Archiv der Ausgabe 4 | 22. Jahrgang | Winter 2009
- Von Giovanni di Caprese / Milano – Paris
Immer häufiger verbünden sich Nobelmarken mit Häusern der unteren Preisklasse, meist unter dem Vorwand eine junge Klientel mit niedriger Kaufkraft in den Genuss großer Namen kommen zu lassen. Der eigentliche Grund für diesen Tabubruch ist jedoch häufig ein ganz anderer.

Giovanni di Caprese
Vix Foster ist berühmt für ihre legendären Casting- und Fashion-Filme; zumindest in Paris, New York, London und Mailand. Für den französischen Fernsehsender M6 befragte die quirlige Modedame Teenager im Alter zwischen 13 und 18 Jahren, was ihnen zu den großen Namen der Luxusindustrie einfalle. Das Ergebnis war beeindruckend nüchtern. Von ca. 30 Befragten konnte gerade mal ein Viertel 6 genannte Modelabels richtig zuordnen. Dabei handelte es sich durchaus um Namen von Weltrang wie St. Laurent, Celine, Nina Ricci; aber auch um vermeintlich jüngere Labels wie Jimmy Choo, Dolce & Gabbana oder Victor & Rolf. Letzterer wurde gar mit Hundefutter in Verbindung gebracht.
Luxus für Elite
Das Ergebnis offenbart ein Dilemma, in das die Branche mit der fortschreitenden Ausdünnung der einst kaufkräftigen Mittelschicht zunehmend hineinschlittert. Zum einen verschwindet der Support des klassischen Modemagazins, der den Bekanntheitsgrad der Produkte garantierte. Zum anderen werden durch realitätsferne Preispolitik immer mehr Luxuslabels einem kleineren Publikumskreis zugänglich, was dazu führt, das immer weniger Menschen die (weiterlesen…)
Archiv der Ausgabe 4 | 22. Jahrgang | Winter 2009
- Wo Berlins Spitzenköche gerne essen gehen
- von Alexander Wiesner
Sie gehören zu den besten Köchen der Stadt. Ausgezeichnet mit Gault-Millau-Hauben und Michelin-Sternen verzaubern sie mit ihren Kochkünsten nationale und internationale Gäste. Wenn sie gerade nicht selbst am Herd stehen, schauen sie auch gerne mal bei ihren Kollegen vorbei. Wir haben Berlins Spitzenköche nach ihren ganz persönlichen Restaurant-Tipps gefragt.
Matthias Buchholz, first floor im Hotel Palace

Foto: Hotel Palace Berlin
Wenn ich mit meiner Frau in Berlin schön essen gehen möchte, dann gehe ich am liebsten ins Restaurant Lochner am Lützowplatz. Das Restaurant ist gut gelegen, der Service nett und unaufdringlich, die Atmosphäre gemütlich und das Essen wirklich fein und abwechslungsreich. Hier kommt auf den Teller, was der Markt je nach Saison zu bieten hat, und das zu einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Und Frau Lochner-Kern hat immer noch einen Wein, der nicht auf der Karte steht. Ich komme jedenfalls immer wieder gern ins Lochner.
Lochner Restaurant am Lützowplatz
Lützowplatz 5
10785 Berlin
www.lochner-restaurant.de (weiterlesen…)
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- Interview mit Klaus Wowereit über die Errichtung einer permanenten Kunsthalle
Die Wahrnehmung Berlins als Kunstmetropole hat in den vergangenen Jahren erheblich an Bedeutung dazugewonnen. Die Museumsinsel und der Hamburger Bahnhof sowie die Neue Nationalgalerie sind weltbekannt. In allen Ecken der Stadt entstehen permanent neue Galerien, die Berliner und Touristen gleichermaßen anlocken. Momentan beschäftigt die Berliner Kunstszene und die Politiker die Frage nach der Errichtung einer permanenten Kunsthalle. Ob diese überhaupt notwendig ist, darüber ist sich die Regierung uneinig. Einer, der das Projekt sehr begrüßen würde, ist der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit.

Die temporäre Kunsthalle auf dem Schlossplatz wird noch bis zum Herbst 2010 geöffnet haben, Foto: Benjamin Pritzkuleit
Berlin besitzt eine große Vielfalt an bedeutenden Museen und Galerien, in denen auch zeitgenössische Kunst präsentiert wird. Warum braucht unsere Stadt trotzdem eine permanente Kunsthalle?
Die Forderung kommt aus der Szene selbst und ich habe sie mir zu Eigen gemacht. Berlin hatte bis Anfang der 90er Jahre eine Kunsthalle und ist inzwischen zum Mekka für zeitgenössische Kunst geworden. Viele hier lebende und arbeitende Künstler stellen in aller Welt aus, nur nicht in Berlin. Das wollen wir mit einer Kunsthalle ändern, die anders als Museen keinen Sammlungsauftrag hat und auch mehr Ausstellungsfläche als eine Galerie bietet. (weiterlesen…)
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- Berliner Meisterköche 2009 tischten auf
Das Gala-Diner der Berliner Meisterköche ist eine festliche und einmalige Premiere – eine Aufführung ohne Wiederholungschance. Jeder der frisch gekürten Meister steuert einen Gang zu diesem Menü bei. Ein Abend, der über vier Gänge zum Gipfel des guten Geschmacks führte! Über 300 geladene Gäste erlebten am 14. November im festlich dekorierten Ballsaal des Hotels InterContinental die Kreationen der Berliner Meisterköche 2009, die mit ihrer Sinfonie der Aromen jede einzelne Geschmacksknospe zum Blühen brachten. Seit 1997 zeichnet die Berlin Partner GmbH jährlich die besten Köche der Hauptstadtregion aus. Dabei ist die Wahl und Ehrung der Meisterköche mehr als ein Ranking, denn erstklassige Restaurants mit einem exzellenten Service sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor der Region und ein schmackhaftes Aushängeschild zugleich. Berlin ist längst eine sternenreiche kulinarische Hauptstadt, in der eine zielstrebige junge Gastronomie-Garde kulinarische Akzente setzt.

Berliner Meisterköche 2009
Die Berliner Meisterköche 2009: Billy Wagner (Berliner Sommelier), Torsten Voigt (Brandenburger Meisterkoch), Daniel Achilles (Aufsteiger des Jahres), Christian Lohse (Berliner Meisterkoch), Roland Mary (Gastronomischer Innovator) und Vedad Hadziabdic (Berliner Maître)
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Bequemer zum Golfen nach Piemont

Castelconturbia zählt zu den namhaftesten Golfplätzen in Italien / Foto: Piemonte Turismo
Vom Grün der Hügel von Piemont und deren Charme, beschrieben von Flaubert und Hemingway, zum hellen Grün der Greens. Die Region Piemont ist die Heimat des italienischen Golfsports mit mehr als 50 Clubs. Südlich vom Lago Maggiore befindet sich einer der ganz renommierten Clubs, Castelconturbia in Novara. Die 27-Loch-Anlage mit großzügigen Übungsplätzen ist in der jährlichen Bewertung der italienischen Clubs unter den Top 3 zu finden. Die Lage des leicht welligen Terrains inmitten alter Bäume, Bäche und Teiche ist ideal. Knapp 90 Minuten von Turin entfernt, ist eine ab 17. Dezember eingerichtete nonstop Verbindung von Berlin nach Turin durch Alitalia ein bequemer Weg für Brandenburger und Berliner Golfer.
www.torinopiemonte.com
Putting-Green in der Heimat der Kraniche
Hohen Himmel und weiten Blick (weiterlesen…)