Archiv der Ausgabe 1 | 24. Jahrgang | Frühling 2011

Antje Naumann, Jürgen H. Blunck
Zugegeben – es fällt schwer, sich in dieser vom katastrophalen Unglück in Japan gezeichneten Zeit auf das normale Tagesgeschehen zu konzentrieren. Fast schon banal erscheinen unsere kleinen und großen Alltagsprobleme angesichts von Tod, Zerstörung, Verwüstung und der Angst vor den Langzeitfolgen einer möglichen atomaren Verstrahlung. Doch offensichtlich hat dieses furchtbare Unglück auch das Potenzial einer Zukunftschance und vielleicht ist es der Auslöser für ein grundlegendes Umdenken. Plötzlich werden deutsche Atomkraftwerke abgeschaltet – von einem Tag auf den anderen. Risiken werden neu diskutiert (als hätte es sie vorher nicht gegeben!) – na, immerhin! Und auf einmal ist es keine Floskel mehr, wenn viele Gespräche so oder ähnlich enden: „Damit hätte niemand gerechnet – lasst uns das Beste aus jedem Tag machen und das Leben genießen …“ Carpe Diem! Genau das möchten wir (weiterlesen…)
Archiv der Ausgabe 1 | 24. Jahrgang | Frühling 2011
In unserer letzten Ausgabe stellten wir Ihnen und uns die Frage, was die „Frau von heute“ ausmacht, und kamen zu dem Schluss, dass es – wie immer – auf die Mischung ankommt. Charme, Klugheit, Humor und Einfühlungsvermögen, gepaart mit Können – das sind die wahren Stärken des weiblichen Geschlechts. Heute setzen wir diese Reihe fort.
Dagmar Reim, Intendantin Rundfunk Berlin-Brandenburg
Dagmar Reim ist seit 2003 Intendantin des Rundfunk Berlin- Brandenburg und war damit die erste Frau an der Spitze einer öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt in Deutschland. Ihre journalistische Laufbahn begann sie 1975 als Redakteurin beim Bayerischen Rundfunk. 1979 wechselte sie zum Westdeutschen Rundfunk und 1986 zum Norddeutschen Rundfunk. Dort wurde sie 1995 Chefredakteurin Hörfunk und 1998 Direktorin des Landesfunkhauses Hamburg. Die Stadt Berlin ist für sie spannend und einzigartig. Selbst eine 24-Stunden-Fernsehreportage des rbb habe kaum ausgereicht, um das ganze Berlin einzufangen. Dafür seien die Reporterinnen und Reporter jeden Tag im Einsatz: In der Abendschau, bei radioBerlin 88,8 und Inforadio und auf den Internetseiten.
www.rbb-online.de
Barbara Krieger, Sopranistin
Die charmante Sängerin Barbara Krieger studierte Germanistik, bevor sie sich für ein Gesangsstudium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst „Mozarteum“ in Salzburg entschied. 1997 gelang ihr der Durchbruch bei einem Gesangswettbewerb an der Mailänder Scala. Noch im selben Jahr wurde (weiterlesen…)
Archiv der Ausgabe 1 | 24. Jahrgang | Frühling 2011
Ausbau der A 100, Schließung des Stadtrings, die Verbindung von öffentlichem Personennah- und Individualverkehr, die Sicherheit auf Brandenburgs Alleen, Dauerstau in Berlins Mitte … ein dickes Bündel von Aufgaben liegt vor all jenen, die sich mit der Verkehrssituation der Hauptstadtregion befassen. Ein Interessenvertreter der Verkehrsteilnehmer ist der ADAC. Am 1. März übernahm Dorette König, Staatssekretärin a. D., ihren neuen Job als Geschäftsführerin des ADAC Berlin-Brandenburg. Die diplomierte Volkswirtin mit Erfahrungen in Wirtschaft und Politik arbeitete zuvor ein Jahr als Vorstand Verkehr des Mobilitäts- Dienstleisters. Acht Tage nach dem Amtsantritt trafen wir die Brandenburgerin zum Gespräch.

