Die Kunst des Genießens
Archiv der Ausgabe 4 | 21. Jahrgang | Winter 2008
Mit der Kunst des Genießens ist es so eine Sache: Sie erfordert Geduld, wache Sinne und die Fähigkeit zur Hingabe. Wie die Malerei oder das Klavierspielen muss auch sie fleißig geschult werden. Also fordern Sie Ihre Sinne, regen Sie sie zu Vergleichen an und verfeinern Sie sie! Wie gut, dass es dazu mittlerweile in Berlin viele Gelegenheiten gibt. Beim Genuss haben die Deutschen in den letzten Jahren kräftig aufgeholt, das zeigt auch die große Anzahl der Sterne-Restaurants in der ganzen Republik.
Foto: Maren Beßler / PIXELIODoch auch zu Hause möchte man auf den kleinen Luxus nicht mehr verzichten. Exklusive Kaffeeröstereien sorgen für individuellen Kaffeegenuss, Chocolatiers, Winzer oder Brennereien werden als Geheimtipps gehandelt. Dabei geht der Trend immer mehr zum regionalen Produkt: Genuss mit gesunder Öko-Bilanz!
Eine Studie hat unlängst Kriterien für den idealen Genießer aufgestellt: Er sei bereit, sich für Genuss gegen Widerstände Anderer durchzusetzen, nach kreativen und sogar gewagten Lösungen zu suchen, sich körperlich und geistig anzustrengen, Grenzen auszutesten und spätere Reue in Kauf zu nehmen. Erkennen Sie sich wieder?
Schlemmertipps
Was wäre ein gutes Essen ohne den passenden Wein oder einen prickelnden Champagner? Schließlich ist Wein als Genussmittel schon seit über 8 000 Jahren bekannt. Wahre Kenner zeichnen sich vor allem durch ihre Bereitschaft aus, sich auf Neues einzulassen. Also gehen Sie auf Entdeckungsreise!
Wenn zum Weinkauf für Sie eine stilvolle Dégustation gehört, dann sind Sie bei Lutter & Wegner am Gendarmenmarkt richtig. Über 750 Weine aus europäischen Spitzenlagen sind dort im Angebot. Lassen Sie sich mit Blick auf den Deutschen Dom bei Antipasti, französischem Käse oder Tiroler Schinken zum Genuss verführen! www.lutter-wegner-gendarmenmarkt.de
In Wilmersdorf lockt die gut aufgestellte Wein & Glas Compagnie mit einer gediegenen Auswahl von Geheimtipps, Klassikern und Extravaganzen des Wein- und Champagnermarktes. Das elegante Interieur lädt zum Verweilen im Dégustationsbereich ein – und wunderschöne Gläser aller Top-Designer gibt es obendrein. www.weinundglas.com
Was passt besser zum Wein als ein gut gereifter Käse? Der Auswahl sind keine Grenzen gesetzt in der Gourmetabteilung der Galeries Lafayette. Das Berliner Haus ist die einzige Auslandsdépendance des Pariser Mutterhauses in Europa – das verpflichtet! Und so findet der traditionell frankophile Berliner Genießer dort alles, was das Herz begehrt. Auch die gut sortierte Weinabteilung, als Weinkeller eingerichtet, kann sich mit ihren interessanten Dégustations sehen lassen. www.lafayette-berlin.de
Hunger auf mehr? Die Auswahl an hochwertigen Restaurants ist riesig in Berlin, Hausmannskost trifft da auf exzellente Sterneküche. Einen ersten Einblick bekommt der Berlin-Besucher gleich im Hauptbahnhof, bei Diekmanns Austernbar. Frische Austern aus Frankreich, Irland und Deutschland, ein feines Glas Weißwein oder Champagner, oder vielleicht etwas aus der großen Restaurant-Auswahl? Schöner kann ein „Willkommen!” nicht ausfallen. www.berlin.austernbar.de
Am längsten Tisch Berlins können Sie im Restaurant des Hotel Lux in der Rosa-Luxemburg-Straße Platz nehmen. Das Fusion-Restaurant „Shiro i Shiro” lockt mit Trendküche -vor allem Fisch – zwischen Japan und Mittelmeer. Und mit hohem Hollywood-Starfaktor! „Shiro i Shiro” heißt übersetzt „Weißes Schloss”, gelungen umgesetzt in weißem und himmelblauem Design. www.shiroishiro.com
Ein Berliner Meisterkoch (von einer unabhängigen Jury frisch gekürt) steht in Kreuzberg in „HARTMANNs Restaurant” am Herd. Stefan Hartmann wurde im Vorjahr mit seiner ambitionierten Gourmet-Küche bereits zum Aufsteiger des Jahres gekürt. Ein besonderer Tipp für Romantiker: Der offene Kamin in den Gewölberäumen macht die Atmos phäre besonders kuschelig. www.hartmanns-restaurant.de
Aufsteigerin des Jahres wurde dieses Mal eine Frau: Sonja Frühsammer verwöhnt ihre Gäste in „Frühsammers Restaurant” in der historischen Villa des renommierten Grunewald Tennisclubs. Nostalgisch ist dabei allenfalls die Umgebung: Hier speisen Sie innovativ und auf höchstem Niveau in der Berliner Villa von Fritzi Massari. www.fruehsammers-restaurant.de
unsicht-Bar, Foto: unsicht-Bar GmbH, KölnSie möchten ein ganz besonderes Geschmackserlebnis? Dann lassen Sie sich auf einen wahren Sinnesrausch ein – im Dunkeln. In der „unsicht-Bar”, Deutschlands erstem Dunkelrestaurant, werden Sie erleben, wie Ihr Geschmackssinn besonders stimuliert wird. Denn das Auge hat Pause … www.unsicht-bar-berlin.de
Sie wollen Ihre Gäste lieber zu Hause verwöhnen? In der Feinkostmanufaktur von Miriam Eva Kebe gibt’s besondere Genüsse: Von Ölen und Tees über Chutneys, Gelées oder Senf bis zu Kuchen im Glas. www.kebe.de
Scharf und süß, fruchtig oder würzig geht’s auch im Kreuzberger „Senf-Salon” zu. Wer da nur an Würstchen denkt, wird eines Besseren belehrt! www.senfsalon.de
Süße Träume werden wahr bei der Traditions-Konditorei Wald in Charlottenburg. Königsberger Marzipan vom Feinsten wird hier seit über 60 Jahren zu unglaublichen Köstlichkeiten veredelt. Vorsicht: Suchtgefahr! www.wald-koenigsberger-marzipan.de
Kunterbunt, international und süß geht es zu bei „Your Süßkram Dealer” in Friedenau. Unser Tipp: Die Spezialitäten des österreichischen Chocolatiers Johannes Bachhalm sind hier exklusiv zu erhalten. www.suesskramdealer.de
Ein edler Kaffee rundet jedes gute Essen ab. Ob Espresso, Melange oder Filterkaffee – da sollte jeder nach seiner Fasson selig werden. Nachschub gibt’s bei der Berliner Kaffeerösterei in der Uhlandstraße, die sich einen eigenen Röstmeister leistet. Kaffee- und Schokoladenverkostungen oder Autorenlesungen sind Teil des Genusses. www.berliner-kaffeeroesterei.de
Wer beim Kaffee echte Berliner Großstadtluft schnuppern möchte, der ist bei „Impala” in der Pappelallee richtig. Hier kreuzen sich fünf Straßen, das ergibt Großstadtsound pur. Dem Geschmack tut das keinen Abbruch: Das „Impala” wurde zwei Mal vom Feinschmecker ausgezeichnet. ml www.impala-coffee.com
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