mehrwert Berlin
Archiv der Ausgabe 4 | 22. Jahrgang | Winter 2009
- Zwölf öffentliche Unternehmen der Hauptstadt blicken über ihren Tellerrand
- von Brigitte Menge
Vom Guten will man immer nur eines: mehr! Mehr Nutzen. Mehr Wirkung. Mehr Erfolg. Mit diesem Anspruch schlossen sich zwölf öffentliche Unternehmen Berlins im März 2009 zur Initiative „mehrwert“ zusammen. Gemeinsam wollen sie ihre Kompetenzen stärker in die weitere Entwicklung der Stadt einbringen. Das hat viele Gesichter. Mitte November meldeten sich die zwölf erneut zu Wort. Ihr Thema: mehrwert durch Vielfalt.

Die „Charta der Vielfalt“ trägt die Unterschriften von zwölf öffentlichen Unternehmen Berlins / Fotos: Sabeth Stickforth
Der gemeinsame Nenner der zwölf öffentlichen Unternehmen – Bäderbetriebe, Berliner Flughäfen, BSR, BVG, Berliner Wasserbetriebe, die Wohnungsbauunternehmen degewo, GESOBAU, GEWOBAG, HOWOGE, Stadt und Land, WBM und der Klinikkonzern Vivantes – ist ihr Engagement für Berlin. Ihre Kompetenzen sind unterschiedlich und gerade deshalb ist das gemeinsame Engagement mehr als die Summe aller Teile.
Thema der Veranstaltung am 16. November mit mehr als 200 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Verbänden war die Vielfalt der Gesellschaft und die daraus erwachsenden Chancen und Risiken für die Unternehmen. Vor Beginn unterzeichneten die mehrwert-Unternehmen die von der Bundesregierung ins Leben gerufene „Charta der Vielfalt“. Ein Dokument mit Mehrwert für die Mitarbeiter, die Unternehmen, die Kieze und die ganze Stadt.
mehrwert Mitarbeiter
Die mehrwert-Unternehmen beschäftigen insgesamt mehr als 40 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie alle bieten Dienstleistungen auf ganz verschiedenen Gebieten. Dabei kommt es auf jeden Beschäftigten an. Wer sich in seinem Unternehmen respektiert fühlt, hat Freude an der Arbeit und ist motiviert. Zahlreiche Projekte der Initiative verfolgen das Ziel, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern. Die BSR steht hierfür beispielhaft mit Aktivitäten wie flexible Arbeitszeit, Gesundheitsförderung, Fort- und Weiterbildung sowie Frauenförderplan. Seinen Mitarbeitern bietet das Unternehmen bei Problemen zwischen Kinderbetreuung und persönlicher Konfliktsituation Rat und Hilfestellung. Die mehrwert-Unternehmen stellen gegenwärtig mehr als 1 900 Ausbildungsplätze bereit. Das sind 1 900 Chancen für junge Menschen, den Weg ins Berufsleben zu finden. So wollen alle mehrwert-Unternehmen die Ausbildungsquote bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund bis zum Jahr 2013 auf bis zu 25 Prozent steigern.
mehrwert Unternehmen
Auch die Unternehmen profitieren von der Initiative. Wie lösen andere Betriebe Probleme des Klima- und Umweltschutzes? Wie fördert man den sozialen Zusammenhalt im multikulturellen Unternehmen? Welches Projekt oder Serviceangebot lässt sich übernehmen? Wie stellt man sich noch besser auf die Bedürfnisse der Kunden ein? Der Austausch von Erfahrungen, Projektergebnissen und Lösungswegen ist lebendiger als jede Auflage und kostengünstiger als ein Beraterstab.
mehrwert Kiez
Gerade die öffentlichen Unternehmen beeinflussen die Lebensqualität in der Hauptstadt mit ihren vielfältigen Kiezkulturen. Beispielhaft dafür steht ein Projekt der Wohnbautengesellschaft STADT UND LAND, eines mehrwert-Unternehmens. Binnen eines Jahres haben französische Künstlerinnen und Künstler der CitéCréation gemeinsam mit jungen Leuten aus der Neuköllner High-Deck-Siedlung einen bis dato schmucklosen Bau mit 214 Wohnungen in der Heinrich-Schlusnus-Straße 8–12 in ein Kunstwerk verwandelt – in eine Voliere. Entstanden ist nicht nur ein farbenfrohes Wohnensemble, geschaffen wurden auch acht Ausbildungsplätze für benachteiligte Jugendliche aus dem Quartier, überwiegend mit Migrationshintergrund. „Gegenseitiger Respekt ist ein Grundpfeiler nachbarschaftlichen Zusammenlebens, gerade wenn verschiedene Lebenswelten aufeinander treffen“, so Neuköllns Bürgermeister Heinz Buschkowsky, der sich wünscht, dass dieses Projekt an der Sonnenallee Schule macht.

