Editorial-Archiv der Ausgabe 4 | 3. Jahrgang | Winter 2007
In unserer letzten Ausgabe stellten wir Frankfurt (Oder) vor…

Foto: Sabeth Stickforth
…und entdeckten eine Stadt, die ihre Reize erst auf den zweiten Blick offenbart. Deutschlands östlichste Universitätsstadt erlebt eine spannende Entwicklung. Und so fanden wir dort gleich mehrere Unternehmen in der Oderstadt, die ein beachtliches Wachstum aufweisen. Sie entwickeln zukunftsträchtige Technologien, verbunden mit modernen Denkweisen, und erhöhen mit ihrem Blick über den betrieblichen Tellerrand hinaus die Lebensqualität der hier lebenden Menschen. Wir stellen einige dieser Unternehmen vor und haben ihnen den Titel „Frankfurter Zugpferde“ verliehen, weil diese Unternehmen in erstaunlichem Tempo beträchtliche Dinge bewegen. In der nächsten Ausgabe werden wir uns in anderen Teilen des Landes auf die Suche nach „Brandenburger Zugpferden“ machen – nicht umsonst liegt die Mark im Standortranking auf Platz zwei in Ostdeutschland und behauptet sich mehr und mehr als konkurrenzfähige Wirtschaftsregion.
Diese wird vor allem durch die Leistungen des Mittelstandes bestimmt. Lesen Sie mehr über die drei Brandenburger Firmen, die in diesem Jahr Preisträger im bundesweiten Wettbewerb „Großer Preis des Mittelstandes“ wurden. Außerdem stellen wir Ihnen einen Meister seines Faches vor: Alexander Dressel aus dem Restaurant „Friedrich Wilhelm“, Relais &Châteaux Hotel Bayrisches Haus in Potsdam. Er ist Brandenburger Meisterkoch 2007. Wir gratulieren ihm und dem Hotel, dem einzigen Fünf-Sterne-Hotel in der Brandenburgischen Landeshauptstadt – ansprechend und anspruchsvoll, traditionsreich und modern. Das passt gut zu Potsdam, schließlich kommen die Gäste der Stadt aus aller Herren Länder. Besonders viele aus Hollywood, denn die Filmstadt Babelsberg ist Ort zahlreicher großer Produktionen. Wir waren vor Ort und verraten Ihnen, was läuft.
Zugleich wollen wir Ihnen Lust auf das winterliche Brandenburg machen, das gerade in dieser Jahreszeit Abwechslung, Kultur und Erholung bietet. Ob das behutsam sanierte fast 100-jährige Cottbuser Theater, die Thermen mit ihren Verwöhnangeboten oder das winterliche Sanssouci – Brandenburg ist vielseitig, spannend und anregend.
Jürgen H. Blunck Antje Naumann
Herausgeber Chefredaktion
Mobilität-Archiv der Ausgabe 4 | 3. Jahrgang | Winter 2007
Das hat man im Autohaus Dallgow erkannt und ganz fix Nägel mit Köpfen gemacht, bevor es die Mitbewerber tun konnten. Wir haben hier für jeden etwas, ist sich Vertriebsleiter Ingo Verleger sicher, ob den brandneuen VW Tiguan, einen Jahreswagen im Top-Zustand, das Rundum-Sorglos-Paket“ oder die Rußpartikel-Nachrüstung

Foto: Volkswagen AG
Volkswagen hat in einer Weltpremiere auf der Internationalen Automobil-Ausstellung IAA in Frankfurt den neuen Tiguan vorgestellt. Der „kleine Bruder“ des Modells Touareg empfiehlt sich den Autofahrern, die Spaß an der individuellen Optik und Vielseitigkeit haben, dabei aber ein Höchstmaß an Komfort, Agilität und Variabilität erwarten. „Er sieht einfach pfiffig aus“, bringt es Ingo Verleger vom Autohaus Dallgow auf den Punkt. Verleger findet, dass der Tiguan gut geeignet ist, um Anhänger für Boote, Trailer oder den Reitsport zu transportieren. „Die Leute mögen es, hoch zu sitzen.“ Und sie müssen gar nicht so tief in die Tasche greifen, um sich diesen Traum zu erfüllen. „Der Tiguan beginnt bei 26.700 Euro“, sagt Verleger, „das ist ein Sensationspreis!“ Und da der Tuareg zwischen 60- und 70.000 Euro kostet, kann man mit dem Neuling ganz andere – neue – Kunden gewinnen. Verlegers Bild vom potentiellen Tiguan-Käufer sind „junge dynamische sportliche Menschen zwischen 28 und 35 Jahren, die beruflichen Erfolg haben“. Er kann sich den Tiguan auch durchaus als Zweitwagen vorstellen. Ein paar Fakten: Das Fahrwerk des Tiguans setzt neue Standards, weil es extrem fahraktiv und sicher ist. Alle fünf Motoren liefern bereits knapp über der Leerlaufdrehzahl kraftvollen Schub. Die völlig neuen und sehr leisen Common-Rail-TDI werden schon heute der erst ab 2009 geltenden Euro-5-Norm gerecht. Auf Wunsch lässt sich der Tiguan in der Stadt mit einem sogenannten „Park Assist“ nahezu automatisch einparken. Im Gelände dagegen lotst einen das neueste Radio-Navigationssystem per Offroadfunktion zurück auf die Straße. Mit bis zu 1.510 Litern Kofferraumvolumen zeigt der Tiguan Van-Qualitäten. 2.500 Kilogramm Anhängelast definieren den absoluten Bestwert. Im Autohaus Dallgow ist der VW Tiguan seit Ende September bestellbar. Die Lieferung dauert vier bis fünf Monate. Wer sich das neue Auto ansehen möchte, für den haben die Dallgower ab November zwei Fahrzeuge vor Ort: einen Tiguan gibt es zum Betrachten im Schauraum und einen zum Probefahren.
