Ball der Wirtschaft
Archivbeitrag der Ausgabe 1 | 6. Jahrgang | Frühjahr 2010
- von Johanna Vogtländer
Tanzen und flanieren, sehen und gesehen werden, sich amüsieren und flirten, Kontakte knüpfen und Freunde treffen: Knapp 800 Gäste aus Wirtschaft, Politik, Kultur, Wissenschaft, Sport, Medien und Gesellschaft trafen sich am 20. Februar 2010 zum 10. Ball der Wirtschaft des Landes Brandenburg unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Matthias Platzeck im Kongresshotel Potsdam am Templiner See.

Eine der besten Gala-Bands Deutschlands: Das Orchester Dirk Jecht, Foto: Orchester Dirk Jecht
Längst hat sich der Ball der Wirtschaft zu einem der bedeutendsten gesellschaftlichen Ereignisse in der Landeshauptstadt entwickelt. Die Karten sind begehrt, der Promi-Faktor steigt und die Vorfreude der Ballbesucher auf diese rauschende Nacht ist hoch. In die vielen heiteren Klänge der Ballnacht mischten sich aber auch ernsthafte Töne. Für die sorgte die Schauspielerin Iris Berben. Auch auf dem Jubiläumsball wurden die Erlöse für einen anerkannten gemeinnützigen Zweck übergeben. „Wir werden den Iris Berben Fonds für Gehirnforschung unterstützen“, so IHK-Präsident Victor Stimming im Namen der Ball-Veranstalter Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam, Handwerkskammer Potsdam sowie WirtschaftsForum Brandenburg e. V. im Vorfeld des Balls.

Iris Berben engagiert sich seit Jahren gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus, Foto: MOOVIE THE ART OF ENTERTAINMENT
Iris Berben ließ es sich auch nicht nehmen, die Spende auf dem Ball persönlich entgegenzunehmen. Die sozial engagierte Schauspielerin, die sich seit Jahren kontinuierlich gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und für das Existenzrecht des Staates Israel einsetzt, gründete zu Beginn des Jahrtausends den Fonds für Gehirnforschung am Interdisciplinary Center for Neural Computation an der Hebräischen Universität Jerusalem. Inzwischen ist diese medizinwissenschaftliche Einrichtung das größte derartige Forschungszentrum weltweit. Am Interdisciplinary Center for Neural Computation (ICNC) in Jerusalem sind 25 Wissenschaftler von Weltruf und 60 hochbegabte Doktoranden verschiedener Forschungsbereiche tätig. Sie erforschen die Mechanismen des Hirns und entwickeln Therapien zur Behandlung der Parkinson-Krankheit. Die karitativen Spenden beim Ball der Wirtschaft haben längst Tradition. So nahm im vergangenen Jahr Eislauf-Königin Katarina Witt 25 000 Euro zur Unterstützung behinderter Kinder und Jugendlicher entgegen. 2008 entschieden sich die Veranstalter für das Projekt „PerspektivFabrik“ von Boxchampion Henry Maske in Mötzow.
Appassionante zum Jubiläumsball

Die jungen Italienerinnen von Appassionante sorgten für Stimmung, Foto: Alessandro Frezza
Die Ballgäste erwartete ein abwechslungsreiches Programm mit vielen Facetten. Ein breites Repertoire internationaler Tanz- und Unterhaltungsmusik in vorzüglicher musikalischer Qualität boten die exzellenten Musiker des Orchesters Dirk Jecht. Das Orchester gehört zu den besten Gala-Bands Deutschlands und überzeugte auch an diesem Abend. Dicht umlagert und gefeiert wurde der Auftritt der britischen Sängerin bajanischer Herkunft Zeeteah, die die Gäste der Nacht auf eine temporeiche musikalische Zeitreise mitnahm. Entspannende Momente erlebten die Gäste in der Partylounge. Hier sorgte Thomas Otto mit seinen „Close-up“- Tricks an der gläsernen Piano-Bar für magische Augen-Blicke. Pianist Maximilian Kraft unterhielt die Gäste stimmungsvoll mit einem Mix aus Pop, Soul, Jazz, Klassik und Musical Evergreens.
Ein DJ mit Promi-Faktor ist Giulia Siegel, die neben der Karriere als Schauspielerin und Model seit mehr als zehn Jahren in bekannten Clubs in ganz Europa – und an diesem Abend in Potsdam – Platten auflegte. Kultureller Höhepunkt der Ballnacht war der Auftritt des italienischen Trios Appassionante. Die drei jungen Römerinnen Stefania, Mara und Giorgia ließen Pop und Klassik so verschmelzen, dass etwas ganz Neues und Einmaliges entstand. Die temperamentvollen Sopranistinnen waren auch optisch ein Erlebnis.
Keine Chance für Tanz-Muffel

Tanz-Muffel hatten beim Ball der Wirtschaft keine Chance, Foto: Michael Kunczak / IHK
Eine originelle Idee des Jubiläums-Balls waren die Taxi-Dancer. Das sind charmante und höfliche Tanzprofis, die Damen und Herren jeden Alters zum Tanz auffordern. Mit dieser Tanz- Begleitung werden sowohl klassische als auch moderne Paartänze wie Samba, Foxtrott, Walzer, Cha Cha Cha oder Disco-Fox zur Leichtigkeit. Denn die meisten Frauen tanzen für ihre Leben gern, und angesichts dieser Konkurrenz überwand so mancher Herr urplötzlich seine Tanzunlust …
… oder überzeugte seine Partnerin von der Idee, am Roulettetisch das Glück herauszufordern. Im Flanierbereich inszenierte die Spielbank Potsdam ein Casino – mit viel Spaß, Spannung und ganz ohne Spieleinsätze. Sehr entspannt war die Atmosphäre in der Zigarrenlounge. Hier zeigte die brasilianische Zigarrenmacherin Joelnize Silva aus dem Hause Dannemann die Kunst des Zigarrenrollens. Schwere Sofas luden zum Verweilen und zur Kommunikation bei Zigarre und gutem Whisky ein. Eine Ballnacht ist auch eine Herausforderung an Frisur und Make-up. So hatte das Team in der Beautylounge alle Hände voll zu tun. Dabei nutzten viele Gäste den Besuch für eine entspannende Massage, schließlich verlangt eine Ballnacht viel Kondition.
Aktive Wirtschaft
Der Ball lebt von der Unterstützung vieler Brandenburger und Berliner Unternehmen. Hauptsponsor war die EMB-Erdgas Mark Brandenburg GmbH. Den Shuttle- Service in den komfortablen Limousinen von BMW ermöglichte das Autohaus Ehrl aus Potsdam-Babelsberg. Und druckfrisch gab es an diesem Abend auch die neue Ausgabe des TOP Magazins Brandenburg.
www.ballderwirtschaft.brandenburg.de
Archiv:
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