Archivbeitrag der Ausgabe 1 | 6. Jahrgang | Frühjahr 2010
Zum zweiten Mal fand am 27. Januar 2010 in der Brandenburger Landeshauptstadt der gemeinsame Neujahrsempfang der Wirtschafts-, Freiberufs- und Heilberufekammern unter dem Motto „Horizonte 2010“ statt. 500 Gäste aus Wirtschaft, Politik, Kultur, Sport und dem öffentlichen Leben Brandenburgs und Berlins diskutierten die wirtschaftlichen Aussichten, die Lage auf dem Arbeitsmarkt und die ökonomischen Chancen des Landes.

Matthias Platzeck und Frank-Walter Steinmeier mit den Präsidenten der Brandenburger Wirtschafts-, Freiberufs- und Heilberufekammern
Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck würdigte die Kammern als verlässliche Partner der Landesregierung gerade auch in Krisenzeiten. Sie hätten wesentlich dazu beigetragen, dass Brandenburg über ein Jahr nach Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise einen stabilen Arbeitsmarkt habe und sogar einen Zuwachs an Beschäftigung verzeichnen könne. Matthias Platzeck hob auch die Zusammenarbeit mit den polnischen Nachbarn hervor. Dies- und jenseits der Oder entstehe ein gemeinsamer Wirtschaftsraum. Wer von dieser Dynamik profitieren will, müsse eigene Ideen einbringen und Programme auflegen. Die Landesregierung bemühe sich intensiv um die Zusammenarbeit der Verwaltungen über Landesgrenzen hinweg. „Wenn die Wirtschaft auf beiden Seiten der Grenze mitzieht, kann richtig Bewegung in die Sache kommen. Gute Beispiele dafür gibt es bereits“, sagte Platzeck. (mehr…)
Archivbeitrag der Ausgabe 1 | 6. Jahrgang | Frühjahr 2010
- Schluss mit der Käfighaltung von Schreibtischtätern – Bürotrends 2010
- von Gerald Backhaus
Du bist, wie und wo Du arbeitest – die Qualität des Büros spielt eine entscheidende Rolle für die Qualität der Arbeit. „Ich bin fest davon überzeugt, dass es einen Zusammenhang zwischen Ausblick, Belichtung und ungewöhnlichen Räumen sowie der Arbeitszufriedenheit gibt“, sagte Architekturprofessor Matthias Sauerbruch der Süddeutschen Zeitung. Sein Berliner Büro Sauerbruch Hutton entwarf das Münchner Brandhorst Museum und das Dessauer Umweltbundesamt. So genannte Spitzenperformer würde man oft in sehr unkonventionellen Räumlichkeiten, in Garagen oder Lofts finden.

Ausstellungsräume der Firma More & Wolf Einrichtungen GmbH, Foto: More & Wolf Einrichtungen GmbH
Die Praxis der Büroeinrichtung sieht jedoch meistens anders aus, da bleibt kaum Raum für Experimente und Ungewöhnliches. „Leider müssen wir feststellen, dass der einzige Trend der ist, dem Kunden stereotype Büroformen überzustülpen.“ So genannte Fachleute, Berater und Beratungsfirmen, aber auch die Industrie würden das praktizieren, sagt Alexander Käber, Geschäftsführer von Boecker Büro- und Objektgestaltung Berlin, dessen Firma unter anderem das Reichstagsgebäude, die Nordischen Botschaften sowie die Büros von Allianz, Berliner Volksbank, Siemens und Vattenfall mit eingerichtet hat. Das Resultat dieser Vorgehensweise: Die Bürokonzepte von Banken gleichen denen von Energieversorgern und Krankenkassen. „Die oberste Maxime, unter denen diese Konzepte entstehen, ist die Flächenkomprimierung und -effizienz, also die Reduzierung der Arbeitsplatz bedingten Miet- und Bewirtschaftungskosten. (mehr…)
Archivbeitrag der Ausgabe 1 | 6. Jahrgang | Frühjahr 2010
Während die Grüne Woche das Publikum für höchstens zehn Tage im Januar in die Messehallen unter dem Berliner Funkturm und damit in ihren Bann zieht, sieht es für die meisten Brandenburger Aussteller ganz anders aus. Sie beschäftigen sich viele Wochen oder sogar Monate mit der Agrarschau. Dann probieren sie neuartige Mischungen aus, tüfteln an Erfindungen, entwerfen Prospekte und Flyer, feilen an Konzepten für die Vermarktung ihrer Ferienwohnungen oder stimmen sich mit Tourismusverbänden und Berufsorganisationen ab. Nur diese lange Vorbereitung erklärt den alljährlichen Erfolg.

