Archiv der Ausgabe 4 | 22. Jahrgang | Winter 2009
- Neues aus Berlin-Mitte
- von Alexander Wiesner
Europäischer Naturfotograf des Jahres

Bergfinken am Schlafplatz, Foto: Ewald Neffe / GDT Europäischer Naturfotograf des Jahres
In einer beeindruckenden Ausstellung zeigt das Automobilforum Unter den Linden ab dem 15. Januar die besten Naturfotografien des Jahres 2009. Für den Wettbewerb haben sich im letzten Jahr über 8 500 Fotografen beworben. Den Hauptpreis bekam der Spanier Juan Tébar Carrera, dessen Siegerfoto beeindruckend und schockierend zugleich ist. Es zeigt das Wechselspiel von Leben und Tod am Beispiel eines Geiers im Kadaver einer Ziege. Die Aufnahme entstand in einem Nationalpark in der Nähe von Carreras Heimatstadt im Süden Spaniens. Das Siegerfoto und die anderen prämierten Bilder sind noch bis Mitte März zu bewundern.
www.automobilforum-berlin.de
Willy-Brandt-Ausstellung zieht von Schöneberg nach Mitte
Die Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung hat ihre Räume im Rathaus Schöneberg verlassen und wird Anfang 2010 nach Mitte umziehen. Das Gebäude Unter den Linden 68 wird größtenteils von der Bundestagsverwaltung genutzt. Der 900 m² große Bereich der Stiftung bietet dann doppelt so viel Ausstellungsfläche wie zuvor und soll mit einem modern eingerichteten Seminarraum viele Besuchergruppen, vor allem Schulklassen, anlocken. (weiterlesen…)
Archiv der Ausgabe 4 | 22. Jahrgang | Winter 2009
- Wohin man abends gerne geht
- von Alexander Wiesner
Die hohe Dichte an Bars macht die City-West zu einem beliebten Ziel für Touristen und Berliner gleichermaßen. Bei der großen Auswahl verliert man jedoch schnell den Überblick. Wohin geht man am besten mit dem Partner, wohin mit den Freunden und wohin mit den Kollegen? Wir geben Ihnen hier einige Bar-Empfehlungen, damit Sie beim nächsten Mal bestimmen, wo es hingeht!
Vienna Bar

Die Vienna Bar in der Kantstraße, Foto: Laggner Gruppe
In der Vienna Bar herrscht gediegene Gastlichkeit. Egal ob an der Bar oder an den Tischen, hier fühlt man sich überall gleich wohl. Die Küche zaubert internationale Gerichte mit mediterranen und asiatischen Einflüssen. Besonders bemerkenswert ist die sorgfältig ausgewählte Getränkekarte. Sie beinhaltet ca. 30 verschiedene Champagner, 80 Weine und ein üppiges Whisky- Sortiment. Dazu lässt der hauseigene Humidor die Raucher-Herzen höher schlagen. Für besondere Anlässe kann man die Vienna Bar natürlich auch mieten.
Kantstraße 152
10623 Berlin
www.vienna-bar.de
Amira
Am Nachmittag zieht das Amira vor allem Tee- und Kaffeeliebhaber an, die bei selbstgebackenem Kuchen und einer Tasse ihres favorisierten Getränks das Flair des Savignyplatzes genießen möchten. Abends kann man aus der umfangreichen Cocktailkarte wählen, dazu probiert man am besten die kleinen orientalischen Leckerbissen, die je nach Hunger (weiterlesen…)
Archiv der Ausgabe 4 | 22. Jahrgang | Winter 2009
- Rund um die Reichsstraße
- von Amanda Gries
„West End Girls“ wurde Mitte der achtziger Jahre zu einem Welthit für die bis dato unbekannte englische Pop-Band Pet Shop Boys, ein Nummer- Eins-Erfolg in Großbritannien und den USA, auf der Insel zusätzlich geadelt als bester Song des Jahres 1987. Noch heute vergeht im Berliner Äther kaum ein Tag, ohne dass dieser Titel gespielt wird – ein Lied, das sich um junge Frauen aus dem Londoner West End dreht, die auf Männer aus dem damals noch proletarischen East End treffen. Es geht um Klassenunterschiede und den Druck, den eine Metropole auf ihre Bewohner ausübt.

