Archiv der Ausgabe 2 | 3. Jahrgang | Sommer 2008
- Bewahren, erneuern und vitalisieren: Ein Wirtschaftsstandort mit viel Kultur und Natur
Fontane sitzt auf dem hohen Sockel. Der dichtende Wanderer und Apothekerssohn aus Neuruppin gehört zu den großen Söhnen der Ruppiner Metropole. Ebenso Karl Friedrich Schinkel, der hier 1781 geboren wurde. Neuruppin gehört flächenmäßig zu den zehn größten Städten Deutschlands und baut auf die Kreativität seines Mittelstandes.

Foto: Stadt Neuruppin
Im Mittelalter war Neuruppin eine der größten Städte der Mark, im 18. Jahrhundert wurde der Ort Garnisonsstadt und brannte 1787 zu zwei Dritteln ab. Friedrich Wilhelm II. spendierte für den Wiederaufbau der Stadt eine Million Taler. Kaum zwanzig Jahre später erblühte Neuruppin als moderne Stadt mit einem rechtwinkligen Netz von Straßen, an denen weigeschossige Häuser im frühklassizistischen Stil von Wohlstand und Schönheitssinn zeugten. So entstand eine einzigartige Stadtanlage, die noch heute ein Musterbeispiel für Städtebaukunst dieser Epoche ist.
Schon im 19. Jahrhundert bewiesen die Neuruppiner Erfindergeist, denn die ersten Comics entstanden hier und machten den Ort weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Fast jeder Haushalt besaß einen oder mehrere dieser „Neuruppiner Bilderbögen“, auf denen das Zeitgeschehen, religiöse Motive oder deftighumoristische Gegebenheiten dargestellt waren. Neuruppin besitzt heute mit (mehr…)
Archiv der Ausgabe 2 | 3. Jahrgang | Sommer 2008
- Dr. Detlef Stronk, Vorsitzender der Geschäftsführung der ZukunftsAgentur Brandenburg GmbH (ZAB), im Interview
Brandenburgs Landesregierung verteilt Fördergelder nicht mehr nach dem „Gießkannenprinzip“, sondern gezielt, und zwar in so genannte „regionale Wachstumskerne“. Das sind 15 brandenburgische Städte und Stadtverbünde, die vorrangig bei der Entfaltung ihrer besonderen wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Potenziale unterstützt werden. Die ZukunftsAgentur Brandenburg steht ihnen dabei tatkräftig zur Seite. Wir trafen Dr. Detlef Stronk, Vorsitzender der Geschäftsführung der ZukunftsAgentur, in seinem Potsdamer Büro.
Herr Dr. Stronk, liest man die Liste der Wachstumskerne, kommt der Gedanke auf, dass fast das gesamte Bundesland ein einziger großer Wachstumskern ist. Ist das so?

Es muss ins Herz der jungen Menschen hinein, dass ihnen diese Region Zukunftschancen bietet. Fotos: Michael Lüder
Nein, es hat eine Konzentration auf diese 15 Wachstumskerne gegeben, wobei es auch Verbünde von Städten gibt, wie z. B. in der Lausitz, an der Oder und in der Prignitz. Sie sind bewusst so ausgewählt worden, dass die Stärken und Kompetenzen des Landes herausgesucht wurden. Das ist in manchen (mehr…)
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- Zu einer perfekten Tour durch Brandenburg gehören Navigationsgeräte neuerdings einfach dazu
Der anspruchsvolle Radfahrer setzt sich bei schönem Wetter nicht einfach nur auf den Sattel und tritt in die Pedalen. Nein, er hat sich die Strecke am Abend zuvor am heimischen PC angesehen, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten genauso wie Restaurants oder Hotels notiert und die Tour auf sein Hochpreis-Handy oder einen Pocket-PC überspielt. „Radnavigator“ heißt das neue Zauberwort für einen perfekten Ausflug durch Brandenburg.

