Brandenburg-News
- von Cecilia Reible

Neues Palais, hier beginnt am 28.4. die Ausstellung „Friederisiko“, © SPSG / Foto: Michael Lüder
Brandenburg feiert den Alten Fritz: Anlass ist der 300. Geburtstag Friedrichs des Großen am 24. Januar 2012. Während des Jubiläumsjahres sind eine Reihe von Veranstaltungen geplant. Den Auftakt macht das „Fest für Friedrich“ vom 12. bis zum 24. Januar in Potsdams historischer Innenstadt. Ein weiterer Höhepunkte ist die Ausstellung „Friederisiko – Friedrich der Große“ vom 28. April bis zum 28. Oktober im Neuen Palais im Park Sanssouci. In verschiedenen Themenbereichen soll die Person des Monarchen, seine Umgebung und seine Rolle für die politische Entwicklung Europas dargestellt werden. In 70 Räumen auf etwa 6.000 Quadratmetern Fläche werden viele sonst eher verborgene Stücke gezeigt. Präsentiert werden zum Beispiel ein originales Militärzelt aus dem Siebenjährigen Krieg und das Skelett des letzten Reitpferdes. Geldgeber sind unter anderem die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Mittelbrandenburgische Sparkasse.
www.spsg.de
Das Sport & SPA Resort A-ROSA Scharmützelsee erhielt Anfang November den SENSES Award als „Best European Golf & SPA Resort 2011“. Den Preis vergab das weltweit verbreitete exklusive Reise-Wellness-Lifestyle- Magazin, zu dessen Leserkreis auch Hollywood-Stars wie George Clooney und Angelina Jolie gehören, zum 16. Mal an die „Besten der Besten“. Bei einem Gala-Abend im Londoner Corinthia Hotel nahm Carsten Willenbockel, Direktor des exklusiven Hauses am Scharmützelsee, den Award entgegen. „Diese Auszeichnung ist für mich ein weiterer Beweis, dass wir auch international in der höchsten Liga angekommen sind. Für mich und mein Team ist diese schöne Würdigung Lohn und Ansporn zugleich“, so der Hotelmanager. Grund zum Feiern hat auch Matthias Rösch, Küchenchef der „Villa am See“ im A-ROSA Resort am Scharmützelsee. Er erhielt im aktuellen Gault Millau 14 Punkte. Das Restaurant ist seit April ein Fine Dining Restaurant. Bewertet wurden das Ambiente, die Küche und der Service. Die Kreationen von Küchenchef Matthias Rösch überzeugen durch anspruchsvolle Produktauswahl und gute Zubereitung.
www.resort.a-rosa.de/scharmuetzelsee

Neu in Chorin: Christoph Drescher, Foto: Lukas Gold
Der Berliner Kulturmanager Christoph Drescher wird neuer künstlerischer Leiter des Choriner Musiksommers. Ab der Saison 2014 übernimmt er die Nachfolge von Prof. Dr. Gunther Wolff, der das Amt nach 50 Jahren zum Ende der Jubiläumssaison 2013 abgibt. „Wir freuen uns, mit Christoph Drescher einen ebenso jungen wie erfahrenen Nachfolger gefunden zu haben“, sagte Claas Cordes, Vorsitzender des Trägervereins Choriner Musiksommer e. V. „Gerade wegen seiner Einbindung in die Musikszene Ostdeutschlands bringt er das notwendige Gespür für die Besonderheiten des Choriner Musiksommers mit.“ Christoph Drescher ist Geschäftsführer und Festivalleiter der Thüringer Bachwochen. Zuvor war er in gleicher Funktion unter anderem für die Jüdischen Kulturtage in Berlin, das Köstritzer Spiegelzelt in Weimar und das IMPULS Festival für Neue Musik in Sachsen- Anhalt tätig. Der Choriner Musiksommer wurde 1964 gegründet und ist heute das erfolgreichste Orchesterfestival im Land Brandenburg.
www.choriner-musiksommer.de
Nach nur viereinhalb Monaten Bauzeit wurde am 24. November die Richtkrone über dem neuen 244-Betten-Haus des künftigen Bio-Hotels auf dem Landgut A. Borsig in Groß Behnitz hochgezogen. Es ist das einzige Hotel in und um Berlin, das durchweg nach Bio-Standards gebaut wird: Photovoltaikanlage mit maximaler Selbstnutzung von 72 KW, Verwendung von Regenwasser für die Toilettenspülung, elektrosmogreduzierte Zimmer, Bio-Bettwäsche und vieles mehr. Das zukünftige 4-Sterne-Hotel, das eine Lücke im touristischen Angebot des Havellandes schließt, entsteht mit Unterstützung des Landes Brandenburg und der EU.
