Archiv der Ausgabe 1 | 3. Jahrgang | Frühjahr 2008
- Prof. Dr. Stefan Rahmstorf
Welche Folgen wird ein Klimawandel haben? Und was muss getan werden, um ihn aufzuhalten? Fragen wie diese beschäftigen uns zurzeit alle. Wir sprachen mit Prof. Dr. Stefan Rahmstorf – Professor für Physik der Ozeane und Leiter der Abteilung Erdsystemanalyse am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung – über „Klimaskeptiker“, sinnvolle Klimaschutzmaßnahmen und die Verantwortung des Einzelnen.
1 Wenn Sie ein Eisbär wären, hätten Sie Existenzängste?

Foto: Karsten Schöne
Ja. Die Eisdecke auf dem arktischen Ozean ist in den letzten 30 Jahren um ein Viertel geschrumpft. Schon in einigen Jahrzehnten könnte sie im Sommer ganz weg sein. Eisbären brauchen das Eis zum Jagen. Sie schwimmen vom Ufer zum Eis hinaus – ist es zu weit weg, dann ertrinken sie.
2 Die so genannten „Klimaskeptiker“ behaupten, dass der Wandel des Klimas sich unabhängig vom Tun der Menschheit vollzieht. Was halten Sie von solchen Thesen?
Das ist Unsinn. Die wissenschaftlichen Belege dafür, dass unser Ausstoß von Treibhausgasen das Klima aufheizt, sind erdrückend. Die Wirkung der Treibhausgase auf das Klima ist seit dem 19. Jahrhundert bekannt und bestens bestätigt. Solche „Klimaskeptiker“ behaupten in den Medien, die Sonnenaktivität sei für die Erwärmung verantwortlich. Sie verschweigen dabei, dass wir die Sonnenaktivität ja messen und sie seit Jahrzehnten abnimmt. Verleugnen der Tatsachen (mehr…)
Archiv der Ausgabe 1 | 3. Jahrgang | Frühjahr 2008
Liebe Leserinnen und Leser, fast unmerklich …

Foto: Oliver Wia
… wächst Europa zusammen. Seit 2007 rollt der Verkehr über Oder und Neiße ohne Ausweiskontrollen. Alles wie immer oder doch ganz anders? Wir waren in der Oderstadt Frankfurt und zeigen Ihnen, was sich hier verändert und wer wirtschaftlich und kulturell die Vorfahrt hat.
Frankfurt (Oder) war auch ein hervorragender Gastgeber unserer TOP-Lounge am 6. Februar, zu der wir zusammen mit der Frankfurter Messe und Veranstaltungs GmbH im Kleist Forum einluden. Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur genossen anregende Gespräche, eine außergewöhnliche Atmosphäre und ein anspruchsvolles kulturelles Rahmenprogramm.
In dieser Ausgabe haben wir das Thema „Gäste und Gastlichkeit“ ganz groß geschrieben: Wir stellen Ihnen charmante Brandenburger Landgasthöfe vor. Viele pflegen ihre traditionellen Wurzeln bestens und verwenden regionale Erzeugnisse, die quasi vor der Haustür wachsen und saisonal verarbeitet werden. Die Qualität dieser Produkte kann man schmecken. Wir freuen uns schon auf die Spargel- und Erdbeersaison!
Und weil der Frühling die Zeit der Neuerungen und des Erblühens ist, erlebt zurzeit auch das DKW, das alte Dieselkraftwerk in Cottbus, sein Frühlingserwachen: Im April wird es als Museum und Veranstaltungsort eröffnet. Ab Seite 42 verraten wir Ihnen, was Sie demnächst dort erwartet.
Wir wünschen Ihnen einen zauberhaften und genussvollen Frühling!
Antje Naumann Sabine Gaßer
Redaktionsleitung Projektleitung