Landwirtschaftsministerin Jutta Lieske, Eckhard Roß und Ministerpräsident Matthias Platzeck/ Foto: Mineralquellen Bad Liebenwerda GmbH / Frank Donati
Stets erhält die Brandenburg-Halle bei den Besucherbefragungen höchste Noten. Sie gilt als die beliebteste Präsentation, was nicht zuletzt am Austragungsort der Grünen Woche liegt. Sowohl die Berliner als auch die Brandenburger selbst zieht es zu den Nachbarn. Hans-Rüdiger Schubert, Abteilungsleiter Landwirtschaft im Agrarministerium, sieht ein Erfolgsgeheimnis aber auch in „kleinen Veränderungen in der Halle“. Es gebe zwar regelrechte Dauerbrenner unter den Ausstellern, die schon seit 20 Jahren dabei sind. Aber genauso wichtig sei ein gewisser Wechsel bei den Ausstellern. „Anderswo sieht es immer gleich aus und es stehen immer die gleichen Leute da“, meinte Schubert. Immerhin standen auf der diesjährigen Ausstellerliste 220 Brandenburger Unternehmen.
Spreewaldgurke mit Honig und Käse mit Bier
Darunter befanden sich wieder zahlreiche kleine und mittelständische Betriebe, die nur hier ihre verschiedenen Produkte präsentieren können. „Für sie ist die Grüne Woche als Forum unverzichtbar“, schätzte die neue (mehr…)
Archivbeitrag der Ausgabe 1 | 6. Jahrgang | Frühjahr 2010
Was Wunder, es ist das Land, in dem das Auto erfunden wurde. Auf diese Geschichte jedenfalls dürfen die Deutschen stolz sein. Und was Wunder, sie sind traditionell ein Volk von Jägern und Sammlern, das kaum noch einen Grund findet, zu irgendeinem Thema keinen Verein zu gründen. In einem solchen Land ist es einfach undenkbar, alte Autos und Motorräder nicht zu konservieren, verkörpern sie doch ein Stück „lebendige“ Geschichte einer Industrie-Nation. Durch den blechernen Schlag einer Tür, den vertrauten Geruch alten Leders oder einen tuckernden Einzylinder fühlen sich viele schnell in die Vergangenheit versetzt. Gelobet sei die nächste Scheune, in der noch ein Schrotthaufen von einer besseren Zukunft träumt – hierzulande wird ihm geholfen werden!

Foto: Robert Blanken / PIXELIO
Die Hauptstadt, in der sich auch viele gern ansiedeln, die etwas auf sich halten, ist auch in dieser Beziehung ein Zentrum der Gründlichkeit geworden. So hat der hier ansässige „Oldtimer-Garage Berlin-Brandenburg e. V.“, einer der größten Clubs, eine Liste mit nicht weniger als 85 regionalen Oldtimer-Clubs veröffentlicht. Da hat andernorts eine Oldtimer- Rallye kaum mehr – dann noch zugereiste – Starter. In der „Oldtimer-Garage“ hüten gegenwärtig 80 Mitglieder 274 Fahrzeuge wie ihren Augapfel. „Sie kommen aus allen Schichten und Altersgruppen“, freut sich der Vorstands-Vorsitzende Stefan Pipo. „Einige wenige haben noch keinen Oldtimer, genießen aber bereits das Dabeisein. Andere nennen ganze Sammlungen ihr Eigen. Es geht bei uns aber nicht darum, wer am meisten oder wer den schönsten Oldtimer hat. Denn auch an einfachen Fahrzeugen entdecken wir interessante Lösungskonzepte der jeweiligen Epoche, deren Erhalt wir natürlich auch fördern.“ Abgesehen davon legt er Wert auf die Feststellung, dass in seinem Club, insbesondere auch wegen der großen Bandbreite historischer Fahrzeuge, keine „Vereinsmeierei“ betrieben werde. „Als größter markenübergreifender Club im Raum Berlin-Brandenburg akzeptieren wir im Grunde alle historischen Fahrzeuge, die mindestens 20 Jahre alt sind, wie beispielsweise die sogenannten Youngtimer, wobei sie in seltenen Einzelfällen auch nicht motorisiert sind. So ist ein Mitglied gar mit einem alten NSUPost- Fahrrad vertreten. Bei unseren Ausfahrten kann also stets ein großer Querschnitt durch die Fahrzeug-Geschichte erlebt werden, von der Mercedes-Heckflosse über einen Wartburg bis hin zu solchen Exoten wie einer Chevrolet-Drehleiter- Feuerwehr von 1959. Für 2010 können wir darüber hinaus auch den Start eines Jugendförderungs-Projektes ankündigen.“ (mehr…)
Archivbeitrag der Ausgabe 1 | 6. Jahrgang | Frühjahr 2010
- Es klingt wie eine Binsenweisheit: In Brandenburg lässt es sich vortrefflich in die Pedale treten. Bei einem 7 000 Kilometer langen Radwegenetz ist das auch nicht verwunderlich. Doch neuerdings gibt es auch für die Qualität ein untrügliches Siegel.
- von Christa Steuer

Der idyllische Elberadweg in der Prignitz
Im vergangenen Jahr feierte der Allgemeine Deutsche Fahrradclub ADFC sein 30-jähriges Bestehen. Mittlerweile zählt der Club über 125 000 Mitglieder und gilt somit als stärkste Fahrradorganisation Europas.
Nacheinander bewertet er alle Fernradwege in Deutschland nach einem Sterne-System wie in der Gaststättenund Hotelbranche. Auf Anhieb erhielten 14 Touren die Auszeichnung mit mehr als drei Sternen. Davon liegen gleich neun in Brandenburg. Deutschlandweiter Spitzenreiter ist zwar der entlang vieler Weinberge führende Main-Radweg, aber dicht folgen die Oder-Spree- Tour, der Oderbruchbahnradweg und der Fürst-Pückler-Weg durch die Lausitz. Wir stellen Ihnen drei Brandenburger Touren vor, die Lust auf den nächsten Ausflug machen sollen.
Für Genießer: Schönster Weg zur Ostsee
Ihre „Ostsee-Badewanne“ steuern die Berliner längst nicht mehr nur per Auto, Zug oder Schiff an. Nach Usedom geht es neuerdings immer öfter auch mit dem Fahrrad. Die Fernroute Berlin- Usedom macht die Anreise zum (mehr…)