Klassische Noblesse oder dynamische Eleganz?
Archiv der Ausgabe 4 | 20. Jahrgang | Winter 2007
- Ein Fahrbericht mit dem Lamborghini Gallardo Spyder und dem Bentley Continental Flying Spur durch Berlin
Was passiert, wenn ein Liebhaber edler englischer Automobile auf einen temperamentvollen und nicht minder prestigereichen italienischen Sportwagen umsteigt?
Jörg Woltmann mit dem Lamborghini Gallardo Spyder vor den Hallen KPM-Manufaktur; Fotos: derdehmel.de
Diese Frage stellten sich die Strategen der „Leonhardt Gruppe“, einem der führenden Anbieter nobler Marken wie Lamborghini und Bentley in Europa. Die Leonhardt-Gruppe eröffnete im Mai 2007, beginnend mit Lamborghini Berlin, ihre Vertriebs- und Serviceniederlassung am Salzufer in Berlin. Naheliegend, dass sie einen Mann zur Testfahrt einlud, der Klasse, Wagemut und Eleganz persönlich wie unternehmerisch beweist: Jörg Woltmann, Bankier und Alleingesellschafter der wenige Meter entfernten Königlichen Porzellan Manufaktur Berlin GmbH.
„Power pur!“
Begeistert sagte Jörg Woltmann zu: „Als Fan englischer Legenden wie Bentley, Aston Martin oder Range Rover möchte ich gerne mal einen rasanten Italiener testen und bin gespannt, wie sich der Lamborghini anfühlt.“ Am Morgen des 22. November 2007 ist es dann soweit: Olaf Fischer, Head of Corporate Communication, begrüßt Jörg Woltmann im Leonhardt-Showroom.
Zusammen mit Sales Manager Dan Pfeifer und Managing Director Tony Wilcke bespricht das Team die Fahrtstrecke der zwei Einsatzwagen, eines Lamborghini Gallardo Spyder und eines Bentley Continental Flying Spur. „Flammender Auftritt beim Gallardo, stilvolles Understatement beim Continental: Der Charakter beider Fahrzeuge mag unterschiedlich sein, doch in punkto Formvollendung, Präsenz und Motorisierung stehen sie sich in nichts nach: Power pur!“, so Jörg Woltmann während der Begutachtung im Showroom. In der Tat: Sowohl der Lamborghini Gallardo als auch der Bentley Continental Flying Spur sorgen mit hochleistungsintensiven Aggregaten für mächtigen Schub: Das Herz des Lamborghini Gallardo Spyder besteht aus einem 5-Liter-V10-Mittel-Motor, der sein maximales Drehmoment von gewaltigen 510 Nm bei 4.250 Umdrehungen / Minute entfaltet. Insgesamt 520 PS (382 kW) bei 8000 U/ min treiben den 1.570 kg leichten Aluminumbody des italienischen Spitzensportler auf bis zu 314 km/h an. Eine fluggerechte Beschleunigung erfolgt in 4,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h!
Sportlicher Anspruch
Helge Leonhardt mit dem Bentley Continental Flying Spur (li) und Jörg Woltmann mit dem Lamborghini Gallardo SpyderEs ist soweit: Dan Pfeifer übergibt den Gallardo Spyder, gewandet in leuchtendem Lamborghini-Gelb. Jörg Woltmann nimmt im Cockpit Platz und sichtet die Instrumente: „Wie es sich für einen ordentlichen Sportwagen gehört: Übersichtliche Instrumente, kein überflüssiger Schnickschnack, edle Optik, ergonomisch geführte Armaturen. Die schwarze Ledereinfassung im Innenraum verstärkt den sportlichen Anspruch – kaum zu glauben, “ so Woltmann lächelnd, „dass Lamborghini einst als Traktorfabrikant begann!“
Mit der Zündung des Aggregats beendet Woltmann das Vorspiel: War es eben noch beschaulich ruhig am Salzufer, zieht der Gallardo mit fauchendem Aufheulen nun alle Blicke auf sich und ein rumorendes Röhren rauscht durch die Endrohre. Spätestens jetzt offenbart sich der Sportwagen als aggressives Raubtier, das seinen Führungsanspruch nicht nur durch raffinierte High-End-Technologie, sondern auch durch kühne und furchtlose Optik vertritt.