www.landgut-aborsig.de

Aquarell von Natalie Hettinger
Vielfarbige Aquarelle schmücken gegenwärtig die Wände des Restaurants ZIEGELHOF am Zehdenicker Kirchplatz. „Illustrationen ohne Bücher“ heißt die Ausstellung mit Werken der Wahlberlinerin Natalie Hettinger. Ihre Bilder zeigen Motive, die den Märchenbüchern der Kindheit entsprungen zu sein scheinen: Feen und Gnome, kleine Könige und große Rotkäppchen, Bären und Wölfe, skurrile Geister und verwunschene Prinzen. Die aus Taschkent stammende Künstlerin lebt seit etwa 15 Jahren in Berlin. In der Hauptstadt widmet sie sich verschiedenen Kunstprojekten. Ihre Werke sind unter anderem in der Galerie „Kunstreich“ am Pergamonmuseum zu sehen. In Zehdenick kann man die fantasievollen Arbeiten noch bis zum 18. März 2012 bestaunen. www.ziegelhofonline.de
Gipfeltreffen zum Geburtstag: Das media.net berlinbrandenburg konnte Mitte Oktober auf den 10. Jahrestag seiner Gründung zurückblicken. Gefeiert wurde beim 30. mediengipfel, einer gemeinsamen Veranstaltung von media.net und Medienboard, mit illustren Gästen wie den CEOs von Axel Springer, Universal Music, UFA und DDB sowie der Deutschen Telekom. „Wir vereinen nicht nur die beiden Länder, sondern bringen auch die verschiedenen Mediengattungen an einen Tisch“, freut sich Bernd Schiphorst, der 2001 als Medienbeauftragter das Netzwerk gründete und heute Vorstandsvorsitzender ist. Im media.net treffen Garagenbetriebe auf weltweit renommierte Konzerne, junge Kreative begegnen langjähriger Erfahrung. Das media.net hat rund 350 Mitglieder, allein seit 2009 begrüßte das Netzwerk 200 neue Mitglieder – ein Wachstum von über 125 Prozent.

v. l. n. r.: Hendrik Sommer, Krzysztof Soska, Dietmar Schulze und Jürgen Polzehl, Foto: Alexandra Spitza
Sekttaufe in Stettin: Mitte Oktober weihten der Landrat der Uckermark, Dietmar Schulze, sowie die Bürgermeister von Schwedt/Oder und Prenzlau, Jürgen Polzehl und Hendrik Sommer, im Beisein des Vize- Stadtpräsidenten Stettins Krzysztof Soska die Uckermark-Straßenbahn ein. Bereits seit dem Sommer wirbt die Straßenbahn mit ihrer außergewöhnlichen Beklebung in der polnischen Nachbarstadt für den brandenburgischen Landkreis. „Mit der Uckermark-Straßenbahn möchten wir auf unsere Region aufmerksam machen und viele Interessierte ermuntern, sich vor Ort von der schönen Landschaft und dem großen Kulturangebot zu überzeugen“, sagte Landrat Dietmar Schulze. Auch die Stadt Stettin begrüßt die Initiative der Brandenburger. „Für uns ist die Uckermark-Straßenbahn ein Ausdruck guter Nachbarschaft“, bekräftigt Krzysztof Soska, Vize-Präsident der Stadt Stettin.
www.ic-uckermark.de
Gut besucht war der 5. Potsdamer GründerTag Mitte November in der IHK Potsdam. Existenzgründer/innen und junge Unternehmen konnten sich bei der Veranstaltung über alles Wissenswerte rund um das Thema Selbstständigkeit informieren. „Jede erfolgreiche Gründung ist ein wichtiger Baustein für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Stadt“, so Oberbürgermeister Jann Jakobs. Er verwies auf die guten Rahmenbedingungen sowie Unterstützungsangebote in der Landeshauptstadt Potsdam. Im Jahr 2011 wurden bisher 1.184 Gewerbebetriebe neu gegründet. Durch die über 12.600 gewerblichen Unternehmen mit Sitz in Potsdam zeigt sich ein stabiler und stetig zunehmender Gewerbebestand.
