Archiv der Ausgabe 2 | 5. Jahrgang | Sommer 2009
Hermann Mohnkopf – ein Patent- / Lizenzfachmann und Professor auf Achse
Der Funke beim Cappuccino im Dahlewitzer Hotel „Berliner Ring“ springt sofort über. Den Mann möchte man als Vater haben, als Kollegen oder Professor. Als Vater? Draußen an seinem Auto, einem BMW, zeigt er im Kofferraum auf die Lampen, die er bald in der Wohnung seiner Tochter anbringen wird. Als Professor? Das ist eine längere Geschichte. Ein Gespräch mit dem Diplomingenieur für Luftfahrttechnik bringt Licht in sein spannendes Leben zwischen Rolls-Royce, Hochschule, Bundeswehr und Golfplatz.

Hermann Mohnkopf: „Wenn ich ein gewisses Stadium an Wissen erreicht habe, möchte ich das weitergeben und vernetzen.“, Foto: Steffen Weigelt
Jüngster Höhepunkt seiner Bilderbuchkarriere ist die Ernennung zum Honorarprofessor für Innovationsmanagement an der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft. Bereits seit 2003 hält Hermann Mohnkopf nebenberuflich Vorlesungen zum Gewerblichen Rechtsschutz an der HTW. Zehn Jahre zuvor kam er ins brandenburgische Dahlewitz, um das neue Werk von BMW Rolls-Royce mit aufzubauen. Die Hauptthemen, mit denen er sich beschäftigt, sind Innovationsmanagement und „Intellectual property“. Damit ist geistiges Eigentum von Unternehmen gemeint. Gewerblicher Rechtsschutz bedeutet u. a., dass Firmen ihr schutzfähiges Know-How patentieren. Nur so kann man ein neues Produkt vor Angriffen Dritter schützen und sichergehen, keine Rechte anderer zu verletzen. Innovationsmanagement ist überall gefragt, so Mohnkopf, weil es nicht reicht, „eine neue Idee zu haben, wenn sie nicht effizient ist und keinen Geldeingang nach sich zieht.“ Umfassend erläutert wird das im aktuellen Buch mit dem Titel „Innovationserfolgsrechnung“, das er zusammen mit Kollegen anderer Hochschulen im Springer Verlag herausgegeben hat. (mehr…)
Archiv der Ausgabe 2 | 5. Jahrgang | Sommer 2009
- Ein Jahr der Jubilare und der Jubiläen
2009 ist ein Jahr der Jubiläen: Georg Friedrich Händel und Carl Heinrich Graun starben 1759, Joseph Haydn 50 Jahre später. Im selben Jahr wurde Felix Mendelssohn Bartholdy geboren. Anlässe genug für die fast 70 Kulturfeste in Brandenburg, diese Komponisten durch Aufführung ihrer Werke zu ehren. Eine Auswahl stellen wir hier vor.
Die engste Verbindung zu Brandenburg haben die Komponistenbrüder Graun, die in Wahrenbrück bei Bad Liebenwerda geboren wurden. Dort findet alle zwei Jahre der internationale Gebrüder-Graun-Wettbewerb statt. Im 250. Todesjahr Carl Heinrich Grauns gesellt sich neben Gedenkkonzerte seine Oper „Montezuma“, bearbeitet für eine Puppentheaterbühne.

Musiker im Grünen, Foto: Christoph Wichtmann
Eine Hommage an Carl Heinrich Graun, der Hofkapell- bzw. Konzertmeister am Hof Friedrichs II. war, inszeniert in Potsdam der Barocke Opernsommer Sanssouci mit dem Ensemble „I confidenti“.
In Rom schuf der junge Georg Friedrich Händel das Oratorium „La Resurrezione“, mit dem die Uckermärkischen Musikwochen am 15. August in Angermünde beginnen. Außerdem erklingen bei diesem Festival seine schönsten Arien in Vierraden und populäre Chöre in Prenzlau.
Auch beim Festival Alter Musik Bernau erklingt Händels Musik in mehreren Konzerten, interpretiert durch die besten Barockensembles Berlins, den Höhepunkt bildet am 20. September sein bekanntestes Werk „Der Messias“. Dieses Oratorium wird auch in der Potsdamer Nikolaikirche und in der Lehniner Klosterkirche aufgeführt. (mehr…)
Archiv der Ausgabe 2 | 5. Jahrgang | Sommer 2009
- Was bei Schnarchen und anderen Schlafstörungen helfen kann
- Von Gerald Backhaus
„Er sägt schon wieder“, meint meistens nicht, dass Schatzi sich um das Kaminholz kümmert. Schnarchen hat zur Folge, dass immer mehr Paare getrennte Betten bzw. getrennte Schlafzimmer bevorzugen, so eine Studie der Medizinischen Universität in Wien. Fast ein Drittel der Erwachsenen schnarcht, im höheren Alter gibt jeder zweite Mann und jede vierte Frau im Schlaf unangenehme Töne von sich. Der „Beziehungskiller“ kann auch zu schweren gesundheitlichen Folgen führen.
Nasenmaske, Schnarchschiene, Operation