Bahnhof Westend, Foto:S1
Londons vornehmes Theaterviertel West End war Namenspate der 1866 am westlichen Stadtrand Berlins entstandenen Villenkolonie, die 1878 in die damals reichste deutsche Stadt Charlottenburg eingemeindet wurde. Es gab Straßenbeleuchtung und ein Abwassersystem, und bald wurde auch der Bahnhof Westend eröffnet. 1908 erhielt der Ortsteil mit dem vom schwedischen Architekten Alfred Grenander entworfenen U-Bahnhof Reichskanzlerplatz (heute Theodor-Heuss-Platz) zudem Anschluss an das U-Bahn-Netz. Seit 2004 ist Berlins Westend, in dem es zugegebenermaßen etwas beschaulicher als im Londoner West End zugeht, Teil des neu gebildeten Bezirkes Charlottenburg- Wilmersdorf. Neben der Villenkolonie – dem Kern des neuen Ortsteils Westend – gehören dazu die Siedlungen Neu-Westend, Eichkamp, Heerstraße, Pichelsberg und der östliche Bereich der Siedlung Ruhleben. (weiterlesen…)
Archiv der Ausgabe 4 | 22. Jahrgang | Winter 2009
- Der Botanische Garten blüht im Winter erst richtig auf
- von Alexander Wiesner
Während andernorts die Türen im Winter geschlossen bleiben, sorgt Deutschlands größter Botanischer Garten auch in der kalten Jahreszeit für erholsame Momente inmitten einer tropischen Pflanzenwelt. Die Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Programm, bestehend aus informativen Führungen, unterhaltsamen Konzerten und leckeren Cocktails − ein Fest für alle Sinne!

Das Große Gewächshaus des Botanischen Gartens, Foto: © I. Haas, Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin-Dahlem
Dem nasskalten Winterwetter entfliehen und ab in den Süden, davon träumen dieser Tage sicherlich viele. Dabei muss man gar nicht erst weit reisen, um schon ein wenig Tropen-Feeling zu bekommen. Der Botanische Garten in Berlin-Dahlem hat, bis auf Heiligabend, den ganzen Winter über geöffnet und lädt zu verschiedenen Veranstaltungen, die für ein wenig Urlaub vom Winter sorgen werden. Bei den „Tropischen Nächten“ im Januar können die Besucher den Garten mal von einer ganz anderen Seite genießen. Bei karibischer Live-Musik und exotischen Cocktails − für den Nachwuchs natürlich ohne Alkohol − kann man sich informativen Kurzführungen anschließen und somit etwas mehr über die vielfältige Pflanzenwelt des Gartens lernen. Die Tropischen Nächte gehen vom 15. bis zum 30. Januar, immer freitags und samstags von 18 bis 22 Uhr. Noch mehr Musik gibt es in der Zeit vom 13. Februar bis zum 7. März bei den „Palmensinfonien“. (weiterlesen…)
Archiv der Ausgabe 4 | 22. Jahrgang | Winter 2009
- Einkaufsmeile im Aufwind: Die Schloßstraße in Steglitz
- von Amanda Gries
Das Bundesland Baden-Württemberg zählt zu den wohlhabendsten Regionen des Landes. Mit dem Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf verbindet das im Südwesten Deutschlands gelegene „Ländle“ nicht nur der Doppelname. Auch in Berlin ist es der Südwesten, dessen Kaufkraft die Stärkste in der ganzen Hauptstadt ist, betont Barbara Loth, Stadträtin für Wirtschaft, Gesundheit und Verkehr von Steglitz-Zehlendorf.

Die Schloßstraße, Foto: Dirk Ingo Franke
Mit fast 300 000 Einwohnern entspricht die Bevölkerungszahl von Steglitz-Zehlendorf etwa der von Mannheim und Karlsruhe. Der Bezirk hat ungefähr halb so viele Bewohner wie die Schwabenmetropole Stuttgart. Innerhalb der Hauptstadt gilt der Bezirk im Südwesten als einer mit höchster Wohn- und Lebensqualität. Das Bildungsniveau ist auch überdurchschnittlich, und „Berlin Südwest ist ein wirtschaftsfreundlicher, -fördernder sowie forschungsnaher Unternehmensstandort“, so Barbara Loth. Für sie ist die enge Kooperation von Universitäten, Forschungsinstituten und Wirtschaft der Schlüssel zum Erfolg. Im Stadtteil Dahlem ist der Campus der renommierten Freien Universität (FU) gelegen, rund 35 000 Frauen und Männer studieren hier.
Die Dahlemer Hochschule gilt als größtes geisteswissenschaftliches Zentrum Deutschlands. Sie betreibt gemeinsam mit der Humboldt-Universität die größte medizinische Fakultät und Universitätsklinik Europas – die Charité – und gehört neben weiteren acht deutschen Universitäten zu den Elitehochschulen. Darüber hinaus ist der Südwesten ein bedeutender, über Jahrzehnte gewachsener Life-Sciences- Standort, so die Stadträtin für Wirtschaft und Gesundheit. Wo sonst gibt es eine solche Dichte an Institutionen? (weiterlesen…)