- Museen, das sind doch nur gute Ausflugsziele für regnerische Nachmittage oder trübe Novembertage. Falsch. Denn mindestens eins in Zehlendorf lädt gerade bei Sonnenschein zu einem Besuch ein.
- von Martina Reckermann
Mein Lieblingsplatz ist die Terrasse mit dem Blick über den wunderschönen Garten, hinter dem die Vormittagssonne über dem Wannsee glitzert“, verrät der Museumsleiter der Liebermann- Villa, Dr. Martin Faass.

Liebermann-Villa mit Staudengarten, Foto: © Max-Liebermann-Gesellschaft Berlin
Ähnliche Gefühle wird wohl auch der einstige Besitzer Max Liebermann gehabt haben, wenn er glücklich mit seiner Familie in seinem „Schloss am See“ die Sommermonate verbrachte und dabei rund 200 Gemälde von seiner Villa und dem Garten aus den verschiedensten Blickwinkeln malte. Dass der Besucher die Kunstwerke direkt mit den Originalschauplätzen vergleichen könne, sei das Besondere der Liebermann-Villa – so der Museumsleiter. Nicht der einzige Unterschied zu anderen Museen, denn der Garten ist nicht nur dekoratives Beiwerk, sondern Teil des Gesamtkunstwerkes.
Der Garten als Kunstwerk
Nachdem Max Liebermann 1910 das geeignete Grundstück gefunden hatte, um seine Idee vom Haus im Grünen zu verwirklichen, hatte er nicht nur von seiner Villa genaue Vorstellungen, Vorder- und Rückfront sind Kopien zweier Hamburger Landhäuser, sondern auch vom Garten. Zusammen mit dem Direktor der Hamburger Kunsthalle, Alfred Lichtwark, einem Gartenreformer, erschuf er verschiedene Gartenräume: einen Nutzund einen Stauden-Bauerngarten, zwei Heckengärten, (weiterlesen…)
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Sanftes Wasserplätschern, bequeme Massageliegen, frische Luft – kurzum Entspannung pur. Das Schöne daran ist, dass man dafür nicht mehrere Stunden fahren muss, sondern nur nach Lichterfelde zum Jade-Haus mit Salzgrotte.

Fotos: Jadehaus Lichterfelde
Geschmackvolle Holzmöbel, ein ovaler Tisch, gedeckt mit Teekanne, Tassen und Knabbergebäck. An der Eingangstür werden Schuhe in Puschen getauscht und eine freundliche Stimme fragt, wie sie helfen kann. Das 2006 eröffnete Jade-Haus erinnert ein bisschen an ein Wohnzimmer für Erholungssuchende mit einer Schau-Jade-Thermal-Massage- Liege, an der Besitzerin Song-Soon Keding die Besonderheit dieser koreanischen Kombination aus Massage, Akupressur, Fußreflexzonen- und Aromatherapie erklärt. Kleine Jaderollen, die durch Infrarotwärme ihre heilende Wirkung entfalten, walken richtig schön den rückwärtigen Teil des Körpers durch und lösen dabei Verspannungen. Eukalyptus- Aroma-Öle helfen bei Atemwegsbeschwerden, Lavendel entspannt. Nur 6 Euro kosten 40 Minuten, eine Zehnerkarte gibt es schon für 50 Euro. (weiterlesen…)
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Auf Humboldts Spuren

Heide L. Surkau, „Am seidenen Faden“, Öl auf Leinwand, 2010, © Heide L. Surkau
Botaniker und Pflanzenfreunde aufgepasst! Anlässlich ihres 100-jährigen Bestehens am Standort Dahlem, zeigen der Botanische Garten und das Botanische Museum noch bis zum 30. Januar 2011 die Sonderausstellung „Humboldts Grüne Erben“. Ausgestellt werden u. a. das Tagebuch der amerikanischen Reise und das Feldbuch von Alexander von Humboldt. Diese beiden Exponate waren noch nie gemeinsam zu sehen. Begleitet wird die Ausstellung von einem umfangreichen Rahmenprogramm aus Vorträgen, Führungen und Kinder-Workshops. Ebenfalls im Botanischen Museum präsentiert die vielfach prämierte Künstlerin Heide L. Surkau momentan eine Auswahl ihrer Ölgemälde. Bereits in den 1960er-Jahren war Surkau als Grafikerin für das Museum beschäftigt, nun kehrt sie mit der Ausstellung „Quer Beet. Anblicke – Einblicke – Ausblicke“ dahin zurück. Die Werke von Heide L. Surkau sind in zahlreichen Sammlungen im In- und Ausland vertreten, darunter die Marc Moyen Collection (Arlington, USA) und die Galerie Eisenmann (Böblingen).
www.botanischer-garten-berlin.de (weiterlesen…)
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