VITAL BIS INS HOHE ALTER
Archiv der Ausgabe 2 | 20. Jahrgang | Sommer 2007
- Männergesundheit und Sexualität
Kein Mann muss sich heute mehr damit abfinden, dass ihn im Alter automatisch seine Manneskraft im Stich lässt. Mithilfe von neuen Medikamenten und Therapien, aber auch durch Präventionskonzepte und Lifestyle-Coaching können Männer bis ins hohe Alter sexuell aktiv sein. Wir zeigen Ihnen, wie Ihnen ein neues Gesundheitsbewusstsein zu mehr Lebens- und Liebesqualität verhelfen kann.
Sex ist keine Altersfrage
Foto: Matthias Müller / pixelio.deSexualität gehört zum Lebensgenuss – und das in jedem Alter. Doch nicht immer klappt´s mit der Liebe so, wie man(n) sich das wünscht. Dabei sind Erektionsstörungen beileibe kein „Seniorenproblem“: Weltweit leiden rund 152 Millionen Männer an einer erektilen Dysfunktion, in Deutschland geschätzte vier bis sechs Millionen. Schon 20 Prozent der 40- bis 45-jährigen Männer hatten bereits ein sexuelles Problem, ab 50 betrifft es jeden Dritten, bei den über 60-Jährigen knapp die Hälfte. Wer jetzt denkt, alte Menschen hätten sowieso keinen Sex mehr, der irrt. Nach einer US-Untersuchung in einer Gruppe von durchschnittlich 86-jährigen Menschen hatten 64 Prozent der Frauen und 82 Prozent der Männer noch sexuelle Kontakte. 30 Prozent der Frauen und sogar 63 Prozent der Männer hatten noch Geschlechtsverkehr! Auch vom Mythos, dass Sex im Alter sowieso viel zu gefährlich sei, kann man sich getrost verabschieden. Geschlechtsverkehr entspricht in seiner Belastung etwa zügigem Treppensteigen – wer also die Treppe noch schafft, der muss auch keine Angst vor den körperlichen Belastungen beim Sex haben. Im Gegenteil: Gerade die Männer, die lange sexuell aktiv sind, haben eine höhere Lebenserwartung.
Erektile Dysfunktion
Mit zunehmendem Alter stellen Männer fest, dass es länger dauert, bis sie eine Erektion bekommen. Diese ist dann nicht mehr so hart wie früher, und sie benötigen länger, um zum Orgasmus zu kommen. All dies sind keine Erektionsprobleme, sondern lediglich normale Folgen des Alterns. Wenn allerdings die Steifheit des Penis über mehr als sechs Monate in drei Viertel aller Fälle nicht ausreicht oder nicht lange genug anhält, spricht man von einer erektilen Dysfunktion. In rund 70 Prozent der Fälle liegt dafür eine organische Ursache vor. Veränderungen der Gefäßwände, Bluthochdruck, ein hoher Cholesterinspiegel, aber auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind Risikofaktoren. Diabetes kann die Nerven schädigen, die für das Steifwerden des Penis nötig sind. Eine erektile Dysfunktion kann bei Diabetes-Patienten sogar das erste Anzeichen der oft verdeckten Erkrankung sein. Bei Diabetikern liegt die Potenzproblemquote je nach Alter zwischen 30 und 70 Prozent. Auch Medikamente wie Betablocker, Entwässerungsmittel, Beruhigungsmittel, Antidepressiva oder Zytostatika können die Potenz mindern. Chirurgische Eingriffe im Beckenbereich (Prostatektomie), eine Strahlentherapie im Bereich des kleinen Beckens oder neurologische Erkrankungen wie Nervenschädigungen durch exzessives Radfahren können ebenfalls die Ursache für eine erektile Dysfunktion sein. All das sollte ein Urologe mit seinem Patienten in einem ausführlichen Vorgespräch abklären.