Woltmann gibt Gas, hört innen den V-10 gedämpft wummern, draußen nagelt er wie ein Tornado. Boxenstop auf dem Hof der KPM Berlin an der Wegelystraße. Ein Fotoshooting vor den Hallen seiner Manufaktur, dann geht es weiter, zur Straße des 17. Juni Richtung Siegessäule, Beschleunigung, ehrfurchtsvoll wird dem Gallardo der Weg freigeräumt. Im Seitenspiegel winkt ein Biker – Herr Woltmann winkt zurück: „Natürlich gibt es bei Sportwagen mit Mittelmotor hinten etwas weniger Sicht als in einer Limousine, aber insgesamt ist das Blickfeld angenehm frei!“
Bewundernde Blicke
Am Brandenburger Tor vorbei Richtung Gendarmenmarkt. Der Gallardo Spyder nimmt enge Kurven sicher und souverän, solider Grip, unmittelbare Lenkreaktion und die permanente Kraftübertragung auf alle vier Räder verschaffen ein souveränes Fahrgefühl in jeder Situation. „Für den Gallardo Spyder sind die Straßen von Berlin sicher nur eine Aufwärmübung – eigentlich müsste man damit durch bergige Serpentinen brausen“, so Woltmann, der nun an der britischen Botschaft vorüberzieht. Bewundernde Blicke überall.
Wir nähern uns dem Etappenziel, dem Bebelplatz vor dem exklusiven Hotel de Rome – der Rahmen stimmt. Vor dem Gebäude steigt Jörg Woltmann aus dem Cockpit und wird sogleich von Helge Leonhardt begrüßt. Wieder bildet eine raunende und staunende Menschentraube um den Lamborghini: Fotohandys blitzen, umso mehr, als nun auch der Bentley Continental Flying Spur zum Stabwechsel eintrifft!
Jörg Woltmann darf sich auf das zweite Luxusfahrzeug des heutigen Morgens freuen: In noblem Dark Sapphire vermittelt der Continental Flying Spur klassische Eleganz und britisches Understatement. Die viertürige Grand Touring Luxuslimousine vereint komfortables Reisen mit innovativer Technik und allgegenwärtiger Kraft.
Noble Leidenschaft
Im Motorraum des Bentley Continental Flying Spur schlägt ein 12-Zylinder 6-Liter Twinturbo-Herz, das unglaubliche 560 PS (411 kW) bei 6 100 U/min entwickelt und sein maximales Drehmoment von sagenhaften 650 Nm schon bei 1600 U/min entfaltet! Gleich dem Gallardo Spyder sorgt der permanente Allradantrieb mit 6-Gang-Automatikgetriebe für souveränes Fahren zu jeder Zeit! Trotz der beachtlichen Leistung benötigt der ungleich schwerere, komfortabel ausgestattete Continental Flying Spur ein paar Sekunden mehr, um seine 2.475 kg Leergewicht auf Touren zu bringen – wobei man sich von 0 auf 100 km/h in 5,2 Sekunden durchaus auch tief in die – hochbequemen – Sessel pressen darf. Spätestens bei der Höchstgeschwindigkeit kann sich der Continental Flying Spur mit dem Gallardo Spyder messen: Mit 312 km/h Spitze würden sich die Fahrer beider Luxury Cars auf einer leeren Autobahnstrecke lange gegenseitig auf die Instrumente schauen – das können wir in Berlin leider nicht testen und so bleibt uns nur die Vorfreude auf kommende Langstreckenfahrten …
Eine Frage des persönlichen Stils
Zurück am Leonhardt-Quartier resümiert Jörg Woltmann: „Edel, brillant verarbeitet und auf technisch höchstem Niveau sind zweifelsfrei beide Wagen, der Lamborghini genau so wie der Bentley. Und Aufmerksamkeit genießt man ohnehin in jedem der Automobile. Meinem Faible für britische Edellimousinen käme eher der Continental nahe. Sportliche, dynamische Fahrer dürften hingegen mit dem Lamborghini Gallardo Spyder ihre wahre Freude erleben. Insgesamt eine Frage des Geschmacks, nicht der Qualität – wie stets bei edlen Produkten!“ dk
www.lamborghini-berlin.de und www.bentley-sachsen.de
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