ERSTER SPATENSTICH
Archiv der Ausgabe 3 | 19. Jahrgang | Herbst 2006
- Regen für die Wüste – Der Hauptstadt-Airport
2 000 Fußballfelder groß, 73 000 Arbeitsplätze und bis zu 40 Millionen Passagiere: Das wird Berlins und Brandenburgs großer Flughafen, das wird BBI.
Mit dem Bau des zwei Milliarden Euro teuren Single-Airports wollen Brandenburg und Berlin ihre Stellung im internationalen Luftverkehr behaupten und weiter ausbauen. Schon heute ist die Spreemetropole europaweit führend im Bereich aller Low-Cost- Flüge und insgesamt der drittgrößte Standort innerhalb Deutschlands.
Dr. Rainer Schwarz, Hartmut Mehdorn, Klaus Wowereit, Matthias Platzeck,Wolfgang Tiefensee, Thomas Weyer (v.l.n.r.)
„Mit dem ersten Spatenstich überfliegen wir den ,Point of no Return‘“, sagte der Vorsitzende der Berliner Flughäfen, Dr. Rainer Schwarz, in seiner Eröffnungsrede. „Viele europäische Städte beneiden uns schon heute, dass wir es geschafft haben, ein Projekt dieser Dimension nunmehr zu realisieren. Berlin wächst im Durchschnitt drei Mal schneller als andere deutsche Verkehrsflughäfen. Schönefeld hat allein in den letzten zwei Jahren sein Passagieraufkommen verdreifacht. Endlich bringen wir die Kapazitäten von Tegel, Tempelhof und Schönefeld gemeinsam unter.“
„Ein Sprungbrett gen Osteuropa“, nennt der BBI-Geschäftsführer Thomas Weyer den Airport, der durch sein Midfield-Terminal optimale Strukturen bilden, kurze Wege erschließen und alles unter einem Dach vereinen soll.
Sichtlich glücklich gab sich der Ministerpräsident Brandenburgs, Matthias Platzeck, zum Beginn des Endes einer langen Geschichte: „Über zehn Jahre Planung liegen hinter uns. Die Synergien des größten Bauvorhabens in der Region sind längst nicht abschätzbar.“ Sein Berliner Amtskollege, der Regierende Bürgermeister Wowereit, schloss sich dankend den Worten seines Vorredners an und bezeichnete den Tag als Erfolg und Meilenstein für die Zukunft beider Länder: „Jetzt sind wir am Ziel, und es stehen mit uns hier hunderte von Menschen, um diesen Tag zu feiern. Wir bauen einen hauptstadtgerechten Flughafen. Er wird nicht aus Marmor sein, aber er wird auch keine Wellblechhütte. BBI wird ein moderner Airport, der durch sein Verkehrskonzept besticht.“
In nur 20 Minuten soll vom Hauptbahnhof der Flughafen in Schönefeld per Bahn zu erreichen sein. Der sechsgleisige Tiefbahnhof unter dem Terminal wurde dafür eigens neu gebaut. Durch einen Tunnel werden Fern- und Regionalzüge sowie S-Bahnen das Drehkreuz erreichen und das Konzept der kurzen Wege abermals fundieren. Der Lückenschluss der Autobahnen gewährt schließlich allen 10 Millionen Einwohnern der Region ein problemloses Erreichen. Und so beginnt der von Klaus Wowereit auf den Namen „Big Bobby International“ getaufte Radlader sich seinen Weg zu (start-)bahnen, ganz dem Zitat des Lufthansa-Sprechers Berlins, Wolfgang Weber, entsprechend: Die Hauptstadt wartet auf den Flughafen wie die Wüste auf den Regen: Im Oktober 2011 heißt es – Ready for Take-off! Christian Linow
www.berlin-airport.de
- Archivbeiträge der Ausgabe 2/2006





