Zu einer perfekten Tour durch Brandenburg gehören Navigationsgeräte neuerdings einfach dazu; Foto: © Albrecht E. Arnold
Schon seit einigen Jahren gehört der Radtourismus zu den Schwerpunkten der Förderpolitik in Brandenburg. Allein die überregionalen Fernwege haben inzwischen die stattliche Länge von 4.000 Kilometern erreicht. Zu den 13 längeren Routen quer durchs Land kommen 20 regionale Touren, die noch einmal eine Gesamtlänge von mehr als 1.000 Kilometer aufweisen. Die 1.111 Kilometer lange „Tour de Brandenburg“ verbindet in einer großen Schleife die einzelnen Landesteile miteinander.
Am Lenker steckt das Handy oder ein Pocket-PC mit der Streckenkarte
Um bei der Fülle der Angebote die Übersicht zu behalten, leistet die Elektronik inzwischen große Dienste. Unter der Internet-Adresse www.radeln-in-brandenburg.de und auf der von der Tourismus Marketing Brandenburg GmbH (TMB) herausgegebenen CD „Radnavigator“ sind alle wichtigen Informationen zu finden. Auf der Lenkstange des Fahrrades wird dann ein für Navigationsprogramme geeignetes Handy oder ein Pocket-PC montiert, und schon kann das Vergnügen beginnen. Denn die Geräte nehmen per GPS-Signal Verbindung zu Satelliten im Weltall auf, sodass der Radfahrer auf seinen Touren stets seine genaue Position auf dem Weg erkennt. Sorgen über den richtigen Weg oder über verpasste Abstecher zu lohnenswerten Zielen unterwegs (mehr…)
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Brasilianische Naturschönheit bestaunen

Atemberaubend: die brasilianischen Iguacu-Wasserfälle an der Grenze zu Argentinien Mitten im Indischen Ozean sind die faszinierenden Buchten; Foto: Brazil Information
Unter dem Stichwort Öko-Tourismus will die brasilianische Reiseindustrie mehr Urlauber, vorzugsweise aus Europa, in die Natur im Innern des Landes locken. Im Label Brasiliens stecken nicht nur die Strände von Ipanema und Copacabana, Karneval und Zuckerhut, sondern auch das Amazonasgebiet, das fast die Hälfte der gesamten Fläche des Landes bedeckt. Beispielsweise der Süden Brasiliens mit seinen 275 (!) Wasserfällen von Iguaçu, die aus 60 Metern Höhe in die Tiefe stürzen. Darüber hinaus stellt der Iguaçu Nationalpark auf einer Fläche von 185.000 Hektar eines der besten und am schönsten ausgestatteten Reservate der Erde dar, auf der 400 verschiedene Vogelarten und 275 Schmetterlingsarten zu Hause sind. Der Nationalpark kann zur Hälfte über Pfade im Wald oder Ausflüge mit Kajak und Boot erschlossen werden.
http://www.braziltour.com/
Mitten im Indischen Ozean

Aushängeschild auf der Kanalinsel Jersey sind die faszinierenden Buchten; Foto: Jersey Tourism
Mit dem Begriff „Offshore“ kann in Europa nicht nur das Bohren nach Öl oder der wagemutige Bau von Windanlagen gemeint sein, sondern auch das Geschäft mit dem Tourismus. Küstennah liegt Jersey, die größte Kanalinsel vor dem französischen Festland. Sie hat sich als Urlauberinsel 2008 viel vorgenommen. Eine beträchtliche Investition von 150 Millionen Pfund fließt in Modernisierung und Neubau von Hotels. Ein ungewöhnliches Projekt wurde jetzt im Mai 2008 fertig. Oberhalb der berühmten St. Quen’s Bay mit sagenhaftem Blick auf die gesamte Westküste der Insel entstehen 24 modern eingerichtete Holzhäuser mit Fußbodenheizung, Plasma-Flachbildschirm und Mikrowelle. Bedingt (mehr…)
Archiv der Ausgabe 2 | 3. Jahrgang | Sommer 2008
Der Ortsteil Kirchmöser der Stadt Brandenburg an der Havel stand am 24. April im Mittelpunkt des Medieninteresses: Brandenburgs Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns, Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann sowie IHK-Präsident Dr.-Ing. Victor Stimming (v. l. n. r.) drängten sich auf dem Führerstand eines Oldtimers. Die liebevoll restaurierte Dampflok der Baureihe 52 wurde bei „Kaiserwetter“ vom Brandenburger Hauptbahnhof nach Kirchmöser überführt.

Fotos: Friedo Madrawski
Der Brandenburger Wirtschaftstag als neu ausgerichtetes Format fand am selben Tag im revitalisierten Industrie- und Gewerbepark statt. Der Aktionstag – getragen von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam und unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Matthias Platzeck – wird künftig an wechselnden Orten stattfinden und sich jeweils einer bestimmten Wirtschaftsregion, einem Wachs tums kern oder Branchenschwerpunkten widmen.
Die erste Veranstaltung mit fast 130 Teilnehmern und Vorträgen hochkarätiger Referenten sowie einer Ausstellung konzentrierte sich auf die (mehr…)