- Interview mit Vera Gäde-Butzlaff
- von Alexander Wiesner
Archiv der Ausgabe 1 | 23. Jahrgang | Frühjahr 2010
Die gebürtige Niedersächsin Vera Gäde-Butzlaff ist seit 2007 Vorstandsvorsitzende der Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR). 1973 siedelte sie nach Berlin über, um an der Freien Universität das Studium der Rechtswissenschaften aufzunehmen. Anschließend war sie zwei Jahre als Regierungsrätin beim Senator für Inneres tätig, bis sie 1985 ihre Laufbahn als Richterin begann. 2003 wurde Gäde-Butzlaff schließlich in den Vorstand der BSR gewählt, um dort die Verantwortung für Abfalllogistik und -entsorgung sowie seit 2004 für die Straßenreinigung zu übernehmen. Im Februar 2007 ernannte sie der Aufsichtsrat als erste Frau in der Geschichte der BSR zur Vorstandsvorsitzenden. Wir sprachen mit Vera Gäde-Butzlaff u. a. darüber, wie es sich anfühlt, selbst einmal den Besen in die Hand zu nehmen, und welche Rolle der Klimaschutz bei der BSR spielt.

Foto: DERDEHMEL
Sie sind studierte Rechtswissenschaftlerin und haben mehrere Jahre als Richterin gearbeitet. Wie sind Sie zur Berliner Stadtreinigung gekommen?
Das war ein Weg mit vielen auch untypischen Stationen. Als Richterin bei der Bau- und Umweltkammer des Berliner Verwaltungsgerichts befasste ich mich das erste Mal mit Fragen der Abfallwirtschaft. Und seitdem hat mich das Thema Müll und Umwelt aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln begleitet. Die Chance, nicht nur die Rahmenbedingungen, sondern auch die wirtschaftliche Umsetzung mitzugestalten, bekam ich dann bei der BSR, wo ich seit 2003 im Vorstand und seit 2007 dessen Vorsitzende bin.
Als Vorstandsvorsitzende der BSR bestimmen Sie das Handeln von über 5 000 Mitarbeitern. Die meisten von ihnen sind Männer. Wie verschafft man sich als Frau in dieser Testosteron-gesteuerten Domäne Respekt?
Respekt braucht Mann wie Frau in einer solchen Position. Das Geschlecht interessiert die Müllwerker und Straßenreiniger wenig. Ihnen ist wichtig, dass man fair mit ihnen umgeht, authentisch ist und seine eigene Arbeit gut macht. (weiterlesen…)
- Frisurentrends 2010
- von Brigitte Menge
Archiv der Ausgabe 1 | 23. Jahrgang | Frühjahr 2010
Bob oder Pagenkopf? Lang gelockt oder kurz gestuft? Wir wollten es haargenau wissen und fragten Friseur-Weltmeisterin Jana Eichler nach den Modetrends für die Frühjahr-/Sommersaison 2010. Sie sagte unserer Redakteurin Brigitte Menge, mit welchen Frisuren die neuen Modelooks perfekt werden, und wir sagen es Ihnen:

Jana Eichler weiß, was in und was out ist
Der klassische Pilzkopf für kurze Haare feiert seine Renaissance, er wird durchgestuft und fransig geschnitten. Die Frisuren wirken weich, was durch warme Blondtöne noch unterstrichen wird. Das Styling ist wunderbar wandelbar. Der klassische Bob lässt sich nicht so schnell von seiner Pole-Position verdrängen und ist nach wie vor ein Renner. Die Schnitttechnik der Konturen bringt einen Hauch Bewegung ins Haar. Ein intensives Painting, die Königsdisziplin der Haar-Coloristen, betont das harmonische Gesamtbild der Frisur. Akzente im glänzenden, glatten Haar kann ein asymmetrisch geschnittener Pony setzen. Längeres oder langes Haar wird durchgestuft (weiterlesen…)
- Schönheitsoperationen sind ein Wachstumsmarkt: Gesunde Menschen werden in Deutschland pro Jahr laut Stiftung Warentest mit über einer Million operativen Eingriffen nachmodelliert, Tendenz, auch bei Männern, steigend.
- von Amanda Gries
Archiv der Ausgabe 1 | 23. Jahrgang | Frühjahr 2010
Wieder Haare, straffe Lider, gerade Nasen? – Ein guter Freund ist schon vor Jahren zum Zahnarzt gegangen mit der Anweisung: „Machen Sie mir ein strahlendes Lächeln wie Tom Cruise!“ Klare Ansage für den Doktor.

