- Interview mit Fritz Prüss, Präsident des Golfclubs Gross Kienitz zur Saison 2010, zur Nachwuchsarbeit und zur Konjunktur des Golfspiels. Der gebürtige Mecklenburger ist seit 1968 Wahlberliner und war 40 Jahre bei Bertelsmann tätig, davon lange Zeit als Geschäftsführer.
- von Ronald Keusch
Archiv der Ausgabe 1 | 23. Jahrgang | Frühjahr 2010
Das Jahr 2010 startete mit viel Eis und Schnee und Sie haben in Ihrem Golfclub den Spielbetrieb auf Wintergrün umgestellt. Was heißt das?
Wenn nicht so viel Schnee liegt, kann man bei uns auch im Winter spielen. Den Spielern stehen vorgezogene Wintergrüns zur Verfügung. Das eigentliche Grün wird im Winter geschont, um es im Frühjahr gleich wieder spielbereit zu haben. Außerdem haben wir zwei Driving Ranges, also Übungsanlagen, die teilweise überdacht sind, und in unserem Clubhaus eine Indoor- Anlage.
Welche Schwerpunkte sehen Sie für Ihren Golfclub in der kommenden Saison?

Golfclub-Präsident Fritz Prüss
Zunächst muss man im Auge haben, dass Golf ein Sport ist, der im Alter von 5 bis 85 Jahren betrieben wird. Weiterhin berücksichtigen wir im Club ständig sowohl die Interessen der typischen Freizeitgolfer als auch die der sportlich orientierten Turnierspieler mit ihren Wünschen nach immer mehr Turnieren. Im Durchschnitt ist in Deutschland und auch bei uns die übergroße Mehrheit, etwa 4/5, zu den Freizeitgolfern zu zählen. Wir werden im Jahr 2010 auf unserer Anlage etwa 80 Turniere durchführen. Davon entfällt ein Drittel auf Sponsorenturniere mit anschließender Gastronomie, ein weiteres Drittel auf sportliche Turniere. Die übrigen Turniere bestreiten die typischen Freizeitsportler. Für sie haben wir seit einigen Jahren die Möglichkeit, 9-Loch-Turniere zu veranstalten, in denen sie ihr Handicap verändern können. Das hat es früher nicht gegeben. Ein weiterer Schwerpunkt ist ein intensives Training der Jugend. Seit Gründung unseres Clubs haben wir pro Jahr einhundert Kinder und Jugendliche zum kostenlosen Training bei uns. Jugendliche werden immer mehr vom Golf angezogen beispielsweise durch die Aktion Schule. Ich glaube, dass Golf auf dem Weg zum Breitensport ist. (weiterlesen…)
- In dieser Ausgabe möchten wir Sie in den Autofrühling einstimmen. Beginnen werden wir mit der Vorstellung von drei neuen Luxusfahrzeugen: Audi A8, BMW 5er und T5 4Motion.
- von Ralf Rachfahl
Archiv der Ausgabe 1 | 23. Jahrgang | Frühjahr 2010
Der neue Audi A8

Foto: www.audi.de
Das Gute vorab, der Audi A8 ist das Flaggschiff mit Hightech an Bord, wie sie bei Wettbewerbern nicht zu sehen ist – vom Navigationssystem mit Touchpad bis zur Fahrermassage, von serienmäßiger Luftfederung bis zu einer Klangfarbe, als sitze man nicht im Auto, sondern in der Berliner Philharmonie. Eine Stunde Autofahrt vom Flughafen Malaga zum Finca Cortesin Hotel, Golf & Spa lag vor mir, eine angenehme und entspannte Fahrt. Die Zeit reichte nicht aus, um gleich alles auszuprobieren, war doch das Auto voll mit Hightech. Das neue Sicherheitssystem Audi pre sense kann durch seine technische Intelligenz komplexe Szenarien erkennen und den Fahrer vorausschauend unterstützen. Hightech, die der Sicherheit dient. Noch mehr Hightech gibt es bei Dunkelheit. Audis Nachtsichtassistent erkennt per Wärmebildkamera Menschen und Tiere und weist bei Kollisionsgefahr auf sie hin. Zudem sorgen die neuen LED-Scheinwerfer (weiterlesen…)
- Interview mit der Kultband Silly
- von Brigitte Menge
Archiv der Ausgabe 1 | 23. Jahrgang | Frühjahr 2010
Die Fans gaben nie Ruhe: Sie forderten, schrieben, ermutigten und ermunterten. Jetzt ist Silly wieder da! Kraftvoll, ehrlich, glaubwürdig, echt. „Alles Rot“ ist der Titel ihres neuen Albums mit Frontfrau Anna Loos. 14 Jahre nach dem Tod von Tamara Danz gibt es 14 neue Songs. Wir trafen die gut aufgelegten Musiker Ritchie Barton, Uwe Hassbecker, Jäcki Reznicek und Anna Loos zum Gespräch.