Männer – die schwierigen Patienten
Prof. Dr. Frank Sommer: „Auf einmal war es möglich, mit einer simplen Pille bei 70 Prozent der Patienten eine Erektion zu erreichen“Dabei fällt es Männern auch bei massiven Beschwerden immer noch schwer, offen mit ihrem Arzt zu reden. Studien haben ergeben, dass die bei weitem kürzesten Gespräche in Arztpraxen die zwischen männlichen Ärzten und männlichen Patienten sind. In Bezug auf ihre Gesundheit sind Männer eindeutig das schwache Geschlecht. Jungen sind häufiger krank als Mädchen, Männer sterben früher als Frauen – und doch haben sie ein deutlich geringeres Gesundheits- und Vorsorgebewusstsein als Frauen, sie bagatellisieren Beschwerden und verdrängen Symptome. Und sie leiden schweigend: In einer GfK-Umfrage, an der 711 Männer zwischen 45 und 70 Jahren teilnahmen, wurde zwar eine Verringerung von Fitness und Kraft, Schlafstörungen, verminderte Konzentrationsfähigkeit und nachlassende Libido beklagt. Immerhin zwei Drittel der Männer gaben an, ihre Beschwerden einfach zu ertragen. Nur ein Fünftel besorgt sich Medikamente in der Apotheke, überwiegend Vitamine, Schmerz- und Schlafmittel. Und nur ein Drittel war darüber informiert, dass ihre Beschwerden auch an einem zu niedrigen Testosteronspiegel liegen könnten.
Hormonmangel
Testosteron gilt gemeinhin als das Königshormon, es macht den Mann „männlich“. Doch schon ab dem 40. Lebensjahr nimmt der Testosterongehalt im Körper um jährlich ein Prozent ab, mit 60 Jahren hat etwa ein Drittel der Männer zu niedrige Werte. Davon klagt wiederum ein Drittel über Symptome, die auf Hormonmangel beruhen, wie mangelnde Libido, Muskel- und Knochenschwund, Depression oder Blutarmut. Bei diesen Beschwerden ist es sinnvoll, den Testosteronwert durch einen Bluttest abklären zu lassen. Wenn ein echter Hormonmangel vorliegt, dann hat der behandelnde Arzt die Möglichkeit zur Gabe von künstlichen Hormonen. Doch Experten wie Wolfgang Weidner, Direktor der Uniklinik für Urologie in Gießen, warnen vor einer pauschalen Substitution, denn das Königshormon ist nicht ohne Nebenwirkungen. Testosteron kann ein übersehenes Prostata-Karzinom wachsen lassen, Leberschäden hervorrufen und das Herzinfarktrisiko erhöhen. Auch die Thrombosegefahr steigt. Wenn der Arzt im Einzelfall eine Hormonersatztherapie für sinnvoll hält, kann er zwischen verschiedenen Anwendungen wählen. Ein Androgen-Gel, das auf den Schulterbereich aufgetragen wird, hat sich im Test bewährt: Bereits nach vier Wochen stellte sich eine Verbesserung von Stimmung und Sexualfunktion ein, innerhalb von sechs Monaten waren eine Zunahme von Muskelkraft und ein Abbau von Fettmasse zu verzeichnen, die Knochendichte stieg signifikant. Ein Gel ist auch deshalb optimal, weil keine Überdosierung möglich ist. Auch als Pflaster, in Tablettenform oder als Depotspritze (eine intramuskuläre Injektion pro Jahr) kann Testosteron zugeführt werden. In Australien laufen zur Zeit Tests mit Plättchen, die unter die Haut gepflanzt werden.
Umstritten ist noch die Zuführung des Anti-Aging-Hormons DHEA (Dehydroepiandrosteron), einem Steroidhormon und chemischen Verwandten von Testosteron und Östrogen. Ab 30 Jahren geht die DHEA-Produktion stetig zurück, mit 75 Jahren hat man nur noch 20 Prozent im Körper. Das Nebennierenprodukt soll stimmungsaufhellend und antidepressiv wirken, die Libido verstärken, Müdigkeits- und Erschöpfungsneigung reduzieren, vor Osteoporose schützen und gegen Fettleibigkeit wirken. Allerdings liegen keine wissenschaftlichen Beweise für die Wirksamkeit vor.