So schön kann Wohnen sein: Ein Projekt von Stadt und Land in Neukölln / Foto: © STADT UND LAND
mehrwert Stadt
Bei ihrer Eröffnungsrede betonte Vera Gäde-Butzlaff, Vorsitzende des Vorstandes der BSR, als Vertreterin der mehrwert-Unternehmen die Chance der Initiative, den intensiven Dialog zwischen Stadt und öffentlicher Wirtschaft voranzutreiben. Ziel sei es, den Sozial- und Wirtschaftsraum der Hauptstadt noch stärker mitzugestalten und die wirtschaftliche Stabilität dauerhaft zu sichern.
Die zwölf Unternehmen von mehrwert Berlin gewährleisten auch in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten Sicherheit und Stabilität für die Region. In den Jahren 2007 und 2008 leisteten die Unternehmen mit einem jährlichen Umsatzvolumen von über 5 Milliarden Euro und Investitionen von insgesamt 5,6 Milliarden Euro im Zeitraum von 2003 bis 2008 einen wichtigen Beitrag zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung der Metropole Berlin. Hinter diesen Zahlen stehen viele Projekte, mit denen die zwölf öffentlichen Unternehmen positive Entwicklungen in Gang gesetzt haben – ein Wert, der nicht immer in Euros zu rechnen ist.Die mehrwert-Unternehmen stellen gegenwärtig mehr als 1 900 Ausbildungsplätze bereit. Das sind 1 900 Chancen für junge Menschen, den Weg ins Berufsleben zu finden. So wollen alle mehrwert-Unternehmen die Ausbildungsquote bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund bis zum Jahr 2013 auf bis zu 25 Prozent steigern. mehrwert Unternehmen Auch die Unternehmen profitieren von der Initiative. Wie lösen andere Betriebe Probleme des Klima- und Umweltschutzes? Wie fördert man den sozialen Zusammenhalt im multikulturellen Unternehmen? Welches Projekt oder Serviceangebot lässt sich übernehmen? Wie stellt man sich noch besser auf die Bedürfnisse der Kunden ein? Der Austausch von Erfahrungen, Projektergebnissen und Lösungswegen ist lebendiger als jede Auflage und kostengünstiger als ein Beraterstab. mehrwert Kiez Gerade die öffentlichen Unternehmen beeinflussen die Lebensqualität in der Hauptstadt mit ihren vielfältigen Kiezkulturen. Beispielhaft dafür steht ein Projekt der Wohnbautengesellschaft STADT UND LAND, eines mehrwert-Unternehmens. Binnen eines Jahres haben französische Künstlerinnen und Künstler der CitéCréation gemeinsam mit jungen Leuten aus der Neuköllner High-Deck-Siedlung einen bis dato schmucklosen Bau mit 214 Wohnungen in der Heinrich-Schlusnus-Straße 8–12 in ein Kunstwerk verwandelt – in eine Voliere. Entstanden ist nicht nur ein farbenfrohes Wohnensemble, geschaffen wurden auch acht Ausbildungsplätze für benachteiligte Jugendliche aus dem Quartier, überwiegend mit Migrationshintergrund. „Gegenseitiger Respekt ist ein Grundpfeiler nachbarschaftlichen Zusammenlebens, gerade wenn verschiedene Lebenswelten aufeinander treffen“, so Neuköllns Bürgermeister Heinz Buschkowsky, der sich wünscht, dass dieses Projekt an der Sonnenallee Schule macht. mehrwert Stadt Bei ihrer Eröffnungsrede betonte Vera Gäde-Butzlaff, Vorsitzende des Vorstandes der BSR, als Vertreterin der mehrwert-Unternehmen die Chance der Initiative, den intensiven Dialog zwischen Stadt und öffentlicher Wirtschaft voranzutreiben. Ziel sei es, den Sozial- und Wirtschaftsraum der Hauptstadt noch stärker mitzugestalten und die wirtschaftliche Stabilität dauerhaft zu sichern. Die zwölf Unternehmen von mehrwert Berlin gewährleisten auch in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten Sicherheit und Stabilität für die Region. In den Jahren 2007 und 2008 leisteten die Unternehmen mit einem jährlichen Umsatzvolumen von über 5 Milliarden Euro und Investitionen von insgesamt 5,6 Milliarden Euro im Zeitraum von 2003 bis 2008 einen wichtigen Beitrag zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung der Metropole Berlin. Hinter diesen Zahlen stehen viele Projekte, mit denen die zwölf öffentlichen Unternehmen positive Entwicklungen in Gang gesetzt haben – ein Wert, der nicht immer in Euros zu rechnen ist.
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