Foto: www.clipdealer.de
Zähnebleichen ist eine kosmetische Behandlung, für eine komplette Aufhellung von Ober- und Unterkiefer muss man mehrere hundert Euro bezahlen. Kronen und große Füllungen im Frontzahnbereich lassen sich nicht bleichen. Für das Bleaching mit Präparaten, die Wasserstoffperoxid – wie beim Blondieren – enthalten, sollte man gereinigte „Beißerchen“ ohne Zahnbelag haben. Das Resultat nach der Prozedur erinnert unter Umständen allerdings nicht an Tom Cruise, sondern eher an Roberto Blanco, jedenfalls wenn man mit Sommerbräune im Gesicht einen Mund aufreißt, aus dem neuerdings schneeweiße Zähne blitzen. Wie lange das anhält? Da streiten sich die Profis und versprechen zwischen sechs und 24 Monate. Früher hat der Arzt das Bleaching übrigens noch höchstpersönlich gemacht, heutzutage übergeben es viele an die Helferinnen.
Silvio kontra André: endlich wieder Haare oder eine geile Glatze?
„Schummelscheitel sind out, Glatzen in“, titelte der Stern und zeigte Actionheld Bruce Willis breit grinsend „oben ohne“. Auch Sänger Moby und R. E. M.- Frontmann Michael Stipe treten mit Glatze auf. Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi, der sich 2004 Haare aus dem dicht bewachsenen Haarkranz auf seine Kahlstellen transplantieren ließ, hält dagegen. Er wird angeblich von kahlköpfigen Politikern beneidet: „Ich kann Ihnen versichern, dass sich viele meiner europäischen Kollegen ernsthaft für eine solche Operation interessieren“, sagte er im italienischen Fernsehen. Die Preise für eine Eigenhaartransplantation (weiterlesen…)
- Special Mecklenburg-Vorpommern
- von Brigitte Menge
Archiv der Ausgabe 1 | 23. Jahrgang | Frühjahr 2010
Tief durchatmen und den Anblick genießen! Weites Meer und windgeschützte Buchten, weiße Strände und ockerfarbene Kliffs, an deren Kanten bizarr gebeugte Bäume von den Stürmen erzählen. An der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns wechseln sich eindrucksvolle Landschaften mit altehrwürdigen Seebädern, kleine Fischerorte mit rastlosen Hafenstädten, flache Buchten mit windzerzausten Dünen ab. Hier gibt‘s den Frischevorrat für das ganze Jahr: eine Mischung aus Waldluft und Meeresbrise, dazu die Melodien aus Wellenrauschen und Vogelzwitschern.

Foto: fruitMEDIA / PIXELIO
Jedes Jahr im Mai rollt Mecklenburg- Vorpommern für seine Gäste den goldenen Teppich aus. Die Luft ist schwer vom betörenden Raps-Duft. Die Rapsblüte gleicht alle Jahre wieder einem Wunder. Kaum schickt die Sonne erste warme Strahlen, schießen die eben noch unscheinbaren Pflänzchen innerhalb weniger Tage ordentlich ins Kraut. Tage später ziehen sich die sonnigen Felder in sanften Wellen oft bis zum Horizont, unterbrochen nur von sattgrünen Kastanienalleen und überspannt vom lupenrein blauen Frühlingshimmel. Leicht könnte man das Ganze für ein Gemälde halten, bei dem der Maler reichlich dick aufgetragen hat. Aber: Alles ist echt! Selbst eine echte Rapsprinzessin hat der goldgelbe Norden. Sie wird beim alljährlichen Rapsblütenfest des Landes gekrönt, das in diesem Jahr vom 7. bis zum 9. Mai in Sternberg im Herzen Mecklenburgs stattfindet. (weiterlesen…)
Archiv der Ausgabe 1 | 23. Jahrgang | Frühjahr 2010
Abtauchen auf den Malediven

Einige Bungalows des Clubs liegen direkt auf dem Wasser in der vorgelagerten Lagune, Foto: Robinson Club GmbH
Für alle, die einen Urlaub auf einer Trauminsel im Kopf haben, hat Robinson, ein Ableger des Reiseprimus TUI, ein neues Angebot. Kurz vor Weihnachten 2009 wurde der ROBINSON Club Maldives eröffnet. Die etwa 100 000 Quadratmeter große Insel Funamadua liegt im südlichen Gaaf-Alif-Atoll, nur 30 Kilometer vom Äquator entfernt. Sie ist nur per Inlandsflug und dann vom Inselflughafen mit dem Schnellboot erreichbar. Für eine Woche muss man pro Person allerdings 1 889 Euro ausgeben.
www.robinson.com (weiterlesen…)