Wenn sich die kalte Jahreszeit verabschiedet, stellt so mancher fest, dass der Frühling kommt, aber der Winterspeck bleibt. Zeit für eine Diät? Zwischen Apfelessig und Weight Watchers gibt es wohl mehr Abnehm-Fahrpläne als Tage im Jahr. Sogar eine Eisbein-Diät kreierten findige Marketing-Experten. Welche Diät hält, was sie verspricht? Ist das Abschmelzen von Kilos eine Erfindung der Neuzeit? Wir wollten das jenseits der Schlagzeilen wissen und fragten eine Frau, deren Forschungsgegenstand die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Gesundheit von den molekularen Grundlagen bis zur klinischen Anwendung sind. Prof. Dr. Susanne Klaus leitet die Arbeitsgruppe Physiologie des Energiestoffwechsels am Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE).

Hand aufs Herz: Haben Sie die letzten Weihnachtsfeiertage ohne Gewichtszunahme überstanden?
Das weiß ich nicht, denn ich habe keine Personenwaage im Haushalt. Maßstab für mich ist der Hosenbund – das ging in Ordnung.
Nervt es Sie manchmal, wenn alle über Diäten reden, am meisten die, die sie am wenigsten brauchen?
Ich habe gar nicht das Gefühl, dass alle über Diäten reden. Bei Zeitschriften wird das Thema häufig inflationär behandelt, das ist mitunter übertrieben.
Welche Diäten sind gerade angesagt?
Ich verfolge das nur peripher. Manchmal fragen mich Journalisten nach Diäten, von denen ich noch nie im Leben etwas gehört habe. Nach wie vor entscheiden sich viele für das Reduzieren der Kohlenhydrate in verschiedenen Varianten. Die Methode ist durchaus sinnvoll, weil viele damit klarkommen, die bei anderen Diäten scheiterten. Es gibt für den Erfolg eine wissenschaftliche Grundlage, wir selbst haben an Hochprotein (weiterlesen…)
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Archiv der Ausgabe 4 | 25. Jahrgang | Winter 2012
Draußen zu joggen macht nicht mehr so großen Spaß, wenn einem bei winterlichen Temperaturen die Nase einfriert. Also rein ins Sportstudio. Ein Personal Trainer? Na gut, kann man ja mal ausprobieren. Bei Holmes Place am Potsdamer Platz erwartet mich Lion Hennig, ein 22-jähriger Sportstudent, und bringt mich gleich ganz schön ins Schwitzen mit seinen Aufwärmübungen.
Die sehen ganz simpel aus, haben es aber in sich. Er bevorzugt Übungen ohne Geräte, „da man damit den ganzen Körper und nicht isoliert einzelne Muskeln oder Muskelgruppen trainiert.“ Also muss ich einen Ausfallschritt machen und mich dann, den vorderen Fuß auf einer kleinen Bank stehend, hochschwingen. Und wieder zurück, und wieder hoch. Dabei auch auf die B-Note achten. Machen Sie das mal, ohne das Gleichgewicht zu verlieren, und mit „Spannung im Bauchbereich“…
Kraftsport ohne Gewichte – mit einem Suspension-Trainer
Später geht es an einen Schlingen- Trainer, auch Suspension-Trainer genannt, bei dem man mit dem eigenen Körpergewicht arbeitet. Schlingen-Trainer kann man auch gut zu Hause im Türrahmen oder an der Decke befestigen. „Und draußen auf dem Fußballplatz geht’s wunderbar an einem Pfosten“, so Lion. „Man hängt die Füße oder Hände in die Schlaufen und kann zum Beispiel Ruderbewegungen machen, indem man seinen Körper hochzieht und langsam wieder herunterlässt.“ Die Körperspannung zu halten, ist das A und O bei solchen Übungen. Hilfreich für das Training ist es, sich ein sportliches Ziel zu setzen, zum Beispiel „Ich will im Frühjahr (weiterlesen…)
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