburg, München, Berlin, Potsdam und Düsseldorf ausgerollt. Unter den Gästen gesichtet: Judy Winter, Jasmin Tabatabai, Otto Mellis, Philipp Moog, Andrea Kathrin Loewig, Klaus Sonnenschein, Friedrich Schoenfelder, Udo Schenk, Daniela Hoffmann, Bambi-Preisträgerin Lisa Kreuzer, Regina Lemnitz, Nana Spier u.v.a. www.deutscher-preis-fuer-synchron.de
Ausstellung „Kunst der Serigrafie“ Galerie Ruhnke; Foto: K.T. BlumbergNeue Wege beschreitet die Potsdamer Galerie Ruhnke: Für die Schau „Kunst der Serigrafie“ kooperiert die Galerie mit der HypoVereinsbank, die sich verstärkt im Bereich der Gegenwartskunst in Potsdam engagieren will. Die Werke sind daher sowohl in den Galerieräumen in der Hegelallee 41 als auch in der HypoVereinsbank in der Dortustr. 67–70 zu sehen. Noch bis zum 1. Juni 2008 werden an beiden Orten über 70 Siebdrucke von 14 Künstlerinnen und Künstlern aus der Edition von Ulrich Grimm, Magdeburg, gezeigt. Ulrich Grimm gilt als einer der renommiertesten künstlerischen Siebdrucker in Deutschland. Alle Besucher können an der Verlosung eines Kunstwerkes teilnehmen. Die „Kunst der Serigrafie“ ist die letzte Schau der Galerie Ruhnke in der Hegelallee. Neue größere Räume werden ab Mitte des Jahres bezogen. www.galerie-ruhnke.de
Die Filzpantoffeln im Schloss Sanssouci sind Geschichte. Besucher von Potsdams bekanntestem Preußen-Schloss können das Kulturerbe nun bestaunen, während sie über einen beigefarbenen Velourteppichläufer mit Filzrücken laufen. Zu verdanken ist dies der Firma von Polsterermeister Hans-Gerald Eckert „freiraum einrichten“, die insgesamt 300 Quadratmeter Teppichläufer verlegte und in diesem Jahr übrigens ihr zehnjähriges Jubiläum feiert. Neben Teppichen zählen auch Möbel, Leuchten und Stoffe wie auch Sichtund Sonnenschutz zum Sortiment des Innenausstatters, dessen Einrichtungsstil man durchaus als „reduziert, modern hochwertig“ bezeichnen kann. So ist auch der Teppich in Sanssouci alles andere als barock, jedoch in jedem Fall „keine Standardlösung“, sondern eine ganz spezielle Anfertigung, die dem Parkett den nötigen Schutz bietet – getreu dem Motto des Einrichters: natürlich individuell. www.freiraum-potsdam.de cr
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