Archiv der Ausgabe 4 | 23. Jahrgang | Winter 2010
Die Natur trägt glitzerndes Weiß, manchmal auch dezentes Grau. Neben Schneematsch und Schnupfennasen hat der Winter jedoch noch eine ganze Menge mehr zu bieten. Zum Beispiel den Duft nach Zimt, Kaminholz oder einem köstlichen Braten. Dieser Duft stieg auch TOP-Gastro-Autorin Cecilia Reible in die Nase und sie begab sich auf einen Streifzug durch die besten deutschen Küchen der Hauptstadt. Denn schließlich ist es ja die Jahreszeit der deftigen und bodenständigen Genüsse und nach einem langen Spaziergang schmecken Gänsebraten, Kassler oder Rouladen besonders gut. Abgesehen davon liegt die „ganz normaler deutsche Küche“ – will man den Umfragen Glauben schenken – wieder hoch im Kurs. Dabei ist die Berliner Gastro-Szene die umtriebigste des Landes, vielleicht sogar Europas. Die Zahl der Berliner Lokale wächst, zehn neue kommen im Schnitt täglich hinzu. Das reicht vom (weiterlesen…)
Archiv der Ausgabe 4 | 23. Jahrgang | Winter 2010
Dagmar Vogt ist Unternehmerin. „Aber ich bin nicht als Unternehmerin auf die Welt gekommen. Bei meinem Berufseinstieg als Chemieingenieurin habe ich niemals daran gedacht, mich selbstständig zu machen“, erzählt die gebürtige Ostfriesin mit charmantem Lächeln.

Dagmar Vogt, Foto: Oliver Wia
Aber meistens kommt es anders und zweitens …. so war es auch bei der heutigen Chefin der vogt group. Nach dem Studium ging es bei einem Berliner Mittelständler relativ schnell die Karriereleiter rauf: „Und da habe ich nach dreieinhalb Jahren gedacht: Ich schau mich mal um, was es sonst noch so gibt …“ Allerdings war dieses Umschauen nicht so erfolgreich wie gehofft, auch nach längerem Suchen fand sich keine entsprechende Herausforderung. Also sagte sie sich: „Wenn mir keiner die Karrierechancen bietet, die ich gern hätte, dann nehme ich das selbst in die Hand. Und so ist die Idee zur Selbständigkeit geboren worden.“ Gesundes Selbstvertrauen gehört dazu, unterstreicht Dagmar Vogt und betont das Wörtchen „gesund“ ganz besonders.
Der lange Lauf
Beim Managen von Großprojekten fühlt sich die Unternehmerin „zu Hause“. In Zusammenhängen zu denken, egal ob es sich um die Sanierung von Kohlekraftwerken oder um die Nachrüstung von Klärwerken geht. Das waren die Anfänge. „Am Ende hat alles wieder mit chemischen Prozessen zu tun“, betont die passionierte Joggerin, (weiterlesen…)
Archiv der Ausgabe 4 | 23. Jahrgang | Winter 2010
Manchmal muss man zu seinem Glück einfach gezwungen werden. Bequemlichkeit ist gerade in diesen etwas grauen und kalten Tagen zwar ganz nett, macht aber auf Dauer ziemlich träge und obendrein recht schlapp. „Wellness“ heißt das Zauberwort. Aber es muss nicht immer ein ganzer Tag im türkischen Hamam oder eine Thalasso-Therapie sein. Viele Glückshormone stellen sich ganz einfach durch Bewegung in den zahlreichen Berliner Parks, in den Naturschutzgebieten, im Grunewald oder in der benachbarten Brandenburger Natur ein. An diese können sich dann vielerlei Belohnungen anschließen.