Foto: © Stephanie Hofschlaeger / pixelio
Die Therapie richtet sich nach dem Schweregrad und den Begleiterkrankungen des Patienten. Die bislang wirksamste ist die „nCPAP-Therapie“. Diese „pneumatische Schienung“ der Atemwege ist eine Überdrucktherapie. Eine Maske – es gibt mehrere Varianten von „Oral“, „Nasal“ bis Vollgesichtsmasken – wird mit Bändern am Kopf befestigt. Sie drückt auf die Nase oder zusätzlich auf den Mund. Über einen Schlauch ist sie verbunden mit einem Gerät, das durch sein Gebläse in den Atemwegen einen leichten Überdruck erzeugt. Dieser individuell notwendige Beatmungsdruck wird im Schlaflabor eingestellt. Er verhindert das Zusammenfallen der Atemwege und damit das Schnarchen. Nach einer Eingewöh-nungsphase erleben die meisten einen erholsameren Schlaf. (mehr…)
Archiv der Ausgabe 2 | 5. Jahrgang | Sommer 2009
- Brandenburg bietet alle Möglichkeiten für tolle Abenteuer
- Von Christa Steuer
Brandenburg punktet als Tourismusland vor allem mit seiner schönen Natur, der Ruhe in den Wäldern und an Seen, den prachtvollen Schlössern und Gärten sowie den vielen Entspannungsmöglichkeiten in Thermalbädern und hochwertigen Hotels. Doch Brandenburg bietet auch viele Möglichkeiten für einen aktiven Freizeitspaß. Konflikte mit dem eher sanft ausgerichteten Tourismus gibt es kaum. Viel zu groß ist das Land. Wir geben einige Empfehlungen für nicht alltägliche Ausflugsprogramme vor den Toren der Großstadt.

Schwindelerregende Höhen im Hochseilgarten in Luckenwalde, Foto: Fläming Hochseilgarten Luckenwalde
Schlackernde Knie, Schweißperlen auf der Stirn und pochendes Herz – die Herausforderungen in zehn Meter Höhe lassen kaum jemanden kalt. Dabei mangelt es nicht an guten Ratschlägen. Man solle auf dem Stahlseil laufen wie Charlie Chaplin, den Schwebebalken schnellen Schrittes bewältigen und die von beiden Händen umklammerten Seile wenigstens auf einer Seite kurz einmal loslassen. Dann sei der nächste Schritt nach vorn nur ein Kinderspiel. Irgendwann wird die Angst vor dem Absturz dann tatsächlich überwunden. Doch die nächsten Prüfungen warten schon.
Bis zu 20 Stationen bietet so ein Hochseilgarten wie in Luckenwalde neben dem Fläming-Skate. Ähnliche Kletter- und Geschicklichkeitsparcours stehen in Strausberg, in Hobrechtsfelde am nördlichen Berliner Stadtrand, in Potsdam und an der Spremberger Talsperre. Passieren kann nichts, sind doch die Personen ständig mit Seil und Haken gesichert. Nur um das „Kribbeln“ in der Magengegend kommt kein Anfänger herum. (mehr…)
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- Brandenburg bietet mit seinem Wasserreichtum alles, was sich der Badefreudige wünscht
- Von Christa Steuer
Der Verfasser der inoffiziellen Brandenburg-Hymne „Märkische Heide“ fand für eine der schönsten Reichtümer des Landes eine recht phantasievolle Umschreibung: „Blauende Seen“, dichtete Gustav Büchsenschütz 1923 und verewigte damit das viele Nass in der Mark. Tatsächlich kann Brandenburg als eines der wasserreichsten Bundesländer bezeichnet werden. Immerhin ein Achtel der deutschen Binnengewässer findet sich in der näheren und ferneren Umgebung Berlins. Da muss niemand lange nach einer Badestelle entlang der 7.000 kleinen und 3.000 größeren Seen, der 32.000 Kilometer Flussläufe oder an den 600 künstlichen Teichen suchen.
Die offizielle Badestellenkarte listet rund 250 regelmäßig kontrollierte Ortsnamen auf. Rund ein Viertel davon sind Bäder mit Toiletten und Kiosken, manchmal auch mit Sportplätzen und Rettungsschwimmern. Doch auch die übrigen Seen weisen fast ausnahmslos die ganze Saison über eine hervorragende Wasserqualität auf. Nur selten müssen einige Abschnitte gesperrt werden, hauptsächlich im Hochsommer wegen eines zu starken Wachstums von Blaualgen. (mehr…)