Schnelle Hilfe
Foto: birnex / pixelio.deDie Viagra-Markteinführung 1998 revolutionierte die Behandlung der erektilen Dysfunktion; zum ersten Mal gab es eine echte Alternative. „Auf einmal war es möglich, mit einer simplen Pille bei 70 Prozent der Patienten eine Erektion zu erreichen“, erinnert sich Prof. Dr. Frank Sommer, Deutschlands einziger Professor für Männergesundheit am Hamburger UKE. „Seither geht man auch in der Öffentlichkeit mit dem Thema Sexualität deutlich lockerer um.“ Die Wirkung der so genannten Potenzpillen ist simpel und überzeugend: Die so genannten PD5-Inhibitoren (Phosphodiesterase-5-Hemmer), also die Wirkstoffe Sildenafil, Tadalafil und Vardenafil in Viagra, Cialis und Levitra können nach sexuellem Reiz eine Erektion verstärken und verlängern, sie verbessern die Durchblutung. Bei sexueller Erregung entspannt sich die Schwellkörpermuskulatur, Blut strömt über die Arterien in den Penis, die Schwellkörper dehnen sich aus, der Penis erigiert, da gleichzeitig die Venen abgedrückt werden und kein Blut zurückfließen kann. Bekannte Nebenwirkungen sind Sehstörungen, Kopfschmerzen, Blutdruckabfall, Schnupfen oder eine Gesichtsrötung (Flush), die mit der Wirkung des Medikaments ebenfalls abklingen.
Die Unterschiede
Nicht jeder Patient spricht auf jedes Präparat gleich gut an; die drei unterschiedlichen Wirkstoffe der rezeptpflichtigen Medikamente bieten jedoch ein breites Spektrum. Die Mittel müssen privat bezahlt werden, die Kosten liegen bei 10 bis 18 Euro pro Tablette.
Viagra, der Klassiker mit dem Wirkstoff Sildenafil, ist von den drei Präparaten am besten erprobt, da es am längsten auf dem Markt ist. Die Wirkung tritt in der Regel rund 25 Minuten nach der Einnahme ein, im Wirkzeitfenster von vier bis fünf Stunden sind weitere Erektionen möglich. Die Einnahme von Viagra ist bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen untersagt, es kann zu Herzstillstand führen.
Cialis (Wirkstoff Tadalafil) wirkt mit 36 Stunden deutlich länger als Viagra (die Nebenwirkungen allerdings auch!), wegen der langen Wirkzeit wird von einer regelmäßigen täglichen Einnahme abgeraten. Auch Cialis darf nicht gleichzeitig mit Medikamenten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen eingenommen werden. Levitra (Wirkstoff Vardenafil) ist das neueste Präparat auf dem Markt, ist von Wirkung und Kontraindikation Viagra sehr ähnlich.
Ixense und Uprima sind neu auf dem Markt. Beide Präparate mit dem Wirkstoff Apomorphinhydrochlorid wirken zentral im Gehirn. Die kleine Tablette löst sich rasch unter der Zunge auf und wirkt bei sexueller Stimulierung schon nach 10 bis 20 Minuten. Der Vorteil: Beide können nach Rücksprache mit dem Arzt auch bei Einnahme von blutdrucksenkenden Mitteln eingenommen werden.
Nicht rezeptpflichtige Produkte sind keine Alternative: ÖKO-TEST hat acht rezeptpflichtige und 29 weitere als Potenzmittel angebotene Produkte getestet. Alle frei verkäuflichen getesteten Produkte wurden als mangelhaft oder ungenügend bewertet.
Alternativen für Unerschrockene
Bei wem die PD5-Hemmer nicht wirken, der kann andere Alternativen ins Auge fassen. Für einige braucht man(n) allerdings eine ruhige Hand – und einen guten Facharzt, der ihn gründlich in der Anwendung schult, sonst besteht die Gefahr einer schmerzhaften Dauererektion und von Verletzungen. Richtig ausgeführt kann SKAT (Schwellkörper-Auto-Injektions-Therapie) in 70 bis 80 Prozent der Fälle punkten. Dabei wird mit einer dünnen Nadel das Präparat (Caverject oder Viridal) direkt in den Schwellkörper injiziert. Der Wirkstoff Alprostadil lässt die Muskelzellen der Arterien erschlaffen, so wird das Gewebe verstärkt durchblutet.