Foto: clipdealer.de
Die während eines Kurzurlaubs in einem ruhig vor der Berliner Stadtgrenze gelegenen Hotel gemachten Erfahrungen können vielerorts so oder ähnlich erlebt werden. Jedenfalls stieß die Einladung zu einem morgendlichen Waldlauf nicht gerade auf helle Begeisterung. Eher stand der Sinn nach einem geruhsamen und langen Frühstück, einer sich anschließenden ausführlichen Zeitungslektüre, einer weiteren Tasse Kaffee oder einer Stunde vor dem schon prasselnden Kamin. Aber die Freundinnen ließen nicht locker. Also hinein in die Sportschuhe und in den Trainingsanzug. Und mit ein wenig Überwindung klappten die ersten hundert Meter dann doch ziemlich problemlos. Schon dabei zeigte sich ein Vorzug der Hotellerie in Berlin und Brandenburg. Es gibt genügend Häuser fernab der großen Zentren, lauten Hauptverkehrsstraßen oder Autobahnen. Die Natur beginnt beispielsweise in Köpenick, in Grunewald, Zehlendorf oder im angrenzenden Potsdam- Babelsberg buchstäblich vor der Haustür. Dazu kommt der Wasserreichtum. Allein Brandenburg zählt mehr als 3 000 Seen. Einer davon liegt bestimmt ganz in der Nähe. Immerhin 12 000 Kilometer schiffbarer Gewässer weist die Brandenburger Landkarte auf. An so einem See kann sich selbst in der (weiterlesen…)
Archiv der Ausgabe 4 | 23. Jahrgang | Winter 2010
Die kalte Jahreszeit bringt so einige Unannehmlichkeiten mit sich: von erhöhter Erkältungsgefahr über Glatteis bis zur Winterdepression. Doch es gibt auch Vorteile: Endlich darf man sich wieder nach Herzenslust gehaltvollen, bodenständigen Genüssen hingeben, Kalorien hin oder her. Gänsebraten, Kassler oder Rouladen schmecken im Winter besonders gut. Das sah auch die Chefredakteurin so und beauftragte TOP-Gastro-Autorin Cecilia Reible, einen Streifzug durch Berlins Restaurants mit deutscher Küche zu unternehmen.

Foto: Rainer Sturm /pixelio.de
Deutsche Küche – darunter scheint jeder etwas anderes zu verstehen. Der Chefredakteurin läuft beim Gedanken an Gänsebraten mit Rotkohl und Klößen das Wasser im Munde zusammen. Der badische Kollege erinnert sich wehmütig an Schneckensüpple oder Schäufele, die Assistentin denkt an Schweineschnitzel mit Mischgemüse in der Kantine. Also Anruf beim TOP Magazin: Welche deutsche Küche darf’s denn sein? Eine kulinarische Reise vom Rhein bis an die Ostsee? Oder würden nicht doch die üblichen Verdächtigen aus der Sterne- und Haubenwelt mit ihrer mediterran oder asiatisch inspirierten „neuen deutschen Küche“ besser ins Magazin passen? Nein, kommt das Verdikt aus der Chefredaktion, dieses Mal soll es die „ganz normale deutsche Küche“ sein. Denn diese liegt, glaubt man Umfragen, wieder hoch im Kurs. So bevorzugen laut Appolinaris Trend Dossier 2010 fast drei Viertel der Befragten die deutsche Küche. Zwei Drittel der Teilnehmer an der Umfrage sagten, sie würden sich bei der Wahl eines Restaurants für ein Lokal mit gutbürgerlicher, deutscher Küche entscheiden. Aber welche gutbürgerlichen Restaurants in Berlin sind empfehlenswert? „Du musst zu ‚Habel‘ am Roseneck“, rät eine Freundin, die Schweinebraten und Sauerkraut allen Sushi- Varianten vorzieht. In der jahrzehntealten Institution im alten Westen genießen gereifte Grunewalder Paare Bier und Prosecco, am liebsten natürlich in der warmen Jahreszeit an den Tischen draußen. Doch auch im hinteren Gastraum sitzt es sich nett an weiß eingedeckten Tischen. Die Speisekarte weckt so manche Kindheitserinnerungen und der Gaumen wird nicht enttäuscht: Die (weiterlesen…)
Archiv der Ausgabe 4 | 23. Jahrgang | Winter 2010
Seit 1997 zeichnet die Berlin Partner GmbH jährlich die besten Köche der Hauptstadtregion aus. Die Preisträger 2010 wurden am 13. November beim „Gala-Diner Berliner Meisterköche“ im Hotel InterContinental vor über 300 geladenen Gästen geehrt.

Die Preisträger des Abends Hans-Peter Wodarz, Matthias Diether, Michael Kempf, Peter Krüger, Manuel Finster und Christian Wilhelm
Wann eigentlich ist Kochen eine Kunst und was macht einen Koch zum Meister seines Fachs? Die praktischen Antworten auf diese theoretischen Fragen gaben die „Berliner Meisterköche 2010“ an diesem Abend. Das Gala-Diner zelebrierte Genießen als geschmackvolle Lebenskultur. Die Zutaten dafür waren vielfältig: die Besten der Besten am Herd, festlich gedeckte Tafeln im formvollendet dekorierten großen Ballsaal des Hotels InterContinental, Vorfreude auf die Sinfonie der Aromen und ein ganzer Abend Zeit für all die Köstlichkeiten. Die Auswahl der Preisträger lag auch in diesem Jahr in den Händen einer unabhängigen Jury aus Vertretern der Branche und Journalisten. Neben der Qualität der Kochkunst wurden die Originalität der Kreationen, die Präsentation der Speisen und der Service bei der Wahl berücksichtigt. Der bewährte Vorsitzende der Jury war nun schon zum (weiterlesen…)