- Ein kühler Samstag im Mai unweit des Waidmannnsluster Damms: Struppi, ein 18 Jahre alter Dackel, wurde gerade von einem älteren Ehepaar und den Enkelinnen zu Grabe getragen. Eine blonde Frau in Gärtnerbekleidung fuhr das Tier zuvor auf einer Schiebekarre rund 800 Meter zu seiner letzten Ruhestätte, ihr folgte der kleine Trauerzug. Nach dem Abschied von Struppi schippt ein junger Mann das Grab mit Erde zu. Aus Pietätsgründen verbieten sich Fotos.
- von Gerald Backhaus
Das Ehepaar stammt aus der Gegend und hatte schon vor knapp zwei Jahren erfahren, dass es in Tegel den „Pfötchenhain“, einen Tierfriedhof, gibt. Dessen Inhaberin, die Dame mit der Karre, heißt Christina Hübner. Der junge Mann ist Johann-Christoph Müller, ein 22-jähriger Maschinenbaustudent und Pfarrerssohn, der ihr mit einem weiteren Studenten auf dem Friedhof zur Hand geht.
Was ist erlaubt?

Foto: Gerald Backhaus
Bis 2002 bestand kein Zweifel: Tote Haustiere durften im eigenen Garten vergraben werden. Danach wurde eine EU-Vorschrift erlassen, die das Vergraben toter Tiere nur noch mit Genehmigung erlaubt. Um nicht jeden Einzelfall überprüfen zu müssen, erließen die Behörden aber eine „Allgemeinverfügung“. Es gab viel Wirbel darum, was nun erlaubt und was verboten ist. Fazit: Im Garten dürfen Katzen, Hunde, Vögel und Meerschweinchen nach wie vor beerdigt werden, allerdings nur dann, wenn das Grundstück nicht in einem Wasserschutzgebiet oder zu nahe an öffentlichen Wegen und Plätzen liegt. Wer seinen toten Vierbeiner auf öffentlichem Grund, im Wald oder am Wegesrand bestattet, macht sich strafbar. Keine Einschränkungen gibt es bei Urnenbestattungen. Die Asche darf man mit nach Hause nehmen und in einer Urne aufstellen oder vergraben. (weiterlesen…)
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- Mitte Juni wurden die Gewinner auf der Preisverleihung im ehemaligen Flughafen Tempelhof, wo das Festival dieses Jahr zum ersten Mal stattfand, bekanntgegeben. Mit insgesamt 11 000 Quadratmetern bespielte DMY 2010 eine fast doppelte Ausstellungsfläche im Vergleich zu den vergangenen Jahren. „Wir sind aus der Arena Treptow rausgewachsen“, so DMY-Geschäftsführer Joerg Suermann.
- von Gerald Backhaus

Preisträger „For use/numen“, Foto: Luminaten
Von den ausstellenden Designern wurden drei prämiert, darunter die Tape-Installation der österreichisch-kroatischen Designer „For use/numen“. Jury- Mitglied Jerszy Seymour aus Kanada lobte den experimentellen Mut des Teams, das mit kilometerlangen, transparenten Klebebändern eine filigrane Installation schuf, die die Festivalbesucher in Benutzung nahmen. Ebenfalls ausgezeichnet wurde eine Ausstellung des Schweizer Forschungsinstituts „EPFL + ECAL Lab“, die digitale Applikationen mit analogen Materialien verknüpfte. Ein weiterer Preis ging an die niederländischen Designer Daphna Isaacs und Laurens Manders für ihre Lampen, die den klassischen Tafelaufsatz zeitgenössisch übersetzten. (weiterlesen…)
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- Sie lacht und freut sich, sie klatscht in die Hände und winkt. Hundert Jahre ist die Frau auf dem Pferdewagen alt und der 20. Juni ist ein ganz besonderer Tag für sie und alle, die am Straßenrand stehen. Denn heute feiert eine gleichaltrige Dame Geburtstag: Frohnau heißt sie, die Gartenstadt in Nordwesten Berlins.
- von Thomas Ultsch
Ingesamt sechzehn verdiente Frohnauer Urgesteine wurden in den Kremser eingeladen. Er fährt vorneweg beim großen historischen Umzug am Festwochenende. Und alle marschieren mit, das war den Organisatoren wichtig: Sportclubs, Musikkapellen, Pfadfinder, Schützenund Sportvereine und vor allem Alt und Jung.

Fotos: Baganz/BL
Viele Kinder aus den drei Frohnauer Schulen sind dabei, jede Gruppe erinnert mit phantasievollen Kostümen an wichtige Epochen in den vergangenen 100 Jahren. Die Schüler der Victor-Gollancz- Grundschule zum Beispiel haben sich Charleston-Kostüme aus den Goldenen Zwanziger Jahren angezogen und tanzen mit wehenden Federboas zur Musik von damals Richtung Zeltinger Platz. Aber auch die Evangelische Schule und die RenĂ©e-Sintenis-Schule machen mit und stellen die bittere Zeit nach dem Mauerbau genauso dar wie die bunten Flower-Power-Jahre der Blumenkinder. Die jüngsten Frohnauer aus den Kitas und Kindergärten haben sich gleich ganz in Blumen verwandelt und tragen große Filzblüten oder Blumenkränze auf dem Kopf. Auch auf ihren T-Shirts ist eine Blume zu sehen. Die Shirts wurden extra für den großen Tag entworfen und zeigen außerdem noch die anderen Dinge, die so typisch sind für Frohnau: den Casinoturm natürlich, Pferde und Buddha, denn hier in Frohnau gibt es schließlich das Buddhistische Haus, einen Tempel, in dem sogar Mönche leben. (weiterlesen…)
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