Erstklassige Jahreswagen wetterfest und in riesiger Auswahl
Seit dem Frühjahr ist das Autohaus Dallgow auch First-Class-Gebrauchtwagenhändler der Volkswagen AG. Verleger betont, dass von bundesweit 350 Händlern das Autohaus Dallgow eines der ersten war, das im Osten verkaufte. „Die Schnellen fressen die Langsamen“, sagt er und lacht dabei. Andere Autohäuser in Brandenburg ziehen nach und verbessern ihren Jahreswagenverkauf. Das First-Class-Siegel von VW ist „eine Auszeichnung an Händler, die sich in der Präsentation von Gebrauchtwagen außerordentlich hervorheben“. Dafür wurde in Dallgow extra eine 1.000 Quadratmeter große Halle gebaut, damit man auch bei Wind und Wetter ungestört die Fahrzeuge beäugen kann. Verleger hat 1.500 Jahreswagen verfügbar. Was nicht da ist, kann er besorgen. Bis zum 31. Dezember bekommen alle, die ihren VW in Dallgow kaufen, im Zusammenhang mit einer Neuwagen-Finanzierung ein „Rundum-Sorglos-Paket“. Das beinhaltet neben Haftpflicht- und Kasko-Versicherungen und einem Schutzbrief vier Jahre kostenlose Inspektionen. (mehr…)
Essen & Trinken-Archiv der Ausgabe 4 | 3. Jahrgang | Winter 2007
Brandenburger Meisterkoch 2007
Die Liebe zur Gastronomie ist Alexander Dressel in die Wiege gelegt worden. Schon als Fünfjähriger stand der Berliner bei Mutter oder Großmutter in der Küche und schaute den Frauen beim Schnippeln, Brutzeln und Sieden zu.

„In den Anfangsjahren ist man neugierig und muss sich den Wind um die Nase wehen lassen.“ | Foto:
derdehmel.de
„Was man als Kind schätzen gelernt hat, bleibt in Erinnerung“, sagt der 36-jährige Küchenchef des Restaurants „Friedrich Wilhelm“ im Relais & Châteaux Hotel Bayrisches Haus in Potsdam. Und so verwundert es nicht, dass Alexander Dressel bis heute auf Mutters Küche nichts kommen lässt. Einladungen an den mütterlichen Esstisch sind heute allerdings rar gesät – zu groß ist der Respekt der Mama vor den Kochkünsten des bisher einzigen Michelin-Stern-Trägers in Brandenburg. „Leider“, bedauert Dressel. „Ich freue mich immer, wenn ich bei meiner Mutter essen darf.“ In seiner Kreativschmiede verbindet Dressel gekonnt mediterrane und regionale Küche, beweist dabei Experimentierfreude und Mut zu außergewöhnlichen Kombinationen. Dabei setzt er konsequent auf frische Produkte aus der Umgebung. Die begleitenden Weine stammen häufig aus Italien, dem Land, in dem der Küchenchef einige seiner wichtigsten beruflichen Stationen verlebte. Besonders die Zusammenarbeit mit 3-Sterne-Koch Heinz Beck im „La Pergola“ in Rom hat Dressel für seine weitere Laufbahn geprägt. Vorausgegangen waren die Ausbildung zum Koch in Treschers Schwarzwaldhotel am Titisee, die erste Stelle als Chef de Partie im Sterne-Restaurant „Harlekin“ des Grand Hotel Esplanade in Berlin und ein Gastspiel im Restaurant „Terrine“ in München. „In den Anfangsjahren ist man neugierig und muss sich den Wind um die Nase wehen lassen“, meint Dressel, den es nach seinem Rom-Aufenthalt erst nach Gstaad, dann als Sous-Chef nach Frankfurt, später als Küchenchef ins „Borchardt“ nach Berlin und schließlich nach Kitzbühel, Rimini und Montalcino zog. 2003 kam der Ruf zurück in die Heimatregion. Das Relais & Châteaux Hotel Bayrisches Haus mit dem eleganten Restaurant „Friedrich Wilhelm“ bezeichnet Dressel als sein „Zukunftsprojekt“. Seit Anfang des Jahres hat er auch die Direktion des Hauses im idyllischen Potsdamer Wildpark übernommen. Für den Vater von drei kleinen Kindern steht in der knappen Freizeit die Familie an erster Stelle. „Das soziale Umfeld stimmt“, sagt Dressel, der sich gerade in Kleinmachnow ein Haus gebaut hat. Der „junge Wilde“ ist offenbar angekommen.