Foto: Oliver Wia
14 Jahre keine CD – musste so viel Zeit vergehen?
Ritchie: Im Prinzip ja. Gerade bei den Live-Auftritten spürten wir, dass in uns und im Publikum die Leidenschaft für Silly lebt. So haben wir nach der Pause Silly wieder auf die Schienen gesetzt.
Ist „Alles Rot“ für euch eine Art Debüt- Album?
Uwe: Ja und nein. Es ist ein Comeback für Silly und unser Debüt mit Anna. Jeder von uns bewegte sich zwischen beiden Polen.
Eigentlich müsste das neue Album doch „Alles Neu“ heißen, oder? – Neue Plattenfirma, neues Management … – und von wem ist dieses tolle neue Bühnen-Outfit?
Anna: … von Guido Maria Kretschmer, einem Freund von mir.
Jäcki: … inzwischen von der ganzen Band.
Anna: Ich wollte unbedingt für die Bühne eine Jacke im Uniformstil haben. Als Guido mir dann seine Entwürfe zeigte, dachte ich: So etwas müsste eigentlich die ganze Band haben. Mode erzählt ja auch etwas über uns. Guido hat sich sehr auf uns eingestellt. Das Ergebnis ist glaubhaft, es sind Klamotten, die für uns stehen.
Uwe: Im Vorfeld für ein neues Album – und für dieses ganz besonders – sind viele Dinge zu regeln. Ein Rad muss ins andere greifen und alle müssen passen.
Jäcki: Wir haben gesucht und dann auch wirklich tolle Leute getroffen: mit der Plattenfirma Universal, dem Management „undercover“, den Produzenten. Das war kein gerader Weg, der hatte auch Einbahnstraßen und Umwege.
Anna: Es gehört eben mehr als Glück dazu, erfolgreich zu sein. (weiterlesen…)
Archiv der Ausgabe 1 | 23. Jahrgang | Frühjahr 2010
Stabwechsel im AlliiertenMuseum in Berlin-Dahlem: Bei einem Festakt am 4. Februar 2010 ist der Gründungsdirektor des Museums, Dr. Helmut Trotnow, feierlich in den Ruhestand verabschiedet worden. Im denkmalgeschützten ehemaligen Kinosaal „Outpost“ mit rund 150 geladenen Gästen würdigten die Redner und Rednerinnen das langjährige Engagement des 63-Jährigen für das Museum. Gleichzeitig wurde Trotnows Nachfolgerin, Dr. Gundula Bavendamm, offiziell in ihr Amt eingeführt. Wir sprachen mit der 45-jährigen Historikerin.

Dr. Gundula Bavendamm, Foto: nahdran photographie/Sandra Hauer
Frau Dr. Bavendamm, Sie sind seit Januar im Amt, wie gefällt Ihnen der neue Job?
Ich bin rundherum froh, hier im AlliiertenMuseum in Berlin zu sein. Es ist ein schöner Ort, an dem ich mich wohlfühle. Ich habe mich bereits vor meinem Amtsantritt mit den Örtlichkeiten vertraut machen und die Mitarbeiter kennenlernen können. Daher bin ich mit einem guten Gefühl in meinen ersten Arbeitstag am 4. Januar gestartet.
Was hat Sie an der Aufgabe gereizt?
Zum einen gibt es die thematische Nähe zu dem, was ich vorher gemacht habe. Ich habe im Auftrag der Stadt Hanau als Projektleiterin und Kuratorin eine Wechselausstellung über „Amerikaner in Hessen von 1945 bis in die Gegenwart“ erarbeitet. Das Projekt hat mich sehr fasziniert. Zudem hat mich der internationale Hintergrund des Museums gereizt. Es zeigt eben nicht nur Aspekte deutscher Geschichte, sondern ist verknüpft mit der Geschichte der Alliierten hier in Berlin und natürlich mit der internationalen Geschichte des Kalten Krieges. Das ist eine ganz einmalige Kombination. Und nicht zuletzt ist es eine spannende Aufgabe, ein Museum an einem Punkt zu übernehmen, an dem noch einmal konzeptionell über eine nachhaltige Zukunft des Hauses nachgedacht wird. (weiterlesen…)
- Interview mit Christian zech, Gründer der Krumme Lanke Interessengemeinschat (KLIG)
- von Martina Reckermann
Archiv der Ausgabe 1 | 23. Jahrgang | Frühjahr 2010
Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah – oder anders gesagt: Warum in das nächste Shoppingcenter fahren, wenn vor der Haustür ein attraktives Angebot und ein angenehmes Flair zu finden sind. Diese Philosophie und das eigene Wohlfühlen im Kopf haben die Geschäftsleute an der Fischerhüttenstraße in Zehlendorf handeln lassen. Initiator Christian Zech mobilisierte rund 40 Mitstreiter und gründete die Krumme Lanke Interessengemeinschaft (KLIG).

Christian Zech
Sie sind schon seit 20 Jahren selbstständiger Optiker an der Krummen Lanke. Wie kam es zu der Idee, eine Interessengemeinschaft zu gründen?
Als ich 1990 die „Krumme Lanke Brillen“ in der Fischerhüttenstraße eröffnete, gab es kaum andere Läden. Doch seitdem kamen immer mehr hinzu. Wir beschlossen, uns zusammenzutun, um uns besser zu präsentieren. Mit dabei ist die Buchhandlung „Der Divan“, „Butter Lindner“, „Demski“, „Harbeck“, die Apotheke, das Krankenhaus Waldfriede, die Kunstgalerie „Haus am Waldsee“, Ärzte, Physiotherapeuten, Anwälte und seit Kurzem das italienische Restaurant „La Dolce Vita“, die Kaisers-Filiale sowie einige Vermieter von Gewerbeimmobilien am Platz. Unser vorrangiges Ziel war die Verschönerung des Umfeldes, vor allem des U-Bahnhofvorplatzes, der hässlich und nicht einladend war, weder für die Kunden noch für uns Händler. Schließlich hört der Laden nicht an der Türschwelle auf. Mit diesem Ziel vor Augen gründete ich mit rund 40 Mitstreitern 2003 die Krumme Lanke Interessengemeinschaft. (weiterlesen…)