Direkt in die Harnröhre einzuführende Therapeutika (Muse: Medicated Urethal System for Erection) in Zäpfchenform sind nicht so erfolgreich. Noch in der Erprobungsphase stecken Gels und Salben zur Anwendung an der Außenseite des Penis. Vakuum-Erektionshilfen, hydraulische Penisprothesen und chirurgische Eingriffe können ebenfalls helfen – da ist der Arzt gefragt.
Die „Antenne des Herzens“
Der Penis als Seismograph für drohende Herz- und Gefäßkrankheiten; Foto: Marc-André Tragé / pixelio.deEin Arztbesuch wegen einer erektilen Dysfunktion kann manchem Mann sogar das Leben retten. „Bei Männern zwischen 45 und 64 ist die Gefahr des plötzlichen Herztodes dreimal so hoch wie bei Frauen“, sagt Prof. Sommer. Er sieht den Penis als Seismographen für drohende Herz- und Gefäßerkrankungen, quasi als „Antenne des Herzens“. Mit einer schmerzfreien Untersuchung, der penilen Doppler-Duplex-Sonographie, kann die Durchblutung am Schwellkörper gemessen werden. „Ist diese im erigierten Zustand verringert, handelt es sich um einen potenziellen Infarktkandidaten, der in den nächsten 4 bis 8 Jahren einen Infarkt erleiden wird“, so Prof. Sommer. „Eine nur leichte Schädigung der Gefäße kann reversibel sein, sie ist aber in jedem Fall zu stoppen – wenn der Mann mitmacht.“
Lifestyle-Coaching
Männer können viel tun, um einer erektilen Dysfunktion vorzubeugen oder sie – quasi mit Bordmitteln – wieder in den Griff zu bekommen. Eine gesunde Lebensführung trägt nachhaltig dazu bei, dass ein Mann auch seinen Mann stehen kann: Regelmäßige Bewegung und Sport wie Nordic Walking, Schwimmen und Radfahren, eine ausgewogene Ernährung mit Gemüse und Fisch, wenig Alkohol, kein Nikotin – all das reduziert das Gewicht, senkt Cholesterin- und Blutzuckerwerte. Wer sein Übergewicht abbaut, der kann die Testosteronproduktion des Körpers ganz ohne künstliche Hormongaben wieder steigern. „Klar gibt es den großen, schlanken, dynamischen Mann, der vor Hormonen nur so strotzt und trotzdem Erektionsstörungen hat“, räumt Prof. Sommer ein. Doch der sei die Ausnahme: „Das Gros der Männer, die den Weg zu uns finden, kämpft mit einer Mischform aus Gewichts-, Bewegungs- und Sexualproblemen. Da sollte man beim Lebensstil anfangen, wenn man diesen Männern helfen will.“ Prof. Sommer sieht in einem ganzheitlichen Konzept einen weiteren Vorteil: „Man hilft damit ja nicht nur der Erektion, sondern dem gesamten Mann zu mehr Gesundheit – und das führt zu mehr Vitalität und Lebensfreude.“ Doch wer Männer davon überzeugen will, selbst etwas für ihre Gesundheit – und damit auch für ihre Manneskraft – zu leisten, der muss ein wahrer Motivationskünstler sein. Prof. Sommer und sein Team setzen dabei darauf, dass Männer den Wettkampf und Zahlenspiele lieben. „Früher gab´s Kriege, da konnten Männer ihrem Drang nachgehen, ihre Kräfte untereinander zu messen. Heute ist das etwas limitierter geworden, doch die Wettkampfstruktur ist bei 85 Prozent der Männer genetisch veranlagt. Und da hole ich die Männer ab“, erklärt der Androloge und gibt gleich ein Beispiel aus seiner Praxis, einen Berliner IT-Chef, 28 Jahre jung, Bauchumfang 128 cm: „Er kam mit Erektionsstörungen, seine Freundin hatte ihn verlassen. Wir haben buchstäblich den Weg der kleinen Schritte beschritten: Ich habe ihm einen Schrittzähler gegeben. Seine Ergebnisse hat er in Kurven übertragen und festgestellt, dass er jeden Tag ein bisschen mehr geschafft hat: ,Ich bin ein Gewinnertyp, ich habe mich selbst besiegt!’ Das hat ihn so motiviert, dass nun all seine männlichen Mitarbeiter einen Schrittzähler tragen. Die rufen sich abends auf dem Flur ihre Schrittzahlen zu – das ist doch ein gelungener gesundheitsorientierter Wettkampf!“