www.gruenden-in-potsdam.de

Bald Kooperationspartner der Sorbonne: die Viadrina in Frankfurt, Foto: Heide Fest
Die berühmte Pariser Universität Sorbonne will mit der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) zusammenarbeiten. Geplant seien gemeinsame Forschungsprojekte und Studiengänge, sagte Viadrina-Präsident Gunter Pleuger. Die Europa- Universität sei 20 Jahre nach ihrer Gründung weit über die Grenzen Deutschlands bekannt und kooperiere mit 240 Hochschulen. Als einzige Brandenburger Universität ist die Viadrina in die Endrunde der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder gekommen. Beworben hatten sich die Frankfurter mit dem Thema „B/orders in Motion“. Dabei soll zu verschiedenen Arten von Grenzveränderungen, etwa auf sozial-, kulturund wirtschaftswissenschaftlichem Gebiet, geforscht werden. Sollte die Viadrina den Zuschlag erhalten, kann die Uni über fünf Jahre ein sogenanntes Forschungscluster einrichten. Die Entscheidung über die Vergabe fällt am 15. Juni 2012.
www.europa-uni.de
Nach einjähriger Planungs- und Genehmigungsdauer nimmt die neue Motocross-Strecke am Lausitzring Gestalt an. Der Kurs selbst – entworfen vom belgischen Streckendesigner Freddy Verherstraeten – ist bereits fertig. Im vergangenen Herbst war der renommierte Konstrukteur dafür höchstpersönlich einige Tage am Lausitzring zu Gast, um mit seinem Team das zu formen, was er vorher auf dem Reißbrett entworfen hatte. Zum Richtfest kam neben den Fans und Vertretern aus Sport, Politik und Wirtschaft auch der frischgebackene MX2-Weltmeister Ken Roczen. Er drehte gemeinsam mit Motocross- Kids aus Brandenburg und Berlin die ersten Runden auf der neuen Strecke. „Das wird eine der besten Strecken in Deutschland“, verkündete der Weltmeister vor 1.900 Richtfestbesuchern.
www.lausitzring.de

Die Mitarbeiter des Arbeitsministeriums um Minister Günter Baaske (4. v. r.), Foto: Florian Engels
Die Sozialpartnerschaft in Brandenburg bekommt weiteren Schub. Dafür wurde Mitte November im Arbeitsministerium der Sozialpartnerdialog Brandenburg gegründet. An dem Dialog sind unter Moderation des Ministeriums Unternehmens- und Branchenverbände sowie Gewerkschaften beteiligt. Die Partnerschaft soll dazu beitragen, die großen strukturellen Aufgaben der Zukunft in Brandenburg gemeinsam zu bewältigen. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit Brandenburgs zu stärken und gute Arbeitsbedingungen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu schaffen. „Die Herausforderungen, die sich vor allem aus dem Rückgang der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter ergeben, sind enorm“, sagte Arbeitsminister Günter Baaske. „Um sie zu bewältigen, brauchen wir handlungsfähige Partner und einen stetigen und konstruktiven Dialog mit ihnen.“
www.masf.brandenburg.de
Ende November wurde ein neuer Vorstand der Handwerkskammer Cottbus gewählt. Der bisherige Präsident, Bäckermeister Peter Dreißig, behält sein Amt für die kommenden fünf Jahre. Die Mitglieder der Vollversammlung waren sich einig und votierten einstimmig für den 59-Jährigen. Das Hauptaugenmerk seiner bevorstehenden Amtszeit möchte er auf die Förderung des Handwerkernachwuchses legen. „Wir wollen junge Leute für eine Lehre im Handwerk begeistern.“ Neben Peter Dreißig wurden fünf weitere Vorstandmitglieder erneut gewählt, darunter die beiden Vizepräsidenten Hans-Joachim Waury und Karsten Drews. Neu im Gremium ist unter anderem Gerald Krüger, Elektroinstallateur und Kreishandwerksmeister des Landkreises Dahme-Spreewald. Er will in seiner Amtszeit insbesondere den Norden des Kammerbezirks stärker vertreten.
www.hwk-cottbus.de
Fritz Georgi, Geschäftsführer der bbw Bildungswerk Frankfurt (Oder) GmbH, und Dr. Werner Gerlach-Blumenthal, Direktor Strategy & Innovation der Odersun AG, wurden im November in den Vorstand der Solarregion Berlin-Brandenburg gewählt. Neben den beiden neuen Vorstandsmitgliedern vertreten weiterhin Fred Kehler, Geschäftsführer der B5 Solar GmbH, David Wortmann, Leiter des Hauptstadtbüros der First Solar GmbH, Klaus Kröpelin, Leiter des Geschäftsfeldes Standortpolitik/ Innovation bei der Industrie- und Handelskammer Ostbrandenburg, sowie tst-c Geschäftsführer Thomas Schmidt das Netzwerk, in dem sich gegenwärtig 15 Mitgliedsunternehmen und -institutionen zusammengeschlossen haben. Der Verein, der seit 2009 die Interessen beider Bundesländer vertritt, fördert die Vernetzung von Industrie, Wissenschaft und Verwaltungsinstitutionen.