Dorette König, Foto: Oliver Wia
Ich habe rund 45 Minuten gebraucht und stand nicht im Stau. An den Autobahn-Kreuzen Neukölln und Schöneberg war der Verkehr zähflüssig, aber es rollte. Beim Schleichen wächst schon der Wunsch, dass man auch im Berufsverkehr auf der Stadtautobahn schneller vorankommt.
Was waren die ersten Amtshandlungen in Ihrer neuen Funktion?
Ich starte ja nicht von 0 auf 100, sondern habe das Glück, dass mir die Strukturen und Abläufe des ADAC vertraut sind, und vor allem, dass ich die Mitarbeiter kenne. Ich habe mich sehr auf diese Arbeit gefreut, weil ich weiß, dass dieses Haus ein großes Potenzial hat, die Mitarbeiter kompetent und hoch motiviert arbeiten und die Aufgaben vielfältig und spannend sind.
Die Funktion der Geschäftsführerin ist neu für Sie im ADAC. Wie setzen Sie die Prioritäten?
Ich bringe Managementerfahrungen mit, habe (weiterlesen…)
Archiv der Ausgabe 1 | 24. Jahrgang | Frühling 2011
DIE eine deutsche Küche gibt es nicht. In den Regionen Deutschlands werden ganz unterschiedliche kulinarische Traditionen gepflegt. Doch es gibt auch Gemeinsamkeiten: Fleisch, insbesondere vom Schwein, spielt eine wichtige Rolle in den Pfannen und Töpfen zwischen Alpen und Nordsee. Und Kartoffeln, ob zu Brei gestampft, zu Klößen geformt oder zur Bratkartoffel gebrutzelt, kann man wohl mit Fug und Recht als DAS deutsche Grundnahrungsmittel bezeichnen. In Berlin gibt es eine große Vielfalt an Restaurants, die sich einer spezifischen deutschen Regionalküche verschrieben haben. TOP-Gastro- Autorin Cecilia Reible nimmt Sie mit auf einen Streifzug.

Zur letzten Instanz: Gastraum mit dem „berühmten“ Ofensitz, wo Napoleon gesessen haben soll, Foto: Familie Sperling
Wenn Gourmets im Ausland weilen, suchen sie meist nach möglichst authentischen Geschmackserlebnissen. Im Elsass bestellen sie Choucroûte oder Baeckeoffe, in der Bretagne schlürfen sie Austern, in der Toskana probieren sie Brotsuppe und zum gelungenen Urlaub an der spanischen Küste gehört natürlich eine Paella. Zu Hause in Berlin gelten allerdings andere Gesetze. Hier speist man italienisch, vietnamesisch oder neu-deutsch. In Restaurants mit Berliner Küche geht man im Regelfall allenfalls mit auswärtigen Besuchern, oder wenn Oma zum Essen ausgeführt wird. Typische Berliner Restaurants findet man deshalb überwiegend in Gegenden, die von Touristen frequentiert werden. So hat sich in den rekonstruierten Häusern im Nikolaiviertel eine ganze Reihe „Alt-Berliner“ Gasthäuser angesiedelt, in denen deftige, bodenständige Gerichte angeboten werden. „Zur Gerichtslaube“, „Zum Nussbaum“ „Zille-Stube“, „Zum Paddenwirt“ oder „Mutter Hoppe“ sorgen mit ihrer (weiterlesen…)
Archiv der Ausgabe 1 | 24. Jahrgang | Frühling 2011

Foto: Gerd Pfaff / pixelio.de
Der Streit darüber, welche Region an der deutschen Ostseeküste die meisten Sonnenstunden hat, stammt wahrscheinlich noch aus der Zeit, als gut Betuchte in die „Sommerfrische“ reisten. Nein, wir mischen uns da nicht ein. Weil Streiten nicht zum Relaxen passt und vor allem, weil wir bei den Recherchen erlebten, dass die ganze Region mit alten Kirchen, Klöstern, Museen, Galerien, Schlössern, Theatern, Kleinkunstbühnen, Herrenhäusern, Ateliers, Denkmälern, Heimatstuben, Gärten, Parks, Leuchttürmen … lockt. Oder lieber angeln, surfen, segeln, tauchen …? Oder einfach mal gar nichts tun. Hier geht alles und alles geht gut.
Norden mit skandinavischem Flair
Wenn sich hier in den Alltag plötzlich ein paar dänische Wörter mischen, ist das völlig normal. In der nördlichsten Region Deutschlands ist Dänemark ganz nah, schon die andere Seite des Flensburger Fjords gehört zum Königreich von Margrete II. Die Region macht aus vielen Urlaubern kleine und große Könige: Herrscher über edle Segelboote, trutzige Strandburgen und stolze Freier um schöne Strandprinzessinnen. Und ein richtiges Schloss gibt es auch. Es steht in Glücksburg und ist gleich doppelt zu haben, denn es spiegelt sich im See. Der schneeweiße Renaissance-Palast war einst Drehort für die ZDF-Serie „Der Fürst und das Mädchen“ mit Oscar- Preisträger Maximilian Schell. Genauso romantische Gefühle gedeihen ganz üppig im Rosarium auf dem Gelände der ehemaligen Schlossgärtnerei. 550 Rosen berauschen hier im Sommer die Augen und betören die Nasen. Das Rosarium erinnert an den (weiterlesen…)