VigorRobic
Wer will – und dazu körperlich in der Lage ist –, der kann seine sexuelle Leistungsfähigkeit auch durch gezielte Übungen verbessern. Prof. Sommer hat dafür sein Konzept „VigorRobic“ entwickelt, das 2002 auf dem Europäischen Urologenkongress in der Sparte Sexuelle Innovationen ausgezeichnet wurde. Mit speziellen Übungen werden sowohl die Standfestigkeit der Erektion als auch die Durchblutung trainiert. Wichtig sei dabei vor allem die Reihenfolge: „Zuerst die muskulären Beckenbodenübungen, dann die Durchblutungsübungen, das ist ganz entscheidend.“ Die Beckenbodenübungen sorgen dafür, dass die Muskelmasse des kleinen Beckens stimuliert wird und so den zu schnellen Rückfluss des Blutes drosseln kann, die Erektion kann länger gehalten werden. Die Durchblutungsübungen, das so genannte „Skipping“, ein sehr schnelles Auf-der-Stelle-Laufen mit maximalem Knie- und Beineinsatz, sorgt mit einer speziellen Oberschenkelbelastung für eine optimale Durchblutung des Penis. Eine Untersuchung belegt die Wirksamkeit der Methode: Eine Kontrollgruppe erhielt Viagra, die andere machte die „VigorRobic“-Übungen. „Nach vier Monaten waren in beiden Gruppen gleich gute Ergebnisse vorhanden, mit dem Vorteil, dass bei den Männern mit den Trainingsübungen die Gefäßschädigungen teilweise rückgängig gemacht wurden“, sagt Prof. Sommer. „Bei nur leichten Schädigungen der Struktur ist das möglich.“ (Nachzulesen im Buch „VigorRobic – Potenter durch gezieltes Fitnesstraining“, Meyer & Meyer Verlag)
Ausblick: Männergesundheitspille
DASS sie kommen wird, ist sicher. WANN sie kommen wird, steht noch in den Sternen: die Männergesundheitspille. Dabei werde nicht mit einer Pille für alle Männer zu rechnen sein, glaubt Prof. Sommer. „Meine Prognose geht dahin, dass es keine Pille geben wird, die pauschal jeder einnehmen soll. Die Tendenz in der Forschung geht zur individuell gemixten Pille.“ Ein bisschen Aspirin, ein bisschen PD5-Inhibitoren und Statine könnten schon drin sein, „je nach Risikoprofil des Patienten und wie er das Medikament verstoffwechselt.“
Die neuen „Vitalsexuals“
Männer haben also allen Grund, sich mehr um ihre Gesundheit zu kümmern – und sie tun es auch. Das hat zumindest Dr. Ulrike Brandenburg, Fachärztin für Psychosomatische Medizin an der Uniklinik Aachen, festgestellt. Immer häufiger findet man in Arztpraxen offenbar einen neuen Männertyp, den „Vitalsexual“. Diese Männer, meist um die 40 und aktiv, gehen mit ihrer Sexualität und allen damit verbundenen Problemen offen um, sie suchen aktiv Hilfe und wollen auf die Wünsche der Partnerin eingehen. Der neue Mann hat offenbar dazu gelernt, es gibt Hoffnung: Traut euch, Männer! Es ist nur zu eurem Besten … ml
- Archivbeiträge der Ausgabe 4/2006
- Archivbeiträge der Ausgabe 1/2007





