www.bayrisches-haus.de
Kunst & Kultur-Archiv der Ausgabe 4 | 3. Jahrgang | Winter 2007
Babelsberg: Ein sagenhafter Name, der vielen Menschen außerhalb Potsdams eher als glamouröses Mekka der Filmgeschichte denn als Stadtteil einer preußischen Residenzstadt geläufig ist. Friedrich der Große ließ das neue Dorf vor Potsdam (Slawisch „Nova Ves“) ursprünglich als Siedlung für evangelisch-böhmische Weberfamilien aufbauen. Heute zählt das gesamte Areal der Filmstudios Babelsberg, dem weltweit ersten Großfilmstudio, rund 420.000 Quadratmeter und ist damit nach wie vor Deutschlands größtes Filmstudio. Es bietet Filmschaffenden sämtlicher Filmgattungen, vom Animations-, Dokumentar-, Fernseh-, Kinder- bis zum Kinofilm, ein breites Spektrum zur Produktion.

Fotos: Studio Babelsberg AG
Seitdem im Jahre 1912 die ersten Dreharbeiten im „gläsernen Film atelier“ der Firma Bioscop begannen, haben sich die Filmstudios Babelsberg technisch konstant mit dem neuesten Stand der Technik entwickelt. Im ersten Produktionsjahr wurde hier der Stummfilm „Der Totentanz“ von Urban Gad mit Asta Nielsen in der Hauptrolle gedreht.
Bioscop fusionierte bald darauf mit der Decla, der deutschen Niederlassung des französischen Filmkonzerns Eclair, zur Decla Bioscop, die wiederum 1921 von der Ufa übernommen wurde. Während der „Ufa-Jahre“ der Weimarer Republik (mehr…)
Business-Archiv der Ausgabe 4 | 3. Jahrgang | Winter 2007
- Mit einer spektakulären „Nacht der kreativen Köpfe“ machte die Lausitz-Metropole auf ihr Potenzial aufmerksam, so dass weitere Veranstaltungen folgen werden.
Die Idee klingt vielversprechend, spannend und selbstbewusst: Eine Stadt zeigt ihr Potenzial in einer „Nacht der kreativen Köpfe“.
Mitten im Herbst machte Cottbus mit einer solchen Veranstaltung auf sich aufmerksam. Der Erfolg dieser Wissenschaftsschau war so groß, dass die Lausitz-Metropole weitere „Kreativ-Nächte“ plant. Dann sollen die Kultur und die Wirtschaft im Mittelpunkt stehen.
Wie groß die Möglichkeiten einer etwas mehr als 100.000 Einwohner zählenden Stadt sind, zeigt sich wohl am besten in einer Nacht mit einem derartig anspruchsvollen Titel. Immerhin konnten sich Einwohner und Gäste zwischen 20 Stationen und insgesamt rund 140 Veranstaltungen entscheiden. Darunter befanden sich nicht nur die überregional bekannte Technische Universität Cottbus mit mehreren Fachbereichen, sondern auch die Fachhochschule Lausitz, das Raumflugplanetarium, das Landgericht, die Oberkirche und das künftig ein Kunstmuseum beherbergende ehemalige Dieselkraftwerk. „Synonyme für die Lausitz sind aufstrebend, (mehr…)