www.solarregion-berlin-brandenburg.de
Auszeichnung für das Patenprojekt „Du und Ich“ aus Strausberg im Landkreis Märkisch-Oderland: Der Verein „Menschen in Kooperation“ (MIKO e. V.) als Projektträger gehört zu den 52 besten Ideen für die Bildungsrepublik. Anfang November überreichte Brandenburgs Familienminister Günter Baaske den Helferinnen und Helfern den Bundespreis. Beim Projekt „Du und Ich“ bekommen Kinder ab vier Jahren, die in schwierigen Familienverhältnissen aufwachsen, mit einer Patin oder einem Paten eine verlässliche Bezugsperson an die Seite. Für ihre Patenkinder nehmen sich die ehrenamtlichen Helfer mehrere Stunden pro Woche Zeit. Zwei weitere Preisträger kommen ebenfalls aus Brandenburg: Die „Begabtenförderung von Grundschülern“ des Johann-Wolfgang-von-Goethe-Gymnasiums aus Pritzwalk in der Prignitz und der „Kinderhörsaal auf dem Lande“ des Mehrgenerationenhauses Rückersdorf (Elbe-Elster).
www.miko-strausberg.de
Der weltweit größte Solarpark steht in der Nähe von Senftenberg. Ende September eröffnete Ministerpräsident Matthias Platzeck die Solarstrom-Anlage, die von der Berliner Saferay GmbH auf einer ehemaligen Tagebaufläche errichtet wurde. Das Solarkraftwerk sei innerhalb von drei Monaten errichtet worden, sagte Saferay-Geschäftsführer Marko Schulz. „Mit dem Projekt zeigen wir, dass Photovoltaik-Großkraftwerke schneller zu entwickeln und zu realisieren sind als alle anderen Kraftwerkstypen.“ Zudem seien die Kosten für die Stromerzeugung selbst in einem weniger sonnigen Land wie Deutschland günstiger als zum Beispiel mit Offshore Windkraft. Direkt neben der neuen Anlage erzeugen bereits zwei weitere Solarparks umweltfreundlichen Strom. Mit einer gesamten Leistung von 150 MW ist damit laut Unternehmen der weltgrößte Photovoltaikkomplex am Netz. Das Werk speise für rund 50.000 Haushalte Strom in öffentliche Energienetze ein.
www.saferay.com
Fünf Krankenhäuser, knapp 20 Pflegeheime, 40 Apotheken, rund 100 Allgemeinmediziner, etwa 140 Zahnmediziner und Kieferorthopäden, insgesamt etwa 470 niedergelassene Ärzte, 1.167 Pflegeheimplätze und mehr als 1.800 Krankenhausbetten – so sieht die medizinische Versorgung im Raum Potsdam aus. Einzelheiten lassen sich im „Wegweiser Gesundheit Potsdam und Umgebung 2011/2012“ nachlesen, der Mitte November vorgestellt wurde. Herzstück der Broschüre ist der Gesundheitsteil mit umfangreichen Übersichten, etwa von Ärzten, Hebammen, Apotheken oder Krankenhäusern. Außerdem erwarten den Leser redaktionelle Beiträge und viel Wissenswertes zu den Themen Gesundheit, Alterspflege sowie Tipps zu gesundheitlichen Leistungen. Die Broschüre kann beim Gesundheitsamt der Landeshauptstadt Potsdam kostenfrei abgeholt oder aus dem Internet heruntergeladen werden.
www.potsdam.de/downloads
Mehr als 10.000 Menschen feierten am Abend des 24. Novembers nach gut neunmonatiger Bauzeit Richtfest an Brandenburgs Landtagsneubau in Potsdam. Das Gebäude entsteht in der Stadtmitte in der äußeren Gestalt des im Weltkrieg zerstörten Stadtschlosses der Hohenzollern. „Wir geben Potsdam ein Stück seiner historischen Mitte zurück“, sagte Landtagspräsident Gunter Fritsch. Nach der Sommerpause 2013 soll der Landtag hier seine Arbeit aufnehmen. Neben dem Plenarsaal, der dort entsteht, wo einst der Festsaal Friedrichs II. war, wird es Fraktionsräume und Büros für die Abgeordneten geben. Der Innenhof soll für Konzerte genutzt werden. Das Landtagschloss ist auch das Kernstück für den Wiederaufbau der historischen Mitte Potsdams.
www.stadtschloss-potsdam.org
Archiv:
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- Archivbeiträge der Ausgabe 1/2011
- Archivbeiträge der Ausgabe 2/2011
- Archivbeiträge der Ausgabe 3/2011






















