Berlins Beste Küchen
- von Cecilia Reible
Schnittlauch, Petersilie, Dill … diese typisch deutschen Küchenkräuter gibt es heute in jedem Discounter. Lange Zeit waren sie die einzigen Würzpflanzen, die man frisch bekommen konnte. Majoran, Thymian oder Bohnenkraut kamen getrocknet und gerebelt aus der Streudose. In den vergangenen zwanzig Jahren hat sich viel getan, auch Basilikum, Minze und Koriander gehören heute selbstverständlich zum Sortiment der Gemüseabteilungen besserer Supermärkte. Aus der feinen Küche sind frische Kräuter ohnehin nicht wegzudenken. Sie wirken dekorativ und verleihen den Gerichten die besondere Note.
Auch bei den Köchen in Berlin und Brandenburg steht die Kräuterküche hoch im Kurs. Beim Einkauf der Produkte können die Küchenchefs auf einen hiesigen Lieferanten zählen: Ali Moshiri, promovierter Pharmakologe, baut in seiner Gärtnerei in Charlottenburg mehr als 450 verschiedene Duft-, Heil- und Würzkräuter an. Pflanzen aus fünf Kontinenten in allen erdenklichen Geschmacksrichtungen sind vertreten. Auf mehreren tausend Quadratmetern am Fürstenbrunner Weg wachsen allein fast 40 verschiedene Sorten Basilikum. Dazu kommen Exoten wie persischer Berg-Knoblauch, afrikanische Minze oder indischer Baumspinat. Auch lange als Unkraut verunglimpfte heimische Gewächse haben in Ali Moshiris Garten ihren Platz, etwa Sauerampfer, Brennnessel oder Schafgarbe. Die Pflanzen werden ohne Chemikalien oder Düngemittel gezogen und sind biologisch zertifiziert.
Mit den Gewächsen aus seinem Exotischen Kräutergarten beliefert der gebürtige Perser zahlreiche namhafte Restaurants. „Wir produzieren das Wichtigste für die Küche“, ist Moshiri überzeugt. „Kräuter geben den Gerichten das gewisse Etwas.“ Und sie sind gesund. So wirkt Basilikum verdauungsfördernd, Minze lindert ein eventuelles Völlegefühl. Sein umfangreiches Wissen weiterzugeben, ist dem 47-Jährigen ein echtes Anliegen. Der Experte lädt zu Führungen durch seinen (weiterlesen…)























